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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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losig’keit  des  Polizeibeamten  Manuel  (erst  des  Hebels,  dann  des
Opfers  der  französischen  Revolution)  der  Oeffentlichkeit  übergab,
für  welche  derselbe  niemals  bestimmt  war.  Wiewohl  in  den  späteren ­
  Ausgaben  einige  der  ärgerlichsten  Stellen  wegblieben,  so
athmen  doch  viele  der  darin  beibehaltenen  nur  den  Geist  der  sinnlichsten ­
  Wollust,  während  andere  die  Ausbrüche  flammender  Leidenschaft ­
  und  Stylmuster  der  glühendsten  Liebe.  Der  Verfasser
der  Lebensbeschreibung  hat  einige  der  schönsten  und  in  sittlicher
Hinsicht  ganz  unverfängliche  Stellen  ausgewählt,  eine  Blumenund
  Fruchtlese  von  Rosen  und  Pfirsichen,  an  denen  die  Uebersetzung
  (wie  dies  bei  jeder  Uebersetzung  der  Fall)  nur  den  frischen
Glanz  und  den  von  der  Natur  angehauchten  Duft  verwischt.
In  den  Satz-und  Process-Schriften,  welche  Mirabeau  theils
zur  Verlheidigung  wider  seinen  Vater,  theils  wider  die  Ankläger
des  Gemahlinraubes  verfasste  ,  übte  er  sich  zum  grossen  Redner
ein,  als  welcher  er  später  in  der  Nationalversammlung  auftrat;
als  solcher,  als  eigennütziger  Geldfrass  und  als  Advocat,  dem  alle
Mittel  um  seinen  Process  zu  gewinnen  gleichgültig,  bewies  er  sich
auch  in  dem  wider  seine  rechtmässige  Gemahlin  geführten  Rechtshandel, ­
  deren  Rückkehr  er  bloss  wegen  der  ihm  dadurch  zufallenden ­
  Geldrente  begehrte,  und  wider  die  er  zuerst  frühere  Briefe,
die  sie  ihm  geschrieben,  als  Beweise  ihrer  Zärtlichkeit,  und  als
er  mit  diesen  seinen  Zweck  nicht  erreichte,  ihre  Liebesbriefe  an
einen  ihrer  Anbeter  vorlegte,  dadurch  aber  eben  die  gerichtliche
Scheidung  herbeiführte  und  der  gewünschten  Vermehrung  seiner
Einkünfte  verlustig  ging.  Nach  dem  Frieden  zwischen  Frankreich
und  Amerika  begab  er  sich  von  seinem  englischen  Freunde  Elliot
(hernach  Lord  Minto),  der  ihm  eine  diplomatische  Anstellung
hoffen  liess,  eingeladen,  in  seinem  dreiunddreissigsten  Jahre  nach
England,  wo  er  den  Betrachtungen  üb  er  den  Cincinnati-Orden
  das  erste  Mal  seinen  Namen  als  Schriftsteller  vorsetzte;
er  genoss  des  Vortheils,  von  Franklin  empfohlen,  von  Chamfort
  in  seinen  literarischen  Arbeiten  unterstützt  zu  werden.  Als
eigentlicher  politischer  Schriftsteller  trat  er  im  selben  Jahre  mit
dem  „Bedenken  über  die  vom  Kaiser  in  Anspruch
genommene  Eröffnung  der  Schelde”  auf,  in  welcher
Schrift  er,  auf  die  Lage  der  belgischen  Provinzen  übergehend,
Joseph’s  II.  Reformen  angriff,  und  die  Mönche  wider  die  Soldaten,
            
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