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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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dien  Meinung,  auf  die  Wahlkörper  und  das  Volk  einzuwirken,
nämlich  durch  Briefwechsel,  durch  die  Presse,  durch  einen  Verein
angesehener  und  einflussreicher  Männer  ;  er  behielt  sich  das  Ministerium ­
  der  auswärtigen  Angelegenheiten  vor,  und  wollte  in
dieser  Stellung  Alles,  was  sich  durch  Tüchtigkeit  auszeichnete,
um  sich  versammeln,  „und  sich  mit  einer  Strahlenkrone  von  Talenten” ­
  umgehen,  die  Europa  blenden  sollten.  In  dem  erhaltenden
Sinne  solcher  an  die  Königin  und  den  König  gerichteten  Eingaben
sprach  er  sich  ohne  sein  Geheimniss  zu  verrathen  in  der  Nationalversammlung ­
  aus;  er  erklärte  sich  dafür,  dass  die  Formel  von
Gottes  Gnaden  beibehalten,  dass  die  Civilliste  nicht  jährlich,
sondern  für  die  ganze  Regierungsdauer  bestimmt  werden  sollte.
Er  schrieb  an  den  Bailly:  „Gleich  Ihnen,  mein  theuerer  Oheim,
war  ich  immer  überzeugt,  und  hin  es  jetzt  mehr  als  ehe  ,  dass  das
Königthum  der  einzige  Rettungsanker  ist,  der  uns  vor  Scliiffbruch
bewahren  kann.  Mit  La  F  a  y  e  t1  e,  dem  er  nur  beschränkte  Fähigkeiten ­
  zugestand,  und  von  dem  er  zu  sagen  pflegte:  „La  Fayette
hat  ein  Ileer,  aber  mein  Kopf  ist  auch  eine  Machtund  welcher
republikanische  Einrichtungen  nach  amerikanischem  Muster  vorläufig ­
  noch  mit  monarchischer  Spitze  anstrebte,  war  er  zerfallen,
und  noch  mehr  mit  dem  Herzog  von  Orleans,  seit  dem  Ausrufe ­
  :  „Er  ist  feig  wie  ein  Lakay,  ein  Hundsfott  ist  er,  und  die
Mühe  nicht  wert!),  die  man  sich  um  ihn  gibt.”  —  Am  Tage,  wo
Orleans  nach  England  abreisete,  legte  Mirabeau  der  Nationalversammlung ­
  ein  Gesetz  gegen  die  Zusammenrottungen  vor.  In
einem  vom  1.  December  datirten  Briefe  erklärte  er  sich  nicht  abgeneigt ­
  als  Gesandter  nach  Konstantinopel  zu  gehen  ,  zugleich
schilderte  er  die  Lage  der  Dinge  mit  den  folgenden  sehr  merkwürdigen ­
  Worten,  welche  aber  weniger  auf  revolutionäre  Zustände,
als  auf  den  Zustand  der  Dinge,  welcher  Revolutionen  herbeiführt,
anwendbar  sind:  „Die  Monarchie  ist  viel  mehr  in  Gefahr, ­
  wei  1  man  nicht  regiert,  als  weil  man  conspirirt.”

Die  oben  erwähnte  lange  und  herrliche  Denkschrift 1 ),  in  welcher ­
  Mirabeau  seine  Ansichten  über  die  Verbesserung  der  Ver-!

  I  II  presentu  un  lang  et  magnifique  Memoire,  oü  il  deeeloppait  un  plan
de  conduite  a  tenir  et  de  combinaisons  a  derouler,  pour  reconstruire
            
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