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y.) Nachrichten vom Türhen-Einfall 1478 (aus Kärnthen).
Edel gestreng günstig lieb Herren, mein willig dienst wisset beuor. Ewr schreiben
Hab ich vernummen und lass euch wissen, das dy schnöden verfluechten Dürcken gestern«
acht (nacht) vergangen mit gewalt dur^h dy Flischt gezogen und dy unsernn da selbs an
der were genant das pret ab getriben haben, und haben das veld an der Geil zw Fästricz
gehabt, und den Sakman auf im Geital (Gailthal) und Tratal (Drautlial) mit grosser
macht geschickt, dy haben alles das verhört und verprent im der eben und am pirg das
da gewesen ist und gar vil frummer kristenmenschen alter und junger jämerlich ermort
undhingefiert. Si haben sy (sich) auch vor Sachsenburg gesehen lassen, das Lurl veld
(Lurkfeld?) ist gar verprent. Zw kolerberg sind sy über dy Tra kommen, den marck
zw Spital gancz aussprent und ist darin nicht beliben dann der pfarrhoff und das pfitztung
(Vizthum) hauss. Da selb her ab haben sy alle dorffer enhalb und dishalb der Tra gantz
verprent und wenig sten lassen. Und sind enthalb der Tra ab geraist mit dem Sakman
und sand Veicht und haben da selbs in allen Tölern unb pringen (Beringen, Bergen)
gar grossen schaden getan, herab in der Reichenaw und gegen den marck Winterssueld
(Weittersveld?) das gancz Gurktal und andre Töler und gepirg alles verprent und an
«lein nagsten vergangen Mitwochen sind sy den ganczen tag von newn uren piss in dy
nacht zw nagst hie ob der stat pey sand Martein an einander mit grossen hauffen fürgezogen
und sich zenacht (zenachst? steht oben) under der stat zw unser frawn enliald
und her dishalb der Geil zu veld geschlagen und alle dörffer hierumb verprent. Am
pfineztag sind aber gross schick und hauffen dy enhalb der Tra gewesen sind hie für und
ze veld gezogen. Am freitag haben sy ain gefangen menschen mit ainem glaitzs prieff
von irm haubpman auss gangen hereingeschickt mit namen Scainderweck Herezog zw
Wossen und haubtman über alles durckes veld, aulf dasselb hab ich am sambeztag zwen
in ir veld geschickt etlich gefangen dy an der Gaka (oben: Gota?) und Kanal im Schahen
(oben: Schlahen) gewesen sein zw erledigen und zw erlösen, auflf der walstat da selbs
sind vil kristen und Durcken pliben, zway und vierczig kristen haubt hat man daselben
funden, dy erschlagen Turcken verprennen sy selbs, und als bemelten zwen auf das glaid
in das veldt kommen sind, und umb etlich gefangen gedätigt und beför (beuor) an umb
unser pfarrkirchen an der Geil, also haben sy vil geltz geuodert das dy unsern zw gesagen
nit gewalt gehabt haben, und haben ainen andern Türcken auch widerumb gelait
zu gesagt, der ist von irs hauptmans wegen her zw uns in dy vorstat geriten. Mit demselben
hab ich und ander lang gedädigt, das er sich gewilligt hat an stat des haubtmans
von dem er gewalt het für dy pfarrkirchen und dorff daselb zw nemmen ain sam raifall
ettlich semel und XX ducaten und das zw sichern , das niemant chain schaden daran
thuen wolt. Ich und dy vom Rat haben solich tädig angenomen das geldt wein und prol
pey den unsern geschickt dem haubtman , der ist daran gemuedigt (oben: genügig)
gewesen, darauf! zw gesagt und gesprochen pey seiner sei und gelobt auflf seinen säbel
das dy kirchen und das dorflf sicher sol sein, hat auch das im veldt allethalhen geruffen
lassen, und den unsern zw gesagt sy solten (oben: sullen) dy nacht im veld beleihen und
friie umb dy gefangen dädingen. Haben sy gesagt früe bider in zw kommen und geldt
mit in zw pringen und sind des nächst (oben: naclitz) wider herein geriten, und dy
zwen pauern dy in den säm raifall im gelaid hinauss gefuert haben sy dy nacht im veldt
gelassen , also sind sy gestern frue ain stund vor tags auff prochen und habent als dy
püsbicht den man wider (oben: weder) trauen noch gelauben sol dy pfarrkirchen an der
Geil und das dorff da selb gantz verprent auch dy zwen pauern behalten und weg
gefuert, und sind hinab gezogen zwischen Rosseck und Hollenwurg ligt das veld yetzo,
der sackinan ist weit und prait, etlich sind liewt her wider auflf ir (oben: in die) prantslodt
geruckt, da gehalten, etwo vil arm Volk das wider hin zw gangen ist über eilt
gehabt und weg gefuert. Etlich reiten noch hin und her. In ist auch kain pirg vor,
darumb sol niembt (oben: nyemant) dem pirg (oben: ver) trauen, vil gefangen menseben
"'indisch und ander sind in entrunen und herkomen, dy sagen , ir anschlag scy für
4Vindischgracz über dy weyt auss zw ziehen. Ich besorg sy weren das lafental und das
gantz land hinab gantz verderben. Unser herr der kayser bederflf nun nit sölner von
der pauern pind (oben: pundt) wegen her ein zw schicken, dy Türcken haben den
pundt ze drent das kain drum pey dem ander beliben ist , der almächtig got schicket