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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Wann  von  des  Concilii  wegen  ist  irer  begerung  glich  geantwurt  worden  ,  und  ist
darinn  nit  bruchs,  dann  allein,  daz  die  zeit  in  der  antwurt  nit  mit  naraen  gesetzt  ist,
als  auch  ir  begerung  der  nit  inn  beitet,  und  das  sein  heiligkeit  die  genemikeit  der  kung
darzu  notdürftig  zu  sein  meynt  und  erpewt  sich  mit  zu  sein,  die  zu  erwerben  auch  in
annder  wege  als  die  anntwurt  daz  innenhcltet.
Ulf  das  annder  von  der  profession  wegen  ist  von  wort  zu  wort  gnugsamiklich  nach
laut  der  begerung  geantwurt  worden.
Uff  das  dritt  die  beswerung  antreffend  lautet  die  antwurt,  das  derBapst  gern  versorgnusz
  thun  woll  yglichem  des  begerenden,  nach  gelegenheit  und  gestalt  an  den  ennden,
  da  dis  decret  uffgenomen  sind  etc.  alsdann  solich  antwurt  innhelt,  bedunkt  uns
auch  gnugsamiclich  geantwurt.
Uff  das  vierd  von  der  zweier  herren  wegen,  die  newigkeit  antreffend,  haben  sich
die  Bepstlicheq  Senndbotten  erpoten  zu  sagen,  so  die  obgemelten  stuck  abgeredt  weren.
Ob  nu  yemand  solicher  antwurt  nit  für  gnugsam  vex*steen  wolt,  als  wir  dann  ettwas
dauon  reden  hören,  so  ist  uns  ye  von  unserm  gnedigsten  herrn  dem  kunig  beuolhen
gantzen  ernsten  fleis  zu  tun,  das  man  in  den  Sachen  gantze  eyntrechtigkeit  suche  zu
fride  der  kirchen  und  des  Riclis,  auch  unserer  Nacion,  seiner  gnaden  und  seiner  kurfürsten,
  das  wir  auch  zu  thun  willig  sein,  als  verr  wir  mugen.
Und  darumb  so  haben  wir  kunglichen  Machtbotten  auf  ein  mittel  gedacht,  bei  den
Bebstlichen  Botten  alhie  oder  ob  sie  villeicht  des  nit  gewalt  hetten  bei  dem  Babst  selbst
zu  suchen  oder  zu  erwerben.
Zum  ersten  von  des  Concily  wegen  etc.  Das  sein  heiligkeit  an  einer  aus  den  fumff
Steten  im  benant,  in  czehen  monden  nach  der  erklerung  seiner  heiligkeit  getan  ,  ein
gemeyn  Concilium  zu  frid  und  c^inikeit  und  anndern  notdurften  der  heiligen  Kirchen,  in
achtzehen  monden,  die  vorgemeldten  czehen  on  mittel  volgende  anzuheben  beruffe  und  zu
•erlangen,  ob  darzu  ander  Nation  kung  und  fürsten  genemikeit  sollen  die  egemellen  czehen ­
  mohde  vorgeen.  Ob  aber  solich  genemkeit  nit  mocht  erlangt  werden,  dass  dannoch
sein  heiligkeit  in  den  zehen  monden  nach  dem  tag  der  erclerung  an  einer  anndern  stat,.
also  das  die  constitutiones  und  gesetze  in  dem  concily  zu  Costentz  darüber  gemacht
gehalden  werden,  ein  gemeyn  Concilium  auch  in  xviij  monden  nach  den  X  monden  als
obgemeldt  ist  anzuheben  beruffe.  In  demselben  Concilio  dann  alles,  das  das  wesen,  frid
und  einikeit  der  kirchen  beruret,  mit  ordenung  die  der  heilig  ge-st  geben  wirdt  gehandelt ­
  werde,  und  das  sein  heiligkeit  seinen  königlichen  gnaden  und  sinen  kurfürsten  notdürftig ­
  brief  darüber  gebe..
Bedeucht  uns  das  mittel  wer  vast  bequem,  Wann  dadurch  ein  volkumen  Concilium
entsprusze  und  die  zeit  'wer  nichts  zu  bewegen,  das  man  nwr  kome  zu  einem  gemeynen
Concily,  und  in  die  gewer  der  Concily,  doraus.  man  nu  vil  jar  als  wol  wissentlich  ist
komen  ist,  widerkome.
Item  zum  andern.  Sinddemmal  die  Bebstlichen  Botten  in  samnusz  der  fürsten  auff
disem  tag  alhie  zu  Frankford  anstat  seiner  heiligkeit  veriehen  haben  die  gewaltsam  Eer
macht  und  eminentz  der  gemeyn  heiligen  Concili,  als  die  in  dem  decrett  Frequens  und
anndern  des  Concilii  zu  Costentz  Decrcten  zu  Basel  in  der  zeit  do  es  noch  ein  unzweifellich
  Concilium  durch-die  werlt  geachtet  ist  vernewet  worden  sind,  begriffen  stcen,
daz  dann  sein  heiligkeit  solich  veriehung  mit  seinen  notdürftigen  briefen  approbir  und
bekreftig.
Item  zum  dritten,  von  der  beswerung  wegen  der  Nation  etc.  Das  alle  die  Decret
zu  Basel  gemacht,  und  durch  kung  Albrecht  löblicher  gedechtnusz  und  sein  kurfürsten
aufgenomen  sind,  mit  iren  modification  der  frei  und  möglich  gebraucht  haben  und  hinfur
gebrauchen  mögen,  die  auch  sein  heiligkeit  dabei  hanthaben  und  schirmen  solle,  und  den.  •
widerwertigen  dorinne  nit  gehelen,  bis  solichs  in  dem  gemeynen  Concilio,  des  man  begert
  anders  furgesehen  werde,  und  daz  das  auch  mit  notturftigen  bullen  versorgt  werd.
Von  der  zweier  herren  wegen  ist  pillich  und  ünsers  herrn  des  künigs  gantze  meynung
  das  die  restituirt  wei  den  nach  notturft  irer  Stiffte,  wann  sinen  gnaden  solich
newikeitgetrewlich  leyd  gewesen  und  noch  ist.  Sein  gnad  wil  auch  ernstlich  doran  sein,
daz  das  gesclieh,  als  verr  die  herren  daz  uffnemen  und  sich  lur  den  Babst  erkleren
wollen,  als  ir  Senndbotten  sich  des  zu  Rom  erpoten  haben.  Durch  solich  gnuglich  und
uszrichtig  wegen,  wurden  alle  sluk  volliglich  vollzogen,  dadurch  die  heilig  kirchen*
            
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