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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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slos  alle  kay.  Mt.  dorffen  darumb  ligend  und  Edellewt  ir  gut  eingefuert  zuhebuel«
das  alles  verlorn,  wann  die  Venediger  Sackman  darüber  berueft,  und  ob  den
hundert  Tausent  gülden*  wert  guet  daraus  gcwunnen,  sol  also  war  sein  vil  volckh
ermorl.
Item  Newhaws  ain  vest  sloss  und  guete  zuegehorung  ist  Avilligklich  gegeben.
Item  Velkrat  ain  guet  slos  mit  seiner  zugehorung  ist  willigklicli  gegeben.
ItemKadropp  ain  gute  besetzung  mit  seiner  zugehört  ist  gegeben.
Item  Portenaw  die  stat  und  slos  willigklicli  gegeben,  soll  alles  Symon  von  Hungerspach ­
  inngehabt  haben.
Item  alle  dörffer  in  den  Ecken  und  umb  Görtz  gantz  verderbt  verliert  und  volckh
und  viech,  sy  haben  der  kayserlichen  Maiestat  oder  Venedigern  zugeliört.
Item  Görtz  die  Stat  beschossen,  gesturmbt  und  mit  täding  gegeben  in  Anllaswochen,
  durch  den  liawblman  von  Laybacli  als  die  sag  ist.
Item  das  Slos  Görtz  on  beschiessung  am  Osterabent  gegeben  durch  den  von  Licchtenstain,
  als  die  Sog  ist  (Zusatz  mit  anderer  Schrift:  „Das  £elt  thueez  als”).
Item  Wippach  slos  und  marckt  on  not  gegeben.
Item  das  vest  guet  slos  Tybenon  not  gegeben.  (Zusatz  mit  anderer  Schrift:  „Durch
Iler  Gaudentz  Gotsch”)
Item  Mitterburg  das  slos  und  herschaft  on  not  gegeben,  und  anndre  besetzung
und  ilechk  an  den  Ennden  der  ich  nit  kan  nennen,  alles  bescheen  seytmittervasten.
Item  die  Venediger  haben  nach  Ostern  Triest  belegert,  auf  lannd  und  wasser,
und  auf  hewt  in  der  warhait  gehört,  das  Edel  und  Unedel  aus  Friaul  auf  ist  gen  Triest
und  Friaul  vast  öd;  alles  volckh  so  man  zu  Venedig  hat  mögen  aufbringen,  zeucht  auf
Triest,  wenn  ain  gschray  gen  Venedig  komen  ist,  wie  der  Hertzog  von  Prawnsweig
mit  xijm.  man  auf  Triest  ziehen  sol.
Item  der  Hertzog  ist  am  Osterabent  herkomen  und  die  gantz  Wochen  sein  volckh
zu  rossen  und  fuessen  auch  hie  durch  zogen  ist.  An  Montag  Philippi  ist  er  in  den
cannal  an  die  Teruis  zogen  und  von  der  lanndscliaft  volckh  daselbs  ligend  bei  je
pferden  zu  seinem  volckh  genommen,  und  wo  not  wurd  mer  volckh  davon  ze  nemmen,  und
auf  Laybach  zogen,  das  annder  Lanndvolckh  Iigt  noch  im  Cannal,  des  willens  pastein
ze  machen,  damit  die  wälhisclien  mit  dem  zeug  nicht  heraus  rucklien,  und  sol  Hertzog
also  bei  im  haben  ungeverlichen  bei  ijm.  mann.
Item  anSontag  Quasimodo  geniti  sind  zwen  Triester  bei  Hertzog  gewesen  und  rettung
  begert,  hat  In  rettung  zugesagt.  Reitten  eylennd  zu  kayserliclier  Maiestet
und  haben  Venediger  erstens  dafür  bracht  xijm.  man  und  nu  grosse  besterckung  darzu.
Item  die  Crayner  haben  dem  Hertzogen  durch  den  Bischof  von  Laybach  ettlich
Tausent  man  und  auf  Tausent  ze  rossen,  darunder  vjc.  Hussaren  krabaten  und  das  annder
fu  es  volckh  sein  sol.
Item  Hertzog  hat  vil  schön  püchsen  gros  und  klain  mit  im  pracht  und  gen  Crain
gefuert.
Ifem  auf  hewt  hab  ich  hörn  muessen,  das  Triest  verlorn  sey,  aber  ich  hab  noch
nit  glauben  daran.
Item  die  Venedigerhaben  sich  hörn  lassen,  so  sy  Tx’iest  erobern,  dann  wellen
sy  Laybach  und  Villach  belegern  und  erobern.  Got  und  die  heiligen  Patron  wellen  mit
gnaden  darein  sehen,  die  Lannd  sind  ze  krannckh  In  zu  widersteen;  wo  das  aber  beschach,
und  Viilach  und  Laybach  erobert  wurden,  haben  E.-F.  G.  zu  ermessen  und  täglichen  zu
hortzen  zu  fuern  wie  dann  den  Inwonern  des  Lanndt,  und  so  darinne  haben,  hilff  und
beistanndt  geschehen  möcht.
Item  disen  Sige  haben  die  Venediger  seyt  mittervasten.  Nu  acht  ich  es  dafür,
das  got  der  herre  die  Teutscli  Nation  umb  ir  gross  sundt  und  missetat  also  blagt,  und  ist
nicht  ain  cristenlicher  krieg  von  den  Venedigern,  sonnder  ain  mörderischer,  wenn  sy  alles
ersIahen  ;  was  sy  nicht  erslahen,  das  mucs  mit  den  Ersten  auf  anndern  Ennden  die  Ersten ­
  angen.
Datum  zu  Villach  an  Sainbstag  nach  Sand  Florianstag  Anno  etc.  oclauo.
(Copie).
C.  b.  m.  158b*.  p.  828.  829.
            
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