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herrlichkeit des Sliftes über die 3 Thal er Abtei, Wengen und Euneberg,
über die schon früh wegen dieser Gerichtsherrlichkeit
entstandenen Streitigkeiten mit den Bischöfen von Brixen, welche
von ihrem Gerichtssitze Puchenstein aus ihren Stab auch über die
Gotteshausleute der 3 genannten Sonnenburgischen Thäler ausdehnen
wollten, und über die Beilegung dieses Streites durch den
Vertrag zu Bozen am St. Clemenstag 1447. — Der zweite Abschnitt
zeige, wie wegen eines im Jahre 1451 neuentstandenen
Streites zwischen den Thalleuten von Enneberg und dem Stifte
Sonnenburg über das Benutzungsrecht der Ilochalpe Grünwald,
nach mancher Gewaltthat und nach vielen vergeblichen Ausgleichungs-Versuchen
von Seite des Herzogs Sigmund, der Cardinal
Cusanus sich in den Streit zu mischen anfing und den ganzen
Handel im Jahre 1452 an sich ziehen wollte; wie die Nonnen von
Sonnenburg zum Schutz ihrer Rechte ihre Zuflucht zu Herzog
Sigmund nahmen, und wie es hierüber zu Reibungen zwischen
dem Cardinal und dem Herzoge kam.
Der dritte Abschnitt liefert die Urkunden, welche nacliweisen,
wie auf einmal der Cardinal unter Androhung des Bannes
mit der Forderung auftrat, das Frauen-Müuster Sonnenburg soll
strengere Clausur beobachten, und wie er Mahn- und Drohbriefe
dieser Art an der Domkirche zu Brixen anschlagen liess, wenn
nicht alle Klöster seiner Diöcese zumal die Fraucn-Klöster bis zum
nächsten Frohnleiehnamsfeste, 8. Juni 1452, die zu Salzburg beschlossene
Reform annähmeu. Er weiset ferner nach, wie die
Nonnen von Sonnenburg ihre Zuflucht wieder beim Herzoge nahmen
mit der Bitte, die Reformen nur mit seinem Wissen vornehmen
zu lassen, damit das Stift in seinen Rechten nicht beeinträchtigt
werde, da es dem Cardinal wohl um etwas Anderes zu thun sein
dürfte, als um Clausur und Reform des Klosters; wie sich nun
die Dinge verwickelten, indem auch die Enneberger Angelegenheit
wieder hcreingezogeu wurde, und die Nonnen, um Schutz gegen
den Cardinal zu finden, durch Ausstellung von Urkunden den Herzog
Sigmund zum Schirmvogte ihres Gotteshauses wählten. Von
S. 118—148 wird der Verlauf der Verhandlungen dargestellt, die
endlich zur Reform des Klosters führten, worüber am 28. November
1453 die Visitations- und Reformations-Artikel ausgefertiget wurden,
welche der Abtissin alle weltlichen Rechte entzogen, und sie
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