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mae et secundae discordiad inter tl. Nicolaum Cardinalem et Episcopumßi'ixin.
et Sigismunilum ducem Austriae anno 1451 et 1457.
Beide Titel wurden von Re s c h verfasst, der auch die Sammlungen,
welche theils aus Original-Urkunden theils aus gleichzeitigen
Abschriften bestehen, veranstaltete.
3. Handlung zwischen Cardinal Nielausen von Gusa; Bischof
zu Brixcn und Herzog Sigmund zu Oesterreich. Ein .Folioband
von 528 Blättern.
4. Missiv-Buech (des Klosters Sonnenburg) was sich mit
dem Cardinal Nicolai Cusan und der Abtissin Verena von Stuben
zuegetragen. 482 Seilen in Kleinfolio.
Diese inhaltreichen Urkundensammlungen blieben den neuern
Forschern über Nicolaus von Cusa gänzlich unbekannt, und dennoch
wird Jedermann auf den ersten Blick ersehen, dass ohne
Kenntniss dieser Quellen über das Wirken des Cardinais in Tirol
nicht viel Gedeihliches gesagt werden könne, in die Tiroler Verhältnisse
lassen nur sie hereinschauen.
Die erste Sammlung, das Rcgestmn Cusanum, enthält auf 94
Folioseiten Originalconcepte und Urkunden, welche vorzugsweise
Aufklärung geben über die Verhältnisse des Hochstiftes Brixen
vom Jahre 1225 bis 1450, also über die Zeit von der Wahl des
Grafen Alb re eilt s von Tirol zum Schirmvoffite des Stiftes und
von der grossen SchenkungHugo’s von Tau fers bis zum Bisthums-Antritte
des Cardinal’8 Cüsanus, in welche Zeit die Ausbildung
der Territorialherrschaft der Grafen von Tirol, so wie die Ausbildung
der Beziehungen der Bischöfe von Brixcn zu den neuen
Landesfürsten hineinfällt. Die übrigen Actenstücke, welche den
Streithandel zwischen dem Cardinal und dem Herzoge betreffen,
kommen mit wenigen Ausnahmen in den folgenden Sammlungen
wieder vor.
Die zweite Sammlung: Acta concordiae liefert auf 236 Folioseiten
nebst vielen Urkunden über die Beilegung der ersten
Cusanischen Streitigkeiten, welche 1451 über die Ernennung des
Cardinais zum Bischöfe von Brixen entstanden waren, und über
die Verwickelungen, die aus den Nachstellungen hervorgingen, von
denen Cusanus 1457 sein Leben bedroht glaubte, hauptsächlich
Actenstücke, welche die Stellung des Brixner Domcapitels zum
Cardinale beleuchten. Wir finden darin die Correspondenz zwi-