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Sprichworts: Del Rey abajo ninguno, besonders an den Grosswürdenträgern
der Kirche, den Gross-Inquisitor, wie wir gesehen,
nicht ausgenommen, und selbst die entfernteren Verwandten des
Kaisers, wie die Königin Germaine, der Herzog von Calabrien,
u. s. w. sind häufig Zielscheibe des unanständigsten Spottes. Ich
sagte mit Vorbedacht: er übte darin sein Amt; denn dieses:
„apodar” *) d. i. Spitznamen geben und Spottvergleiche machen,
besonders aus dem Stegreif, gehörte unbezweifelt zur Dienstpflicht
des Hofnarren und durfte ihm daher von Niemanden übel genommen
werden. Dafür ist die grössere Hälfte unserer Chronik ein reicher
Beleg, dafür zeugt in der mehr erwähnten „ Floresta esp. de apotegmas”,
die Rubrik: „De apodos”, wo besonders von dem Hofnarren
der katholischen Könige, Alonso Carrillo, mehrere solche
iraprovisirte Spottvergleiche angeführt werden, wozu der Hofnarr
immer auf Aufforderung seines Herrn bereit sein musste.
Die meisten derartigen Einfälle waren freilich so persönlich
und local, dass sie nur für die Mitlebenden verständlich und belustigend
sein konnten. Aber ein paar dieser Anekdoten unsers
lustigen Chronisten, die ein allgemeineres und selbst noch jetzt
historisches Interesse haben, will ich noch anführen, um diesen
Aufsatz eben so zu schliessen, wie ich ihn begonnen habe.
I.
Als Karl V. bald nach seiner Ankunft in Spanien seinen
Bruder Ferdinand nach Deutschland sandte, forderte er von
dessen Ajo Don Pedro Nunez de Guzman, Schlüsselmeister
von Alcäntara, Rechnungslegung über die Bestreitung des Haushaltes
des Infanten, und da soll sich gefunden haben, dass dieser
meist dem Infanten Reis ohne Fett, alte Hühner und unreife
Früchte vorgesetzt habe, und dass er überdiess, und zwar
ohne Auftrag, ihn dazu angehalten habe, Niemanden etwas zu
schenken, es sei denn einen abgeschabten Rock, oder eine abgetragene
Mütze oder einen Gaul mit vier Hornklüften so gross
wie ein Haus. Der König habe dann freilich den Ajo durch
Wiedereinziehung eines ihm kurz vorher aus einem königlichen
DjjApodo, nombre que so suelo poner a algunas personas, tomado de sus
defeetos corporales 6 de alguna circunslancia.” Diccionario de la Ae ad.
esp., s. v.
Sitzb. d, philos, histor. CI. Jahrg. 1850. II, Bd. I, Heft.
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