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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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klaften  weit.  Der  Emir  Rokn-od-Din  Beibers-el-Dfchäfchegir  Hess
zuerst  diese  Moschee  wieder  hersteilen  und  wies  ihr  das  Einkommen
einiger  Gründe  auf  der  Insel  (Raudha)  und  in  Oberägypten,  so  wie
in  Alexandrien  an,  die  jedes  Jahr  ein  bedeutendes  Einkommen  abwarfen. ­
  Später  ward  diese  Moschee  nochmals  erneuert  und  neu
gepflastert  in  den  Tagen  des  Emirs  el-Melik-en-Näfsir  Hasan  Ibn
Mohammed  Ibn  Kiläün.  Als  ich  diese  Moschee  betrat,  schreibt
unser  Scheich,  fand  ich  daselbst  Greise  der  Borhani,  Ahmedi,  Mutäwwa’i
 1 )  und  Sädi-Derwische,  die  alle  Gott  nach  ihrer  Weise
priesen.  Die  Medreset-el  faclirije 2 )  wird  auch  Medreset-el-Benät
genannt  und  zwar  aus  Folgen  der  Ursache:  ein  Mädchen,  das  keinen ­
  Mann  finden  kann,  begibt  sich  am  Freitage  zur  Zeit  des  Gebetes ­
  in  diese  Moschee  und  sizt  an  einem  besondern  Orte  dort
nieder.  Sind  die  Andächtigen  dann  in  der  ersten  Verbeugung  der
ersten  Rikäa  des  Gebetes  begriffen,  so  geht  sie  zwischen  den  zwei
Reihen  der  Betenden  durch,  dann  findet  sich  alsbald  ein  Mann  für
sie:  man  hat  dies  erprobt.  Endlich  entschloss  sich  unser  Scheich
zur  Abreise  nach  Hidfchäf,  er  kam  mit  mehreren  Beduinen
überein  unter  Einwilligung  des  Scheichs  der  Pilgerkarawane  und
schloss  mit  den  Beduinen  einen  Vertrag  ab,  dass  sie  ihn  bis  nach
Medine  bringen  sollten,  drei  von  den  Beduinen  wurden  unserem
Scheich  als  Begleiter  mitgegeben,  er  miethete  fünf  Kamehle,  auch
sollten  ihn  noch  Reiter  begleiten.  Er  traf  alle  Vorkehrungen  zur
Abreise:  seine  Freunde  und  Bekannten,  so  wie  die  Gelehrten  und
Scheiche  der  Moschee  Dfchami-el-Efher  kamen,  um  von  ihm  Abschied ­
  zu  nehmen;  der  Pascha  gab  ihm  einen  Fermän  an  alle  Beduinen, ­
  Dorfbewohner  und  an  die  Einwohner  vom  Jembu’  mit,  auf
dass  sie  ihm  alle  mögliche  Unterstützung  gewähren  sollten.  So  wie
er  Cairo  durch  das  Bab-efch-Scha’arije  betreten  hatte,  so  verliess
er  es  durch  dasselbe  Thor.  Auf  dem  Wege  kam  man  an  den  Gräbern ­
  der  tscherkessischen  und  anderen  Sultane  und  den  ewigen
Ruhestätten  derselben  vorbei,  daselbst  betete  der  Scheich  und
flehte  Gott  um  Segen  für  die  Weiterreise  an.  Zulezt  erreichten  sie
das  Grab  des  Sultans  Käilbäi,  der  unter  einer  grossen  festgebauten
Kuppel  begraben  liegt.  Hier  stiegen  wir,  erzählt  unser  Scheich,  ab,
            
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