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heitsschrift Lei der Doctors-Disputation seines Schülers im Theresianum
Johann N. von Aichen. In den bei dieser Disputation
anfgestellten Thesen findet sich (aus der Reichsgeschichte, dem
gemeinen und deutschen Lehn-Rechte, und dem deutschen Staats-Rechte)
folgende (1): ,,Die Chur-Würden sind nicht unter K.
Friedrich I., sondern wahrscheinlich unter Otto IV. aufgekommen,
und von Rudolph I. an, führen sie ein ausschliessendes Wahl-Recht
mit sich.” — Mit dieser These verträgt sich das Majas
nicht. — Was Dolliner darüber dachte, hat er meines Wissens
nicht öffentlich ausgesprochen. —
Derselbe liest die Mittheilung des corresp. Mitgl. Hrn.
Prof. Dr. Schüller in Hermannstadt: „lieber die letzte
General - Versammlung des Vereins für siebenbürgische
Landeskunde in Hermannstadt, 1850.”
Die ehrende Theilnahme , welche die kaiserliche Akademie
der Wissenschaften den Bestrebungen des Vereins für siebenbürgische
Landeskunde, die Vorzeit und Gegenwart eines in
vieler Beziehung noch sehr wenig durchforschten Kronlandes der
österreichischen Monarchie aufzuhellen, gewürdigt hat, lässt den
unterfertigten Berichterstatter über die am 18. 19. und 20. September
1. J. in Hermannstadt abgehaltene Generalversammlung
desselben mit Recht hoffen, dass auch die Kunde von der nach langer
und trauriger Unterbrechung wieder begonnenen Thäligkeit
dieses Vereines den Männern, deren höchste Aufgabe die Pflege der
Wissenschft ist, willkommen sein werde.
Es ist sehr erfreulich, diesen Bericht mit der Thatsache eröffnen
zu können, dass das Interesse an dem Vereine in den Fluthen
eines verheerenden Bürgerkrieges nicht untergegangen ist.
War auch die diesjährige Generalversammlung nicht gerade so
zahlreich besucht, als einige der früheren, so lag doch die Ursache
davon in der Ungunst von Wind und Wetter, der gegenwärtigen
Theurung aller Lebensbedürfnisse in Siebenbürgen, nicht aber in
der Gleichgiltigkeit gegen den Vereinszweck; vielmehr ist in allen
Theilen Siebenbürgens und des Sachsenlandes der Entschluss des
Vereinsausschusses, das begonnene Werk rüstig fortzusetzen, mit
froher Begeisterung vernommen worden.