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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

willig  und  bereit  und  antwurt,  das  er  solich  Verseilung  gern  thun  wolle,  nach  noldurft
Gelegenheit  und  gestaltnusz  der  nacien.  Auch  nach  forme  der  uffgenomen  Decret,  den
dy  sie  bittende  sin,  an  den  enden  der  nacien  da  sie  uffgenomen  sin.  Und  sine  heiligkeit
getrawct,  das  sine  kungliche  Maiestal,  sine  kurfürsten  und  die  würdige  Nacien  dem  heiligen ­
  Stul  zu  rome  an  stat  der  obgemeldten  Sachen  notdürftige  erslatung  thun  werden.”
Cod.  lat.  monac.  Nr.  4016.  fol.  87,  it.  in  lat.  Sprache  fol.  91.

1446,  22.  September.

o.)  Confederatio.
Von  gottes  gnaden.  Wir  die  hernachgeschriben,  Dyetrich  des  Stuls  zu  Mentz  Ertzbischoff,
  des  heiligen  Römischen  Richs  in  Deutschen  Landen  Ertzcantzler,  Peter  zu  Augspurg
  und  Siluester  zu  Kyemssee  Bischoue  ,  Jacob  Marggraue  zu  Baden  und  graue  zu
Spanheim,  Albrecht  Margraue  zu  Brandemburg  und  Burggraff  zu  Nuremberg,  Gaspar  herre
zu  Weissenkirchen  Cantzier,  Eneas  Siluius  Thumherr  zu  Tryent,  Meister  Hartung  von
Cappel  lerer  beder  rechten,  des  allerdurchluchtigen  fürsten  und  herrn  herrn  Friderichs
Römischen  kunigs  etc.  volmechtig  Senndtboten  nach  laut  des  kunglichcn  maclitbriefs  darüber
lautend,  meister  Peter  Knorr  probst  zu  Wettflar  und  meister  Fridcrich  Sesselman  doctores,
  machtboten  des  hochgeborn  fürsten  und  herrn  herrn  Friderichs  Marggrauen  zu
Brandenburg,  des  heiligen  Richs  Ertzkamerer  und  Burggraff  zu  Nuremberg,  wir  meister
Heinrich  Lewbing  pfarrherr  zu  Nuremberg,  Johannes  Tauwr  Doclores  des  hochwirdigen
fürsten  unsers  gnedigen  herrn  herrn  Anthonies  Bischofs  zu  Bamberg  machtboten,  und
wir  Johanns  Marggraff  zu  Brandenburg  und  Burggraff  zu  Nuremberg,  für  den  wir  marggraff
  Albrecht  obgemelt  uns  mechtiglichen  annemen  etc.  Bekennen  mit  disem  brieff.  Nachdem ­
  und  vil  muwe  und  arbeit  manigfeltiglichen  geschehen  sind,  damit  die  irrung  und  zwitrecht
  in  dem  Concily  zu  Basel  gehalten  wider  unser  heilgen  vatter  Babst  Eugenium
ufferstanden,  abgetan  und  deshalb  die  heilig  gemeyn  kristenlich  kirch  dest  uolliger  frid
und  ru  gewinnen  mocht,  und  dieweil  nu  der  egemelt  unser  genedigister  Herr  der  kung
und  wir  zu  leste  durch  solh  unser  mue  und  arbeit,  nach  meynung  und  begreiffen  ettlicher
buntnusze  und  eynunge  uff  unser  fleissige  begird  von  dem  egenanten  unserm  heiligen
vatter  erlanngt  haben  ein  antwurt,  die  uns  dunket  gnuglich  und  redlich,  damit  die  heilig
kirch  dest  er  furderlicher  nach  gelegenheit  aller  sach  zu  frid  kumen  mag,  und  wir  auch
von  andern  kristenlichen  kungen  und  gezüngen  nit  gescheiden  werden,  in  maszen  des
ander  briefe  zwischen  uns  und  etlichen  andern  uberkomen  und  besigelt  clerlicher  innehalten.
  Das  wir  gote  dem  almechtigen  zu  lobe,  dem  heiligen  stul  zu  Rome  zu  eeren,  und
uff  das  das  heilig  Rieh  deslmynner  zuertrennet  werde,  Deutschelande  in  einikeit  dester
basz  bleiben  und  zwischen  uns  destmere  trew  lieb  und  fruntscliaft  damit  wir  sust  einander ­
  gewant  sin,  besteen  und  weren  muge  uns  vereynigt  haben  und  vereynigen  uns  gegenwurtiglich
  in  kraft  disz  briefs  uff  solher  obgerurter  erber  gotlicher  meynung  beieinander
zu  beleihen  und  von  einander  nit  zu  scheiden.  Es  wer  danne  ,  daz  wir  durch  ein  unzweifenlich
  gemeyn  Concilium  eins  bessern  underweist  wurden  on  alles  geuerde.  Und
umb  dasz  das  den  dingen  in  den  vorgemelten  versigeltch  geschriften  begriffen  dest  uollicher
  noch  notdurft  der  heiligen  kirchen  nachgegangen  werde  und  wir  in  der  obgemeldten
unsers  heiligen  vatters  des  Babsts  und  des  Stuls  zu  Rom  gehorsam  in  obgescliribner
masse  beleihen,  als  crislenlichen  fürsten  zugehort.  Wers  dann  ob  von  yemanden  in  solben
  unserm  guten  willen  und  meynung  eynich  irrung  oder  intrag  geschehen  oder  zu  geschehen ­
  understannden  wurd  da  got  vor  sei,  dannoph  sollen  wir  uns  voneinander  nit
scheiden  und  ob  uns  allen  oder  ettlichcn  mit  veintschaft  processen  oder  annderem  wie
das  zuegienge  widerwertigkeit  begegnete,  das  sol  uns  all  gleich  samentlich  antreffen
und  unserer  einer  sol  sich  von  dem  anndern  nit  trennen  lassen,  sunder  unser  yglicher  sol
dem  anndern  dem  das  not  gescheh  on  Verzug  dorinne  und  dawider  getrewlichen  beigestendig
  beraten  und  beholfen  sein  mit  seiner  Ritterschaft,  seinen  Slossen,  Steten,  Lannden
  und  Lewten  und  mit  seiner  gantzen  macht  als  lang  des  not  wirdet  on  intrag,  hindemisz,
  widerred  und  ongeuerde.  Uber  das  alles  sol  der  obgemcldt  nnser  genedigster
herr  der  Römisch  kung,  auch  die  obgemelten  herren  all  und  yglich  besunder,  in  diser
eynigunge  begriffen  und  all  und  yglich  annder,  die  in  dise  löblich  verbuntnusz  gezogen
und  kumen  ■wurden  ,  als  ein  Römischer  König  und  vogt  der  heiligen  kirchen  gnediglich
und  getrewlichen  nemlichen  in  soliclien  obgemelten  Sachen  der  heiligen  kirchen  schüre  »

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