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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Diese  gruppenweise  Stellung  verwandter  Laute  weist  jede
Vergleichung  mit  der  phönicischen  Ordnung  zurück,  bietet  dafür
aber  grosse  Aelinlichkeit  mit  den  indischen  Alphabeten  ,  in  welchen ­
  gleichfalls  die  Vocale  voranstehen  und  der  t-Laut  dem  7.1-Laut
vorgeht.  —  Wenn  im  albanesischen  Alphabete  die  Reihe  der  Consonanten
  mit  den  s-Lauten  beginnt,  während  diese  in  den  indischen
meist  zu  Ende  stehen,  so  erklärt  sich  diess  vielleicht  aus  der  Nothwendigkeit,
  die  Gruppe  der  «-Laute  von  der  der  Zischlaute  zu
trennen,  weil  sonst  12  Zeichen  desselben  Grundcharakters  neben
einander  gestanden  haben  würden.
Die  iVamen  sämmtlicher  Buchstaben  des  albanesischen  Alphabetes ­
  sind  einsylbig  und  alle  Consonanten  endigen,  mit  Ausnahme
von  xan  und  vjan  ,  auf  a.  —  Auch  in  dieser  Hinsicht  stimmt
also  das  albanesische  Alphabet  mit  dem  indischen  überein.  Einzelne ­
  Vergleichungspuncte  mit  demselben  wurden  oben  §.  4,  Nr.  4
bis  7,  15  und  16  berührt.
§.  10.  lieber  das  eingeschriebene  Zeichen  A»
Dieses  Zeichen  findet  sich  bei  folgenden  Buchstaben  s-  dsa,
y  go-t  e  ha,  3  cJija,  ®  ba.  Wir  begegnen  in  demselben  Alphabete
den  Zeichen  c  ba  und  jja,  welche  diesen  Zusatz  nicht  haben,  und
vermuthen  aus  der  durch  den  Zutritt  des  >  entstehenden  Lautveränderung, ­
  dass  dasselbe  ein  Aspirationszeichen  sei.  Diese  Vcrmuthung
  wird  auch  durch  den  Laut  des  y  bestätigt,  welcher  nach
§.  8  a  dem  eines  Hauches  oder  gelinden  c/t  gleichkommt.
In  s-  haben  wir  oben  das  hebräische  dall  erkannt.  Aus  der
Lautveränderung,  welche  durch  den  Zutritt  des  <  entsteht,  müssen
wir  diess  aber  nicht  für  h,  sondern  für  s  erklären,  also  auch  hier
Verwandtschaft  dieser  beiden  Hauche  (in  der  Sprache  selbst  konnte
sie  der  Verfasser  bis  jetzt  nicht  nachweisen).
Die  Aspiration  des  ^  b  weiss  der  Verfasser  nicht  zu  erklären,
dagegen  lassen  vielleicht  auch  die  Formen  v  a,  v  da  und  f  rra  dieselbe ­
  vermuthen,  denn  der  Laut  des  dschliesst  einen  leichten  Hauch
ein.  Aleph  der  Vater  des  albanesischen  a  wird  ursprünglich  als
Hauchzeichen  angenommen  und  f  gibt  der  Grieche  mit  der
Deutsche  aber  mit  rh.  —  Dem  zu  Folge  liesse  sich  die  Form  e  f
etwa  auch  als  ein  aspirates  p  w  erklären.  Die  §.  4,  Nr.  15,  ver-
            
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