Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

649

den  ist.  Auch  sennde  ich  ewern  gnaden  des  Jan  Witowitz  ahsag  abgeschrifft  hiemilinnbcslossen
  ,  dieselb  absag  ist  her  gen  Gretz  an  der  nachstuergangen  freyttagnaht  geantwürt
und  sunst  newn  absag  damit,  dieselben  sein  all  Behenmiscl»  gewesen,  die  hab  ich  ewern
gnaden  nicht  ab  künnen  lassen  schreiben  und  des  sambstag  morgens  also  pald  darnach
haben  die  veindt  die  Stat  under  Cili  überfallen  und  die  bemelten  unsers  herrn  des  Kayser
rät  und  hofgesind  gefangen  und  daselbs  gucte  peytung  gefunden  ,  aber  Maister  Ulrichs
Ryedrer  hat  man  noch  nicht  ein  wissen,  ob  derselbig  auch  gefanngen  sey  oder  nicht,
man  sagt  Er  hab  sich  verporgen  ,  auf  solh  schreiben  haben  die  lanndlewt  in  Steyr  gen
Scheppern  geschickt,  da  snllen  achthundert  pferd  Pehaimligen,  die  man  auf  sold  aufnemen
  wolt  und  vermainent  auch,  die  lanndlewt  vast  mit  aygner  person  und  nach  allem
vermögen,  auf  zu  sein  gen  Cili  werts  unnserm  gnädigisten  Herrn  zu  trost.  Gnädiger  herr
mir  ist  von  aynem  Edelman  in  guter  trew  und  gehaym  zugesagt,  wie  er  von  Ofen  erst
herauf  reyt  und  dabei  persondlich  gewesen  sey,  das  der  Jung  Gubernator  gericht  und
enthawbt  sey,  auch  das  lawtter  ain  lanndtag  als  auf  den  nachstkunftigen  Eritag  herauf
die  obern  hayden  das  dye  Ungern  Sokodol  haysent  ,  der  Kunig  und  dye  Ungern  fürgeuommen
  haben  ,  auch  ist  fürgenommen  und  betracht  dye  Steyrmarch  zu  übercziehen,  und
v.l  frörnbder  und  hertter  mer,  damit  weren  auch  die  von  Wallssee  als  man  sagt  all  ir
Gslösser  von  iren  pflegern  hie  zu  lannde  yetz  aufneminen,  und  mit  annderen  lewten  beseczen
  oder  verrer  übergeben.
Hanns  Tawfkyrcher.
Orig.  (?)  C.  b.  monac.  1586.  p.  842  —  843.
aa.)  Nachricht  vom  Türken-Einfall.  1483.
Genadiger  Herr.  Ewr  gnaden  hat  an  zweifei  vernummen  wie  dj  Türcken  als  vor
xiiij  tagen  t aber  in  dem  landt  Krayn  und  Kärnden  gewesen  sein  und  haben  vor  grüss
des  wassers  herüber  Thra  nit  kumen  mügen,  aber  was  enlialb  der  Thra  in  dem  Gaimtal
ab  für  Zili  und  durch  Krayn  vast  grossen  schaden-mit  prannt  mortt  und  gefancknuss  der
menschen  begangen,  indem  hat  sich  der  Dispott  und  der  wan  in  windischen  lanndeu  besamraent
  und  haben  also  auf  viertausent  zu  Ross,  und  achttausent  zu  fuessen  zusamen
pracht,  damit  den  Türcken  fürkmnen  haben  dye  wasser  verhuet,  auch  ettlich  wald  verslagen,
  das  dj  Türcken  herüber  nicht  möchten.  Da  der  Scanderwcckh  der  Türcken
haAvbiman  das  verstanden  hat,  auch  dye  besammung  der  Cristen,  hat  er  auch  zwaytausent
der  Türcken  pald  geschickt  auf  dye  Cristen,  mit  den  haben  getroffen  und  in  dj  flucht
pracht  und  ir  als  pey  funffezehenhundert  erschlagen,  funffhundert  sein  wider  zu  irin
liauptman  kumen  ,  auf  das  hat  der  Scanderbeck  fünff  verdackti  ross  dem  Dispott  geschickt ­
  und  damit  ern  wellen,  auch  ettwo  vil  gefangner  menschen,  damit  diser  In  ungeirrt
  ziehen  liess.  Der  Dispott  hat  der  ross  auch  der  menschen  nicht  nemen  wellen  und  yra
lassen  sagen,  das  er  nicht  von  ym  welle  haben  dann  was  er  im  mit  dem  Säbel  mag  abgewynnen.
  Doch  so  hat  er  ain  teyding  umb  alles  gefangen  volckh  angestossen  aftf  das,
das  er  möcht  sein  volckh  beruett  zesammen  pringen.  Darnach  es  alles  nit  pey  einander
was.  Hat  der  Turckh  alls  auf  drewtausent  gefanger  menschen,  vast  beib  kind  und  allt
lewt  auff  ain  Ort  getailt,  was  er  aber  starcker  guter  menschen  von  gefangnen  gehabt
hat,  hat  er  all  in  seinem  veld  verporgen  und  haben  auf  der  Erd  ligen  muessen  und  dj
mit  koczen  und  sy  mit  strew  gedeckt,  der  hat  sich  kainer  enpärn  noch  gerurn  thurn,
welcher  sich  iclitz  enplöst  hat,  dem  hat  man  von  stundan  das  hawbt  abgeslagen.  Und  in
solcher  teiding  hat  der  Dispott  und  der  Wan  ir  volckh  geschickt  und  gar  zu  sammen
pracht  und  den  Türcken  damit  also  ubereylt,  das  der  Turckh  dye  gefangnen  nit  hat  erslahen
  mugen  alls  dann  ir  gewonhait  ist  und  sich  eylent  auch  zu  dem  streit  geschickt.
Haben  zu  paider  seytten  wol  getroffen  und  di  Türcken  zu  entrenntt  und  in  di  flucht
pracht  und  haben  doch  nyndert  für  mugen  und  der  Scanderbeckh  ist  zu  Fuessen  untter
das  gefangen  volckh  geflohen  und  da  gefangen  und  als  pei  vierhunderten  sind  aut
in  ainem  wald  geflohen  und  sind  auch  auf  zwayhundert  erslagen.  -Es  mügen  di
andern  auch  nit  daruon  und  werden  in  dem  wald  täglich  gesuecht  und  gefundn  und  nämlich ­
  dye  türcken  all  beliben  und  erslagen,  als  auf  sibentausent  und  der  gefangnen  mensebeu
  sind  gewesen  als  auf  ncwnthalbtausent  und  all  erledigt.  Der  türcken  sein  engegen
  an  dj  wayn  kumen  ettwo  vil  kauflewtt  haben  gelt  und  gewantt  vil  pracht  darinnb
S J  das  gefangen  volck  haben  kauffen  wellen  sind  auch  all  bei  dem  slahen  von  den  kra-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.