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allgemeinen deutschen Bibliothek und der berlinischen Monatsschrift,
auf der Rückreise nach Paris lernte er zu Braunschweig
den Schriftsteller Mauvillon kennen, dessen politische Grundsätze,
besonders in Bezug auf Staatsverwaltung und Staatswirthschaft,
mit den seinen übereinstimmten, und dem er vorzüglich alle
Kenntnisse dankte, die er sich über deutsche Zustände verschaffte.
Zu Paris wurde er durch den Abbe vonPerigord unterstützt,
damals noch sein Freund, der ihm aber später die Veröffentlichung
der geheimen Correspondenz von Berlin nicht verzieh *) ;
aber schon ein Jahr hernach schildert ihn TVlirah eau in einem
Schreiben an den Grafen d’Entraigu es als einen niederträchtigen
Ränkeschmied mit den Worten: „Sehmutz und Geld ist’s,
was er braucht. Um Geld hat er seine Ehre und seinen Freund
verkauft; um Geld würde er seine Seele verkaufen, und mit Recht,
denn er würde Gold eintauschen für Mist.”
Die von Herrn Dr. Pipitz gelieferten Auszüge dieser Denkschrift,
dann die Schilderungen Friedrich’s II. und seines Nachfolgers
Friedrich Wihelm’s, und aus der diesem am Tage
seiner Thronbesteigung übergebenen Denkschrift, so wie die scharfen
Züge, mit denen Mirabeau die Portraite der damaligen einflussreichen
preussischen Staatsmänner umriss, gehören zu den
anziehendsten des vorliegenden Werkes. Die von Mirabeau dem
König am Tage seiner Thronbesteigung überreichte Denkschrift
diente später der von Gentz zum Vorbild. Der Verfasser der Lebensbeschreibung
ergänzt seine Nachrichten über Mirabeau’s
zweiten Aufenthalt in Berlin durch das in den Briefen Rachel’s
gelieferte Portrait seiner äusseren Erscheinung; zu diesem dient
als Seitenstück das in den Memoiren von Henriette Herz 3 ) , die
aber erst in diesem Jahre erschienen und von denen also Herr Dr.
Pipitz noch keine Kenntniss haben konnte.
Henrietten Herz missfiel an Mirabeau, „die breiteste Nase,
der grösste Mund, die dicksten und wulstigsten Lippen,” sie vergass
aber seiner Pockennarben wann er sprach, und lässt seiner
grossen Eleganz in leidenschaftlicher Rede vollkommene Gerechtigkeit
widerfahren. Da wir hier zweier Frauen , welche freilich
*) Memoires de Mirubc.au pur Montigny V. p. 273.
s ) Memoiren von Henriette Herz von Fürst. Berlin 1850. S. 133.
Sitzb. d. phil. hißt. CI. Jahrg, 1850. II, Bd, IV. Htt.
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