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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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ist  eine  hölzerne  Kuppel.—Hierauf  Legat  ich  mich  in  die  Moschee
des  Sultans  Berkük,,  wo  ein  schöner  Minaret,  auf  dessen  Spitze
eine  Ente  aus  Messing  ist,  von  der  man  behauptet,  wenn  sie  sich  in
der  Richtung  von  Syrien  und  Anatolien  hinwende,  dann  entstehe
Theurung  in  Aegypten;  wenn  sie  sich  aber  in  der  Richtung  von
Cairo  wende,  dann  herrsche  Ueberfluss.  Dann  begaben  wir  uns
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in  die  Moschee  Dfchami-el-Jeschbekije,  so  genannt  nach  dem
Sultan  Jefchbek  Ibn-Mehdi-ed-Dewädär.  Nachher  besuchten  wir
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die  Moschee  Dfchämi-el-Häkim.  Diese  Moschee  war  ehedem  vor
dem  Thore  Bab-el-Futüh,  einem  der  Thore  von  Cairo,  erbaut  ward
diese  Moschee  vom  Emir-ol-Müminin-el-A’fif  Billah  Nifar  lbn  Muifslidin-Illäh,
  vollendet  ward  sie  von  seinem  Sohne  el-hakim  Biemr-Illah.
  Als  der  Emir-el-Dfchojüfch  Bedr-el-Dfchemali  Cairo  erweiterte ­
  und  die  Thore  dort,  wo  sie  noch  heut  zu  Tage  stehen,  erbaute,
kam  diese  Moschee  innerhalb  der  Stadt  zu  stehen,  jetzt  heisst
diese  Moschee  Dfchämi’-el-Häkim  oder  Dfchami-el-Enwer.  Im
Jahre  404  wies  el-Hakim  dieser  Moschee  das  Einkommen  einer
Anzahl  Chane  und  Güter  an.  Diese  Moschee  ward  neu  aufgebaut
im  Jahre  703,  als  sich  ein  Erdbeben  in  Aegypten  ereignete;  alles
erbebte  in  Cairo  und  dessen  Umgebung,  die  Mauern  und  Strassen
krachten  und  die  Erde  bewegte  sich  mit  allem,  was  darauf  war.
Das  Volk  glaubte,  dass  der  Himmel  auf  die  Erde  herabstürzen
wolle,  alles  flüchtete  sich  und  suchte  sich  aus  den  Wohnungen  zu
retten,  die  Weiber  liefen  angstvoll  umher,  überall  hörte  man  Geschrei ­
  und  Wehklagen,  und  jeder  suchte  sich  wo  anders  hin  zu  retten ­
  ;  niemand  war  im  Stande  weder  ruhig  zu  bleiben  noch  zu  fliehen
wegen  der  einstürzenden  Mauern,  fallenden  Dächer  und  Minaretcn.
Das  Wasser  des  Nils  trat  aus  und  warf  die  Schiffe  einen  Bogenschuss ­
  weit  vom  Ufer  weg,  dann  zog  sich  das  Wasser  zurück  und
die  Schiffe  blieben  auf  der  Erde  sitzen,  die  Einwohner  Cairo’s
flüchteten  sich  in  die  Wüste  und  brachten  die  Nacht  vor  den  Thoren ­
  zu;  die  Leute  beteten  den  Donnerstag  und  Freitag,  auch  die
Nacht  hindurch  und  flehten  in  den  Moscheen  zu  Gott.  Unter  anderen ­
  Gebäuden,  die  durch  das  Erdbeben  litten,  war  auch  die  Moschee
des  Hakim,  viele  der  Erkerdieser  Moschee  stürzten  herab,  der
obere  Theil  der  Minarete  war  zerstört,  die  Decken  und  Mauern

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