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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Philosophie  und  Literaturgeschichte  der  Hebräer  wichtigen  Nachahmung ­
  der  Divina  Commedia,  eines  fast  nur  dem  Namen  nach
bekannten  ebenfalls  in  Terzinen  etwa  ein  Jahrhundert  nach  Dante
ahgefassten  Gedichtes,  das  der  Herausgeber  in  zwei  Handschriften
(in  einer  der  k.  k.  Hofbibliothek  und  in  einer  im  Besitze  eines
Privaten  in  Lemberg)  vollständig  wieder  aufgefunden  und  druckfertig ­
  gemacht  hat.  Es  sollen  ihm  zur  Drucklegung  desselben  in
einer  Auflage  von  wenigstens  500  Exemplaren,  die  Eigenthum  der
Akademie  wird,  350  11.  C.  M.  bewilliget  werden.
2.)  Für  Herrn  Tkalec,  zur  Fortsetzung  der  von  ihm  begonnenen ­
  Untersuchung  der  Grabhügel  bei  Radoboj  in  Croatien,  auf
einen  Beitrag  von  30  fl.  C.  M.

Herr  Regierungsrath  Chmel  liest  einen  von  dem  wirklichen
Mitgliede  Herrn  Prof.  Albert  Jäger  eingesandten  Aufsatz,  den
er  mit  folgenden  Worten  einleitet:
Unser  verehrtes  Mitglied  Prof.  Albert  Jäger,  der  durch  seine
jetzige  Stellung  (als  Director  des  Gymnasiums  in  Meran)  leider
der  vaterländischen  Geschichtsforschung  so  gut  als  entzogen  ist,
indem  er  weder  die  nöthige  Müsse  noch  die  wünschenswerthen
Hilfsmittel  zur  Ausarbeitung  grösserer  Aufsätzegeniesst,  kann
nur  aus  den  früher  gesammelten  Vorrathe  geschichtlicher  Materialien ­
  Einzelnes  zu  Tage  fördern,  da  man  doch  mit  Recht  hätte
envarten  können,  dass  eine  der  wünschenswerthesten  Monographien,
nämlich:  „Geschichte  Erzherzog  Sigmunds,  Landesfürsten ­
  von  Tirol,”  durch  ihn,  der  vor  allen  Andern  dazu  berufen ­
  wäre,  geliefert  würde.
Das  halbe  Jahrhundert  dieses  Regiments  gehört  zu  den  wichtigsten ­
  und  verwickeltsten  Zeiten  des  Mittelalters,  zu  seiner  klaren
unparteiischen  Schilderung  gehören  die  gründlichsten  und  zugleich ­
  umfassendsten  Kenntnisse  der  Landes-Verfassung,  des  Civilund
  Kirchenrechts.
W  ie  ernstlich  Herr  Jäger  seine  Arbeit  angegriffen,  was  er
für  Studien  und  Forschungen  in  Tirol,  wie  in  Wien  (im  Haus-,  Hofund
  Staatsarchiv)  über  diese  Zeit  gemacht,  ist  den  Freunden  der
vaterländischen  Geschichte  bekannt.
Insbesondere  hat  eine  der  wichtigsten  Episoden  dieser  Regierung, ­
  Erzherzog  Sigmunds  Verhältniss  zu  dem  Bischof  von  Brixen,
            
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