Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

806

E,  und  in  der  zweiten  Hälfte  nach  dem  ebenfalls  weichen  Buchstaben ­
  Dal  und  Lam  als  A  auszusprechen,  und  Seifuddaula
statt  S  eiff  o  dd  e  w T let  oder  S  eiffeddew  1  et  zu  schreiben;
die  Beibehaltung  des  E  im  arabischen  Artikel  el  ist  der  Umlautung ­
  desselben  in  ol  (um  den  Nominativ  anzuzeigen)  vorzuziehen;
endlich  ist  es  ein  ganz  unglücklicher  Gedanke,  den  arabischen
Buchstaben  welcher  nach  den  europäischen  Grammatikern
wie  das  englische  th  ausgesprochen  werden  soll,  von  den  Arabern ­
  aber  immer  entweder  als  scharfes  s  oder  t  ausgesprochen
wird,  mit  Is  ersetzen  zu  wollen,  indem  der  Araber  eben  so  wenig
im  Stande  ist,  ein  ts  als  ein  3  auszusprechen.  Die  Franzosen  haben
sehr  Becht,  ihr  s  für  den  Ausdruck  des  weichen  f  zu  wählen,  aber
eben  so  Unrecht  haben  die  deutschen  Orientalisten,  für  das  weiche
se  z  zu  setzen,  indem  die  arabische  Sprache  den  Z-Laut  nicht
kennt.  Mehr  hierüber  nach  der  Erscheinung  des  ganzen  Werkes.
Herr  Regierungsrath  Chmel  liest  einen  Aufsatz:  „Eine
Hypotlies  e”.
Zu  den  erfreulichen  Früchten  unseres  „Strebens”  gehört  ohne
Zweifel  die  sich  nach  und  nach  kundgebende  Geneigtheit,  „akademische ­
  Publicationen”  zum  Gegenstände  der  Discussion  und  kritischen ­
  Erörterung  zu  machen;  reichlichen  Stoff  bietet  vor  vielen ­
  andern  Dr.  von  Meiller’s  Werk:  „Regesten  zur  Geschichte ­
  der  Markgrafen  und  Herzoge  Oesterreich’s
aus  dem  Hause  Babenberg”  dar,  durch  welches  unserer  im
Argen  liegenden  älteren  Landesgeschichte  eine  neue  Grundlage
gegeben  werden  kann.
Ich  sage  absichtlich  :  kann,  denn  diese  Regesten,  deren
Werth  und  Verdienst  die  Geschichtsforscher  gewiss  anerkennen
werden,  sind  nur  ein  Theil  jenes  Materials,  aus  dem  eben  die
neue  Grundlage  gewonnen  werden  soll.  Wird  nun  entweder  durch
Dr.v.  Meill  er  selbst  oder,  wie  wir  wünschen  und  hoffen,  durch
mehrere  rüstige  und  umsichtige  Geschichtsforscher  fortgefahren,
theils  bereits  vorhandenen  Stoff  übersichtlich  zu  machen,  theils
aber,  wo  möglich,  ganz  neuen  bisher  unbekannten  oder  unbenützten
herbeizuschaffen,  so  wird  diese  neue  Grundlage  unserer  Geschichte
früher  oder  später  zu  Stande  kommen.  —  Aber  es  wird  dazu  die
ernsteste  und  unermüdlichste  Thätigkeit  erfordert,  es  ist  ein
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.