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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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lol-od-din-is-Söjuti 1 ).  Dieser  ist  in  seiner  eigenen  Grabstätte  begraben, ­
  über  seinem  Grabe  ist  ein  grünes  Kleid  ausgebreitet  und
darüber  eine  schöne  Kuppel  gewölbt.  Hierauf  bewunderte  unser
Scheich  im  Castell  den  tiefen  Brunnen,  der  jetzt  als  Josephs
Brunnen  bekannt  ist,  der  aber  zu  jener  Zeit  Halesun 3 )  genannt
ward  ,  dieser  Brunnen  ward  vom  Sultan-el-Ghüri  mit  ungeheuren
Kosten  gegraben.  Eine  andere  Wasserleitung  führt  auf  festen  gewölbten ­
  Bogen  der  Citadelle  das  Wasser  des  Nils  zu,  das  mit
Wasserrädern  aus  dem  Nil  in  die  Wasserleitung  hinaufgezogen
wird;  viele  Fonds  sind  zum  Unterhalt  dieser  Wasserleitung  vom
Sultan  el-Ghüri  angewiesen.  Der  Scheich  besuchte  hierauf  einen
Ort  im  Castell,  Kafsr  Jusuf,  d.  i.  Josephs  Schloss  genannt,  wo
das  Kleid  der  Käbe  gewebt  wird.  Die  Einschlagfäden  sind  von
Seide,  einer  über  den  andern,  die  Leute  sitzen  auf  einem  Gerüste
oben,  und  andere  auf  Stühlen  unten,  ist  ein  Theil  gewebt,  so  zeigt
sich  die  Schrift  ;  daselbst  sah  der  Scheich  auch  ein  Modell  aus
zugehauenenBretern,  das  an  Grösse  der  Käbe  gleichkam,  um  über
dasselbe  das  Kleid  der  Käbe  auszubreiten.  Diese  Leute  hier  sind
Jahr  aus  Jahr  ein  so  beschäftigt;  daselbst  webten  sie  auch  ein
Kleid  für  das  Grab  Abrahams,  das  innerhalb  des  Steines  Abrahams
in  der  Nähe  der  Käbe;  ferner  weben  sie  daselbst  längliche  Teppiche, ­
  die  den  gewöhnlichen  Bet-Teppichen  ähnlich  sind,  mit  vielfarbigen, ­
  darauf  abgebildeten  Gebetnischen,  diese  Teppiche  hängen
aber  zusammen  und  werden  in  der  Moschee  von  Mcdiun  ausgebreitet. ­
  Zunächst  besuchte  nun  unser  Scheich  die  Gräber  der
Scheiche,  die  ihr  Leben  in  der  Moschee  Dfcbami’-el-Efher  zugebracht ­
  hatten;  hierauf  das  Grab  des  Sultans  Käitbai,  ober  welchem
eine  grosse  Kuppel.  An  dem  oberen  Theile  des  Grabes  ist  die
Fussspur  des  Propheten  in  einem  Felsenstücke  zu  sehen,  darüber
ist  eine  schöne  Kuppel  aus  reinem  Silber,  das  vergoldet  ist.  Diese
Fussspur,  sagt  unser  Scheich,  küsste  ich  und  flehte  dabei  um
Gottes  Segen.  An  der  nördlichen  Mauer  ist  das  Grab  der  Frau  des
Sultans  Kaitbäi  und  über  ihrem  Grabe  ist  ebenfalls  auf  einem  Felsenstücke ­
  die  Fussspur  des  Abraham,  und  ober  diesem  Felsstücke

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