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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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und  Taschenspielerkunst  beschäftigen.  Hierauf  besuchten  wir  auf
der  Grabstätte  Karate  das  Grab  der  Sejidet-en-Nefise,  Tochter
des  Hasan  Ibn-ef-Seid  Ibn-il-Hasan  Ben  Äli  Ibn-Ebi-Talib.  Als
wir  ihr  Grabzimmer  betraten,  fanden  wir  es  mit  Frauen  angefüllt ­
  und  eine  von  ihnen  las  mit  lauter  Stimme  ihnen  den  Koran  vor.
Unser  Scheich  besuchte  nun  noch  verschiedene  Gräber  berühmter ­
  Gelehrter,  worunter  auch  das  Grab  des  Imam’s  Schafii.
Das  Grab  besteht  aus  einem  hohen  Dome,  der  an  Festigkeit  des
Baues  seines  Gleichen  sucht.  Das  Grab  des  Schafii  ist  auf  der
nördlichen  Seite.  Makrisi  berichtet,  dass  der  Erbauer  des  Domes
des  Schafii  der  Sultan  Ibü’-l-Mäali  Mohammed  Sahir-ed-Din  *)
Ibn-es-Sultan  Snif-ad  Din  Ebi  Bekr  Ben-Ejjüh  gewesen  sei,  die
Kosten  des  Baues  hätten  sich  auf  50,000  ägyptische  Dirheme
belaufen.  In  demselben  Dome  ist  das  Grab  des  Sultans  el-Melik-C

el-A(if  Osman  Ibn-es-Sultan  Ssalläh-id-Din  Jusuf  Ibn-Ejjub,  so
wie  das  Grab  seiner  Mutter  Schemse.  Nicht  weit  von  diesem
C
Grabe  ist  das  Grab  des  Scheichs  Omer  Ibn-el-Färidh.  Sein  Vater
stammt  aus  Hamah,  von  wo  er  sich  nach  Cairo  begab,  daselbst
siedelte  er  sich  an  und  vertrat  vor  Gericht  die  Erbansprüche  der
Frauen 2 )  gegen  die  Männer,  wovon  er  den  Nahmen  Färidh  erhielt.
Ihm  ward  in  Cairo  sein  Sohn,  von  dem  hier  die  Rede  ist,  geboren ­
  im  Monate  Si’l-Ki’de  566  oder  556,  unter  der  Aufsicht
seines  Vaters  wrnchs  er  heran  in  allen  Tugenden,  studirte,  als  er
grösser  ward,  die  Rechtswissenschaft  nach  den  Grundsätzen  der
Schäfiiten,  erlernte  die  Ueberlieferungen  vom  Häiif  Ihn  Asäkir
und  dem  Häfif-el-Mondiri 3 ),  hierauf  ergab  er  sich  dem  zurückgezogenem ­
  Leben  und  der  Lehre  der  Schüfi  und  widmete  seine
ganze  Zeit  der  Meditation  und  Beschaulichkeit.  Zuletzt  bat  er
seinen  Vater  um  die  Erlaubniss  zu  einer  Reise,  begab  sich  in
den  zweiten  Gebirgsarm  des  Dbhebel-el-Mukattam,  hielt  sich  bald
in  Höhlen,  bald  in  den  verlassenen  Moscheen  der  Karafe  auf,  in

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