Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

759

in  Constnntinopel  Gliedmassen  von  Statuen  und  andern  Thiergestalten ­
  ,  unter  dem  Vorgeben  sie  ausgegraben  zu  haben,  zum
Kaufe  angeboten  54 ).
Die  Siebenschläfer,  die  unter  dem  Christenverfolger  Decius
in  Schlaf  gesunken  waren,  senden  bei  ihrem  Erwachen  unter
Kaiser  Theodosius  einen  der  Ihren  zum  Broteinkaufe  aus.  Als
dieser  dem  Verkäufer  eine  Decius’sche  Münze  darreicht,  erregt
er  alsogleich  den  Verdacht,  einen  „schätz  der  alten  Keiser”
gefunden  zu  haben  55 ).
Dem  König  Guntram  träumt,  dass  er  über  eine'eiserne  Flussbrücke ­
  in  einen  Berg  gegangen  sei,  in  welchem  grosse  Schätze
ihm  entgegen  blinkten;  erwachend  lässt  er  alsogleich  an  jenem
Orte  nachgraben  und  sieht  die  Wahrhaftigkeit  seines  Traumes  auf
das  Glänzendste  bewährt  5 “).
Der  h.  Benedict  (f  543)  lässt  einen  Brunnen  graben,  man
stosst  bei  dieser  Arbeit  auf  ein  ehernes  Götzenbild,  das  man  in  die
Küche  wirft 57 ).
Als  die  Mittel  des  h.  Abts  Lupicinus  nicht  ausreichen,  die
grosse,  um  ihn  sich  sammelnde  Klostergemeinde  zu  erhalten,  offenbart ­
  ihm  Gott  einen  Ort,  an  dem  er  einen  alten  Schatz  vergraben
findet*).
Kaiser  Tiberius  (f  5S2)  bemerkt  im  Palast  eine  mit  einem
Kreuz  bezeichnete  Steinplatte,  sie  wird  aufgehoben  und  bei
tieferem  Nachgraben  findet  sich  ein  ansehnlicher  Münzschatz  58 ).
Der  h.  Rudprecht  entdeckt  auf  der  Stätte  des  vormaligen
Juvaviä’s  die  zahlreichen  von  Strauch  und  Baumwerk  überwucherten
Trümmer  seiner  ehemaligen  Bauherrlichkeit 59 ).
Sechzehn  Jahre  (695)  nach  ihrem  Tode  soll  Aediltryd’s
Leiche  in  ein  neues  Grab  versetzt  werden.  Man  sucht  einLeichenbehältniss,
  und  findet  nahe  der  verödeten  Stadt  Grantacaestir  einen
marmornen  Sarkophag  60 ).
Ein  Kriegsmann,  der  sein  nahe  an  der  Strasse  gelegenes
Feld  bearbeitet  (bekanntlich  wählte  man  im  Alterthume  an  öffeut-*)

  Lupicinus  abbas  cum  minus  haberet  unde  tantam  sustineret  congregationein,
  revelavit  ei  Deus  locum  in  ererno,  in  quo  antiquitus  thesauri
  reconditi  fuerant:  ad  quem  locum  accedens  solus,  aurum
argentumque,  quantum  levare  poterat,  monasterio  inferebat.  Gregor.
Tur.  ((  595)  Vit.  Patr.  op.  cl.  1148.  b.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.