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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

Sitzung  vom  19.  Juni  1850.
Der  Secretär  legt  vor:
1)  Von  dem  wirklichen  Mitgliede  Freiherrn  von  Münch  B  e  1-linghausen
  ein  Exemplar  seiner  so  eben  erschienenen  lyrischen
„Gedichte”  (Stuttgart  1850)  mit  einem  an  ihn  gerichteten  Schreiben, ­
  worin  der  Verfasser  ihn  ersucht,  dieses  Exemplar  der  Classe
als  Beweis  zu  überreichen,  dass  auch  er  auf  dem  Felde  seines
literarischen  Wirkens  sich  bestrebt  habe,  als  ein  thätiges  Mitglied
derselben  sich  zu  bewähren,  wenn  es  auch  in  der  Natur  seiner
Arbeiten  liege,  sie  nicht  den  streng  wissenschaftlichen  der  Classe
anreihen  zu  können.
Die  Classe  beauftragt  den  Secretär,  dem  Herrn  Verfasser
ihren  Dank  und  ihre  Anerkennung  auszusprechen.
2)  Von  Herrn  Dr.  Lanz  aus  Giessen,  Exemplare  seiner
Ausgaben  von  „Ramon  Muntaner’s  Chronik”  und  der  „Correspondenz
  K.  Karl’s  V.”,  nebst  dem  Anerbieten,  auf  seiner  hauptsächlich
Behufs  einer  Geschichte  dieses  Kaisers  unternommenen  literarischen
Reise  auch  die  Zwecke  der  k.  Akademie  berücksichtigen  zu  wollen.
Der  Secretär  erhält  den  Auftrag,  dem  Herrn  Doctor  sowohl
für  die  werthvolle  Gabe  als  auch  für  sein  gefälliges  Anerbieten  zu
danken,  von  welchem  die  Classe  sich  vorbehält,  seiner  Zeit
Gebrauch  zu  machen.
Folgende  abermals  von  Herrn  v.  Krem  er  eingesandte  Aufsätze ­
  werden  zum  Abdruck  in  diesem  Sitzungsberichte  bestimmt.
I.
Ueber  zwei  arabische  geographische  Werke:
1.  Merässid-cl-Ittilä  äla-esmä-el-Emkine  wel  Bikä’.
2.  Neschk-el-Eshar  fi  Adschäib-il-Aktar.
Die  beiden  geographischen  Werke,  über  welche  dieser  Bericht ­
  handelt,  sind  beide,  ohvyohl  sie  einem  späteren  Zeitalter
der  arabischen  Literatur  angehören,  wo  schon  Künste  und  Wissenschaften ­
  in  Verfall  gerathen  waren,  desshalb  wichtig,  weil
sie  Auszüge  aus  älteren  grossen  geographischen  Werken  enthalten, ­
  die  theils  wegen  der  Schwierigkeit  und  Kostspieligkeit,  bändereiche ­
  Werke  abzuschreiben,  theils  wegen  des  geringen  Antheiles,
  den  die  neueren  Araber  an  dem  so  wichtigen  geographi-
            
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