Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

?!

Churwalgau  mit  reichlichen  VergabuDgen  ,  so  mit  Höfen  in  Selian,
Wesen  am  Wallenstättersee,  dann  zu  Meilis,  Schnüfis,  Schlius,
zu  Cise,  d.  i.  im  heutigen  Oberdorfe  von  Bludesch,  uud  Nüziders
  bedacht  wird.  Mehrere  dieser  Orte  erscheinen  zu  dieser
Zeit  das  erste  Mal  urkundlich.
Eine  ausführliche  Anmerkung  widmet  der  Verf.  dem  h.  Wo!  fgang,
  der  als  Mönch  und  Decan  zu  Einsiedeln  lebte,  daselbst  ein
blühendes  Seminar  bildete,  und  dann  ein  eifriger  Glaubensbote
in  unserer  Ostmark  und  in  Böhmen  bei  Chudenitz  wurde.
Den  Schluss  seines  Vortrages  machteer  mit  dem  Einsiedler ­
  St.  Gerold,  angeblich  einem  Herzoge  (?)  von  Sachsen,
von  dem  die  Stift-Einsiedlerische  Propstei  St.  Gerold  den  Namen ­
  trägt,  und  wies  nach,  dass  der  Graf  Otto  von  Jagdberg,
dessen  Jäger  den  gottseligen  Mann  im  Gebirge  gefunden,  kein
Graf  von  Montfort,  für  den  man  ihn  stets  ausgibt,  gewesen
sein  könne,  sondern  dass  er  nach  allen  Umständen  Otto,  Enkel
K.  Otto’s  I.  aus  erster  Ehe,  erst  Graf  in  diesem  Churvvalhengau,
  dann  von  973  bis  982  Herzog  in  Alemannien  war.  Der
Graf  schenkte  ihm  diesen  Waldstrich,  auf  dem  ein  Bethaus  sich
erhob  ,  die  dann  Gerold  vor  seinem  Hinscheiden  (+  978)  dem
Kloster  Einsiedeln  vergabte.
Durch  neunthalb  Jahrhunderte  bis  zum  Reichsdeputations-Hauptschlusse
  ddo.  Regensburg  25.  Febr.  1803  gehörte  St.  Gerold ­
  dem  Stifte  Einsiedeln,  und  kam  an  diesem  Tage  zugleich
mit  der  Stift  Weingarten’schen  Reichsherrschaft  Blumenegg  zur
Entschädigung  an  Nas  sau-Oranien:  dann  ddo.  Lindau  23.  Juni
1804  durch  Kauf  an  Oesterreich,  endlich  in  Folge  des  Pressburger ­
  Friedens  an  Bayern  und  1814  wieder  an  Oesterreich.
Zum  Schlüsse  machte  der  Verf.  auf  zwei  einfache,  aber  gedankenreiche ­
  Altarblätter  in  der  Kirche  zu  St.  Gerold  aufmerksam:
auf  dem  einen  reicht  die  Mutter  das  h.  Kind  der  Vermittelung
und  Versöhnung  zur  knienden  Menschheit  hinab,  —  auf  dem  andern ­
  hebt  der  Nährvater  Joseph  dasselbe  Kind  zum  Himmel  empor.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.