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II. Fortsetzung von dessen Auszügen aus den
Reisen des Scheichs Abd-ol-Ghanij-in-Näbolsi.
Zweite Abtheilung: Reise in Aegypten.
Unser Scheich zog von Ghasa fort, bis er die nächste Station,
ein kleines Schloss, Chan Junis 1 ) genannt, erreichte. Im
Innern des Chans ist eine schöne Moschee mit Gebetnische und
Predigerkanzel, worauf folgende zwei Distichen geschrieben standen
, die unser Scheich als glückliches Anzeichen für seine
weitere Reise ansah:
In allen Landen ist das Glück zu Hause
Und Hain und Auen schön und wunderbar;
Doch überall ist’s Täuschung' bloss: nur in
Aegypten ist das Glück beständig, wahr.
Nach dem Abendgebete zogen sie unter Anführung eines
Bawädi-Beduinen weiter, dessen Name Hasb-Allah war. Der Weg
führte durch ebenes, sandiges Land bis zu einem Orte in der
Wüste, der ef-laka a ) heisst, wo aber weder ein Dorf noch sonst
eine menschliche Wohnung ist, sondern bloss ein Brunnen mit
brackigem Wasser, dabei steht eine weisse Kuppel, unter welcher
der Scheich Soweijid 3 ), ein heiliger Mann aus den Bawädi-Beduinen,
begraben ist, der bei den Beduinen in so grossem Ansehen
steht, dass sie Gold, Silber und Schmuck und andere Habseligkeiten
bei seinem Grabe zur Aufbewahrung niederlegen; das
Thor seines Grabzimmers ist immer offen, doch wagt Niemand
Etwas zu entwenden, seine Grabstätte ist ein Zufluchtsort für
die Bedrängten und die von der Blutrache Verfolgten. Hier ward
etwas Halt gemacht und dann wieder bis Sonnenuntergang forlgeritten,
wo dann einer von der Gesellschaft den Ruf zum Gebete
erschallen liess und alle in Gemeinschaft beteten, denn es
ist eine Ueberlieferung des Propheten: „Das Gebet in Gemeinschaft
ist fünfundzwanzig einfache Gebete werth, wird es aber
noch in der Wüste gebetet und alle Verbeugungen (Rikä) und
z )
3 )