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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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nen  Besitz  wurde  gerungen,  gekämpft"),  und  der  Versuch  seiner
Rettung  oft  mit  dem  Leben  bezahlt.  Aripert  flüchtet  mit  seinen
Kostbarkeiten  schwimmend  über  den  Ticino,  und  niedergesenkt
von  der  goldenen  Last  findet  er  den  Tod  in  den  Wellen 50 ).
König  Amalrich,  der  bei  verlorner  Schlacht  nach  Spanien  zu  flüchten
sich  anschickt,  hat  bereits  ein  Schiffbestiegen,  als  ihm  beifällt,  in  seinem ­
  Schatze  kostbare  Edelsteine  zurückgelassen  zu  haben.  Er  kehrt
um,  und  erreicht  von  den  feindlichen  Kriegern,  fällt  er  unter  den
Streichen  ihrer  Schwerter 51 ).  Wir  werden  hiermit  in  den  archäologischen ­
  Kalender  einen  königlichen  Gemmen-Märtyrer  roth  einzuschreiben ­
  haben.
Durch  hier  Vorgebrachtes  suchten  wir  des  Nähern  zu  erhärten, ­
  dass  in  den  Schätzen  des  Mittelalters  sich
aus  classischer  Zeit  stammende  Kleinodien  erhalten
hatten,  und  dass  daher  bei  S  chat  z  v  erg  r  abung  en  jener ­
  Periode  oder  bei  Bestattungenvon  Leichen,  denen
man  Kostbarkeiten  beilegte,  vielfach  auch  Antiquitäten ­
  in  die  Erde  mitversenkt  wurden.
Kehren  wir  nun  wieder  zu  den  Zeiten  Gothis-Vandalisch-Hunischer
  Invasionen  zurück.  Damals  hatte  die  Plünderungsfurcht ­
  unter  die  europäische  Erde  ein  kleines  Californien  abgelagert, ­
  das  später  Manchem  an  der  Hand  des  Zufalls  den  einen
oder  andern  seiner  Schätze  erschloss.
Valerius,  Präfect  in  Thracien  unter  Kaiser  Constantius,
erhält  Nachricht  von  entdeckten  Kostbarkeiten.  Er  begibt
sich  dahin  und  findet  bei  weiterem  Nachgraben  drei  silberne
Bildsäulen.  Es  scheint,  bemerkt  der  Berichter  dieses  Fundes,
dass  diese  Statuen  gegen  die  barbarischen  Völker  eingeweihet
gewesen  waren,  denn  nach  Entfernung  dieser  Bildsäulen  brachen ­
  die  Gothen  in  Thracien  ein  52 ).
Ein  Hirt  bemerkt,  dass  eine  seiner  Kühe  verwundet  sei,  er
verfolgt  die  Spur  des  Blutes,  und  findet  ein  Schwert,  das  er
als  das  des  Mars,  Attila  zum  Geschenke  bringt;  in  dessen  Besitze ­
  hält  sich  die  Geissei  Gottes  für  unbesiegbar  53 ).
Nach  Theophanes  (-}-  818)  Bericht  hatte  im  Jahre  499  ein
Chemiker  aus  Antiochien,  Namens  Johannes,  den  Goldarbeiten!

*)  s.  Anm,  16,  70,  73,  77  etc.
            
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