Unser Scheich besuchte hierauf die Moschee des Scheichs
Schähin-ed-Demirdafchi, der im Jahre 954 starb, der Sultan erbaute
über seinem Grabe den Dom und wies viele fromme Stiftungen zum
Unterhalt desselben an. Unser Scheich begab sich nun zum Grabe
des U’kbet Ibn - ’Amir - ifs - Sfahäbi. Newewi sagt in seinem
Werke Tehfib-el-Esmä: U’kbet-Ibn-’Amir wohnte in Damaskus,
sein Haus stand in der Nähe der Brücke Kantaret-Sinan am Bäb-Tüma,
hierauf bewohnte er Cairo und verwaltete Aegypten für
Moäwijet Ibn Ehi Sofjän im Jahre 44. Er starb und ward daselbst
im Jahre 58 begraben, er wohnte der Eroberung von Damaskus
bei und war der Bote , der dem Chalifen Omer Ibn-el-Chattab
die Nachricht von der Eroberung von Damaskus in sieben Tagen
nach Medine überbrachte. Ueber seinem Grabe ist eine Moschee
erbaut, auf dem Grabe hängen Schild und Schwert. Nachdem unser
Scheich mehrere Tage in Gesellschaft gelehrter und angesehener
Männer zugebracht hatte, begab er sich nach Buläk und
besichtigte daselbst die Moschee Dfchämi-es-Sinänije; daselbst
predigte gerade ein Prediger, machte aber dabei stets Fehler gegen
die richtige Aussprache. So oft er nun einen solchen Fehler machte,
sagt unser Scheich, sah ich meinen Begleiter an und lächelte. Der
Prediger aber glaubte, es geschehe aus Bewunderung seiner Beredtsamkeit.
Wir begaben uns von da fort in die Derwischzelle Säwijet-el-Kefchenije,
Siehe, da trat unser Prediger ein, der noch
immer im Glauben lebte, er hätte Beifall gefunden. Er erzählte,
dass er das Predigeramt mit noch eincpi Andern theilen müsse, der
dieser Stelle nicht würdig sei, er sei natürlich besser dazu geeignet,
so sprach er fort, bis ihn zuletzt einer der Anwesenden aufklärte
und ihm seine Fehler in der Predigt und in dem Gebete
vorwarf. Der Prediger entschuldigte sich damit, er sei zerstreut
gewesen, da er früher Hafchifch genossen habe. Er fing nun an
spasshaft zu werden, begann sich komischer Worte und trivialer
Ausdrücke zu bedienen, bis ihn die Anwesenden zuletzt fortjagten.
Wir aber wunderten uns ob dieses Ereignisses, das kaum glaublich
scheint. Unser Scheich besuchte nun auch die Moschee des Sultan
Hasan Ibn Mohammed Ibn Kilaün. Makrifi sagt: Diese Moschee
Sitab. d. philos.-histor. CI. Jahrg. 1850. II. Dd. V. Ilft. 48