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Ans dieser Tabelle ergiebt sieb, dass das Albanesische sämmtlicbe
stumme Laute des griechischen und lateinisch-deutschen
Alphabets in sich vereinige.
Sämmtliche Mittellaute fehlen wenigstens im Neuimechisehen,
denn bei der Aussprache des 7 schlägt der mittlere Theil
der Zunge niemals an den Gaumen an, ein gelindes im Hintergaumen
gebildetes cli entspricht dem neugriechischen Laute so
ziemlich , ausser vor e und i, wo er genau unser Jod ist. B
und d sucht der Neugrieche durch pur und vr zu ersetzen, was
in die Orthographie der mit griechischen Lettern geschriebenen
albauesischen Worte grosse Verwirrung gebracht hat. Denn es
existiren hier, wie oben bemerkt, mb und nd neben b und d
als eigene Laute, deren Zeichen wir als Doppelbuchstaben erkannt
haben. Hauptlaut ist hier der stumme z. B. fr&poör/ ’) ich
bpouixs knete, Sauerteig, Teig — nbljot ich fülle, -ijötz voll —
vdpt/j ich mache grade, dpv/.j grade. — Auch stellt im Alphabete
6 und )X unmittelbar hinter « und A. — Ebenso findet
sich vy am Anfang von Worten, ohne dass für diesen Laut ein
besonderes Zeichen existire: vyojlj ich stecke ein, töv.v’Skj ich
reisse aus.
Der Ä-Laut fehlt im Neugriechischen und wird durch x ersetzt.
c Jod fehlt im neugriechischen Alphabete, aber nicht
in der Sprache. Der Neugrieche deutet es in der Poesie durch
einen kleinen gekrümmten Querstrich an, durch welchen das t
mit dem folgenden Vocale verbunden wird , izsaoik — sprich
päoja.
V griechisch d und i griechisch 5 fehlen im Deutschen und
Lateinischen. Bemerkenswerth ist die Feinheit in der Unterscheidung
der verschiedenen jr-Laute, indem das Albanesische für jede
denkbare Nüance ein besonderes Zeichen aufstellt. — Alle diese
Nüancen finden sich auch in den deutschen Dialekten zerstreut, sie
werden jedoch sämmtlich durch das ^-Zeichen vertreten. — Das
Vorwort gegen z. B. lautet in den verschiedenen Gegenden
Deutschlands gheghen, ghechen, gliejen, gejen und jejen.
*) Spuren des mb im Lateinischen liefert die Schreibart Decehris
Popejus etc.