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den begabt; diese waren die Riesenkinder der Natur im jungfräulichen
Zustande, jene sind die Missgeburten einer verderbten
Natur.”
Und nun der Schluss dieses Meisterstückes von Beredsamkeit
:
„Mirabeau hat schon die Verwandlung derer, die ein bleibendes
Andenken zurückgelassen, durchgemacht: er hat sich aufgerichtet,
in der ganzen Höhe der Zeit, die ihm heute als Fussgestell dient,
man sieht nicht mehr den wirklichen, sondern den verklärten
Mirabeau, den Mirabeau, wie ihn die Maler als das Symbol oder
den Mythos seiner Zeit dargestellt; so wird sein gefälschtes Gemälde
um so mehr wahr. Von so vielen berühmten Namen, von so
vielen Begebenheiten, von so vielen Ruinen werden nur drei Männer
übrig bleiben, deren jeder an einen der grossen staatsumwälzenden
Zeitabschnitte gehaftet. Mirabeau für die Aristokratie, Robespiere
für die Demokratie, Bonaparte für den Despotismus, die
Monarchie geht leer aus und Frankreich hat theuer drei Ruhmesposaunen
bezahlt, welche die Tugend nicht anerkennen kann 1 ).
Aus dieser Schilderung und aus den obigen , im Fluge berührten,
vom Verfasser der Lebensbeschreibung mit Treue Und
Geschicklichkeit zusammengestellten Thatsachen geht hervor, dass
grosse Beredsamkeit, hochfliegender Genius , weit umfassende politische
Kenntnisse, wenn gebrandmarkt durch Unsittlichkeit, Bestechlichkeit
und öffentliche Missachtung, den Beherrschten das
dem Staatsmanne zur Erreichung seiner hohen Zwecke nöthige
Vertrauen nicht einflössen, und dass grosse Geschäftstüchtigkeit,
strenge Rechtlichkeit und ein edler und fester Charakter der
Staatslenker weit mehr geeignet sind, zur Sicherung des Völkerwohles
in der Gegenwart und zur Erwerbung eines bleibenden
guten Namens in der Zukunft.
") Memoires tl’oulrc-tombo, pur M. le Vicomte Chateaubriand. T. II.
p. 77 — 66.
Sitzb. a. philos.-hist. CI. Jahrg, 1850. II. Bd. IV. Heft.
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