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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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noch  zw  pusten;  sy  haben  noch  luindt  Raigerstorff  enhalb  Vedraun  und  anderdörflcr
mer  zw  mitternacht  verprent  und  darin  vil  arm  lewt  dy  geflohen  vormal  und  in  der  nacht
haimgangen  sind  gefangen  und  weg  gefiert,  wann  sy  auss  dem  land  noch  ziehen  werden
waiss  ich  nit  sy  haben  so  vil  guetz  und  gefangen  das  es  (oben:  an)  zal  ist,  darumb  besarg
  ich  ,  sy  möchten  lewt  und  guet  weg  schicken  und  im  land  verlieren  ,  sy  sehen  das
sy  von  niemant  chain  widerstand  haben.  Sy  raissen  auff  und  ab  weidt  und  prait,  In  thuet
niemant  nicht  ,  ich  besarg  ir  wertz  (oben:  werdet  sy)  in  der  nägsten  raiss  so  sy  thuen
werden  mit  macht  pey  euch  haben,  wann  sy  haben  hye  umb  nit  mer  zw  nemraen  ewr
nagst  naclipauern  weren  auch  wendig  in  widerstand!  zw  thuen  und  warten  pis  sy  in  auch
kommen,  also  get  ess  für  und  für,  got  erparms  von  liymel.  Ich  hab  den  Turcken  der
in  der  vorstatt  hie  gewesen  ist  der  als  er  sagt  des  Gosiacherss  (oben:  Cosiarchs)  gesworner
  prüder  gewesen  ist  und  Im  in  seiner  gefänchnuss  als  er  das  voder  Jar  mit  anderen ­
  gefangen  worden  ist,  under  wegen  (oben:  untterwegen)  und  auch  zw  konstandinopel
  fül  guetz  getan  ,  gefragt,  warumb  sy  doch  so  gar  ein  verren  weg  von  haim  zu
uns  ziehen  und  uns  also  an  leib  und  guet  verderben,  hat  er  gesagt,  sy  muessen  ess
thun,  wann  der  aine  got  der  ob  uns  ist  (oben:  sey),  weis  ess  also  haben,  wann  er  wo
ess  nit  (oben:  so  ers  nit)  also  haben  wolt,  so  wer  ess  nit  müglich,  das  sy  das  thuen
möchten.  Ir  macht  sey  gegen  den  kristen,  wo  sy  aneinander  getrew  weren  nichtz,  wir
(oben:  cristen)  sein  an  einander  untrew  ,  und  sey  kain  lieb  und  gehorsam  in  uns,  sunder
  hoffart  und  übermuet  ,  das  chom  von  grossen  guet  das  wir  haben,  darumb  hab  sy
got  uns  zw  straff  geschickt,  er  hab  auch  selb  ain  erparmen  über  uns  und  b  sunder  über
dy  mugen  (muthigen)  starcken  lewt  dy  sich  zw  wer  seczen  und  erschlahen  lassen.  Wir
6iczen  in  disem  land  (oben  :  disen  landen)  und  warten  trost,  und  als  dy  altväter  in  der
vorhell  getan  haben  ,  der  almachtig  got  und  sein  raine  mueter  maria  sey  uns  genädig
und  parmherzyg  und  sehen  nit  an  unsere  sündt  und  erledigen  uns  von  den  graussamen
veinten,  das  wir  nit  in  ir  gewalt  körnen.  Ich  kän  euch  nit  alle  ding  schreiben,  im
Geital  sund  (oben:  sind)  sy  für  sand  Macher  (oben:  Machor)  hin  auff  gewesen,  und
den  marck  da  selbs  anprent  und  ab.  Damit  alzeit  mein  willig  dienst.  Geben  eylandt
an  Ercntag  vor  Oswaldi  anno  etc.  lxxviij 0 .
Hanns  Höchsteter
richter  zw  Villach.
Den  Edeln  und  gestrengen  Conradten  Tanhausser  und  Wilpoldn  (andere  Hand:
Wilhalmen  Hawnsperger)  meinen  besunder  herrn.
P.  S.  (von  der  andern  Hand,  welche  die  oben  stehenden  Erklärungen  schrieb:)
„wisset  auch  das  man  di  turcken  pei  ainer  Zal  pei  xxiiij  tausent  scliaczet  und  nit  myn-„der
  dy  raisen  auch  zertailt  und  nit  mit  grossem  hauffen,  wie  sy  Verlust,  dann  in  tut
„laider  nyemant  kain  krefting  widerstandt.”
C.  b.  monac.  1586.  p.  840.  841.  844.

z.)  Nachricht  v.  Ueberfall  K.  Friedrichs  III.  durch  Jan  v.  Wittowelz.  1456-Tegernsee.

Gnädiger  Herr  frörabde  meer,  so  yetz  hie  in  dem  Iannde  sein  haben  mich  begeben
her  gen  Gretz  zu  reyten,  damit  ich  dieselben  ewern  gnaden  aygenlich  zuschreiben  möchte,
Ewern  gnaden  und  Gotshaws  zu  gut.  Da  hab  ich  unnsers  herrn  des  kaysers  aygncw
hanntgeschrifft,  so  sein  Maiestat  seiner  gnaden  Rät  und  lanndtlewten  von  Ober  Cili  her
zugeschickt  und  geschriben  hat,  abschreiben  hab  lassen,  die  ich  mit  äugen  geseclien,
auch  mit  seiner  gnaden  aufgedrückten  Secret  gelesen  hab  ,  dieselb  abgeschrifft  ich  ewern
gnaden  hie  innbeslossen  sennde,  auch  hat  sein  gnad  noch  ain  anndrew  maynung  geschriben ­
  von  datum  des  briefs  ,  derselben  abgeschrifft  ich  als  fürderlicli  nicht  gehaben  ha!»
mugen,  doch  wil  ich  vleiss  haben,  damit  dieselbig  auch  fürderlicli  ewern  gnaden  gesaunt ­
  werde.  Auch  sein  dye  moer  also,  das  der  Bischoue  von  Gurgk  her  Hanns,  her
Görg  die  Ungnaden,  all  Cantzelschreiber,  ain  Junger  von  Slubenberg  mit  nara  her  Woligang
  her  llannsens  sun  gefanngen  sein,  auch  annder  lewt  ain  michel  tail,  also  das
unnser  gnädigister  herr  der  Kaiser,  als  man  scheczet  selbczwainczigisler  auf  dem  Gsloss
Ober  Cili  ist,  und  der  pfleger  Pfaffnoytscr  mit  seinen  diennern,  der  vormals  die  pfleg
dasclbs  von  dem  von  Cili  ingeliabf  hat,  als  mit  vierczick  knechten  auch  bey  seinen  gna«
            
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