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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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liehen  Wegen  gelegene  Stellen  mit  Vorliebe  zu  Grabstätten),  entdeckt ­
  einen  Schatz;  er  schlägt  den  Ochsen  mit  dem  er  eben  geackert ­
  hat  nieder,  und  verbirgt  iu  dessen  Cadaver  einen  Theil  des
Fundes  61 ).
Der  h.  Evnrtius,  Bischof  von  Orleans,  legt  beim  Erweiterungsbau ­
  der  dortigen  Kirche  selbst  mit  Iland  an,  kaum  hat  er  drei
Fuss  tief  gegraben,  so  zeigt  sich  ihm  ein  verpichter  Topf;  eröffnet,
i'indet  sich  ein  reicher  Inhalt  von  wohl  erhaltenen  Neronischen
Münzen  vor  <J ).
Maurin,  Bischof  von  Auxerre,  brachte,  um  wieder  seinen
Bischofssitz  zu  erlangen,  Karl  dem  Grossen  eine  Geldsumme  dar,
die,  wie  man  sagte,  Maurin  in  dem  Thurme  der  Brunhild  gefunden
haben  soll 6S ).
Als  Ludwig  der  Fromme  (y  S40)  in  Frankfurt  und  Regensburg
neue  Kirchen  auffflhren  liess,  trug  man,  um  Baumaterial  zu  gewinnen, ­
  die  Stadtmauer  ab;  bei  dieser  Demolirungstiess  man  auf  alte
Gräber,  in  welchen  sich  beträchtliche  Mengen  Goldes  vorfanden 64 ).
Als  Kaiser  Romanus  II.  (959  —  963)  einen  Sommerpalast
anffuhren  lässt,  finden  die  Arbeiter  einen  marmornen  Ochsenkopf,
sie  werfen  ihn  in  den  Kalkofen 6i> ).  An  diesen  Fund,  gleich,  wie  leicht
bemerkbar,  an  mehreren  der  früheren,  knüpfte  das  Volk  den  Faden
seiner  Sage.  So  soll  nach  der  Calcinirung  jenes  marmornen
Ochsenkopfes  im  römischen  Reiche  die  Rinderpest  ausgebrochen
sein,  die  nie  wieder  gänzlich  erlosch’').
Das  Grab  des  Kaisers  Maximian  wird  gefunden,  und  der
Leichnam  (des  Christenverfolgers)  ins  Meer  geworfen**).
Der  Abt  Edrnar  (S.  X.  in.)  lässt  Baumaterial  aus  den  Trümmern ­
  des  alten  Verulam  herbeibringen,  die  dabei  Beschäftigten
finden  bei  ihren  Nachgrabungen  wohlgeformte  Töpfe  und  Urnen,
s )  Wahrscheinlich  glaubte  man,  dass  durch  jenen  Glühprocess  die  in  dem
idolisehen  Odhsenkopfe  gebundenen  Damone  frei  geworden  wären.
Circa  igitur  hec  tempora  (1047)  apud  Maxiiiam  emtatem  sep  ulchrum
einsdem  Maximian!,  christianonm  amgens  perseentor,  inventurn  est  —
ad  caput  —  eins  poco3a  erat  anro  aurizo  plena  balsami.  Ipse  vero
in  Locello  plumbeo  «paiescebat,  in  qnodarn  labro  exmarmore  camdidissimo,
  cum  literis  anreis  desnper  scriptis.  Nam  consilio  Rainbaldi
arcMepiscopi  Arelatensis  et  ceteris  fidelibus  aetnm  est,  it  in  mari
magno  cnm  t  o  t  i  s  1  a  b  r  i  s  i  a  cta  r  e  t  »nr,  Cbrom.  Nova!.  (c.  1048)  ap-Ports.
  M.  Gr®,  9.  126  1.  46.
            
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