Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

869
Cardinal  Nicolaus  von  Cusa,  seine  besondere  Aufmerksamkeit
auf  sich  gezogen.
Ich  würde  es  für  einen  grossen  Gewinn  halten,  wenn  Herr
Jäger  wenigstens  diese  Episode  vollendet  beleuchten  und  darstellen ­
  würde.  Nicolaus  von  Cusa  hat  in  der  neuesten  Zeit,  in
welcher  das  Verhältniss  des  .Staats  zur  Kirche  zur  lebhaftesten
Erörterung  kommen  wird  (erst  zum  Th  eile  gekommen  ist},  die
besondere  Aufmerksamkeit  der  Geschichtsforscher  wie  der  Theologen ­
  auf  sich  gezogen,  er  ist  Gegenstand  mehrfacher  Darstellung
geworden.  Bisher  jedoch  nur  sehr  oberflächlich.
Welche  umfassende  und  gründliche  Forschung  zu  einer  wahrhaft ­
  unparteiischen  Geschichte  dieses  berühmten  Bischofes  und
Gelehrten  gehöre,  ist  aus  nachfolgendem  Aufsatze  Jäger’s  zu
ersehen.
Man  möge  daraus  entnehmen,  was  noch  zu  thun  sei  in  unserer ­
  Geschichte.

Ueber  die  den  Cardinal  und  Bischof  von  Brixen,
Nicolaus  von  Cusa,  betreffenden  Geschichtsquellen
in  den  Tiroler  Archiven.  Von  Albert  Jäger.
Der  Cardinal  Nicolaus  von  Cusa  (geboren_  1401  zu  Cues,
einem  Dorfe  am  linken  Moselufer  unterhalb  Trier,  gestorben  1464
zu  Todi  in  der  päpstlichen  Delegation  Spoleto)  gehört  unstreitig
zu  den  grössten  Männern  des  15.  Jahrhunderts.  Trat  er  auch
nicht  als  Hauptperson  in  den  Vordergrund  des  welthistorischen
Drama’s  seiner  ereignisreichen  Zeit,  so  war  doch  sein  tiefer
Geist,  gleich  bewandert  im  Gebiete  der  philosophischen  und  theologischen ­
  Speculationen,  wie  auf  dem  Markte  des  vielbewegten
Geschäftslebens,  die  nie  versiegende  Quelle  von  Rath  und  Hilfe  in
den  vielfachen  Verlegenheiten  der  Concilien  und  Päpste  damaliger
Zeit.  Dicss  erkannten  auch  schon  seine  Zeitgenossen.  Aeneas
Sylvins  gibt  ihm  hierüber  in  seinen  Commentaren  de  gestis  Uasil.
concilii  das  unzweideutigste  Zeugniss  :  Con/luxcrunt  tarnen  illuc
plurimi  faulores  Eugenii,  tum  ex  concilio  quam  ex  Ftorentia
locisque  aliis.  Fueranl  in  sancta  sgnodo  quam  plures  ulii  viri
incorporati  juratique,  quorum  scnvper  animus  u  rebus  Basileac
gestis  visus  cst  idienus,  quique  licet  laboraturos  pro  honore  et
statu  sacri  concilii  jurejurando  se  astrinxissent,  Iti  nihilomimis
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.