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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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wäre,  daran  nicht  unpillich  gehanndelt,  aucli  yeraand  nichts  darumb  schuldig  zu  sein.  Hab
ich  uch  nit  wellen  verhallten.  Datum  an  mitwoch  vor  ascensioüis  Cristi.,  anno  etc.  iiijto.
Den  Edlenn  vessten  unnd  Jörg  von  Aw
Ersamen  pfleger  Räntmaister  zu  Zymmern.
und  Burgermaister  der  stat  zu  Wasserburg.
C.  b.  monacensis  1586.  p.  805.
v.)  Selbstverteidigung  des  Sigmund  von  Fraunberg,  Freiherrn  zum  Hag
gegen  ein  Pasquill.
Hochwierdigistenhocliwirdigen.  Durchleuchtigen,  Hocligebornenn  Fürsten  unnd  Herren ­
  Wolgebornen,  Edeln,  Gestrengen,  Vesten  ,  Fursichtigen  unnd  weisen.  Auch  all  ander
des  heyligen  reichs  stenden  und  menigklichen  genedigisten  genedigen  herren  freundt  und
gonner.  Ewr  gnad  lieb  und  freuntschafft  Bite  ich  Sigmund  von  Fraunberg  Freyher  zum
Hag  untlertenigklich  dienstlich  und  freuntlich  mit  gnaden  freuntschafft  und  guetem  willen
mein  beswerde  undanligen  zuuernemen.  Mich  ist  angelangt  und  furgetragen  ain  gedichter
gedruckter  Spruch,  darin  mir  under  anderm  mit  unwarhait  zugemessen  wirt,  als  ob  ich
übel  gehandelt  solt  haben  meiner  eren  und  frumkait  hoch  und  grosz  angeezogen  undzubeleczigen,
  souil  an  dem  erdichter  ist  understanden  wirdt.  Des  ich  mich  gegen  got  und  menigklichen ­
  gancz  unschuldig  erken  und  waisz  und  wolt  nicht  liebers  dan  das  ich  den  Ertz  poswicht
  selbs  und  ertz  erendieb,  der  solch  gedieht  angeben  oder  gemacht  erkennen  mochte.
Dan  er  nicht  so  erberg  ist  und  frumb,  sich  nennen  thuet.  Unnd  die  weyl  ich  dan  solchs
Ertzerendiebs  nit  \vais  oder  erkenn,  Euch  all  als  main  genedigist  und  genedig  herren  guet
freundt  und  gonner  und  all  ander  wer  oder  wie  die  genant  sein  als  liebhaber  der  gerechtigkait
  Eren  unnd  frumkait  hiemit  undertcnigklich  dienstlich  fruntlich  und  gonstlich  clagen
und  bilen  thue,  wo  solch  unwarhafTtig  gedieht  an  ewr  gnad  lieb  und  freuntschafft  gelangt
wer  oder  noch  gelangen  wurde  ,  dem  kamen  glauben  ze  geben,  sonder  als  liebhaber  der
Eren  und  fromkait  bitte  mich  zuuerantwurten  und  verantwurt  zu  haben  als  ainem  fromeu
gepurt  ainen  unschuldigen  zuuerantwurten.  Ich  hette  mich  auch  verliofft  den  Eren  und
pillikait  nach  solch  unerlich  unwarhaftig  verpotten  scheltpuech  und  gedieht  zudrucken
noch  auszugen  nit  gestat  sol  worden  sein.  Dan  der  gestalt  kain  frommer  vor  ainem
Erczerendieb  seiner  eren  sich  im  die  hellich  und  dieplich  unverschuld  also  zuuerletzen  understanden ­
  werden  mochte  und  darauff  mir  ztf  genaden  freuntschafft  und  guettem  so  genedig
freuntlich  und  guelwillig  zu  sein,  meiner  Unschuld  nach  von  wem  das  ai^ewer  genad  lieb
und  freuntschafft  gelangt  hette  oder  noch  langen  wurde,  der  gerechtigkait  und  frumkait
zu  hilff  mich  auff  mein  kostung  wissen  zu  lassen.  Wil  ich  mich  als  ain  frumer,  der  sich
all  sein  tag  frumkait  und  erberkait  geflissen  hat  unnd  mit  der  hilff  gots  bisz  in  mein
grueb  fleissen  wil  gegen  dem  Erczerendieb  auch  sonnst  allen  anderen  verantwurtten,  der
gestalt  er  als  ain  ertzerendieb  yn  seiner  unwarhafft  erfunden  werden  mues.  Ich  erpeut
mich  auch  wo  sich  der  erscheinen  lassen  wolt,  umb  sein  unentlichs  unwarhafftigs  gedieht
und  verpoten  scheltpuech  für  den  allerdurclileuchtigisten  Grosmechtigisten  fürsten  und
herren  herrn  Maximilian  Römischen  kunig  für  unseren  allergenedigisten  Herrn  und
Obristen  richter  recht  umb  recht  ze  nemen  und  ze  geben,  wie  sich  dasz  nach  gcrichts
Ordnung  gepurdt  und  auch  sonst  als  ein  lrummer  sein  Ere  gegen  ainem  Ertzerendieb  zu
uerantwurten  zu  clagen,  und  was  ich  zu  thun  schuldig  gewisen  wirde.  Daryn  ich  mein
leib  leben  und  guet  nit  sparen,  damit  ich  den  ertzerendieb  mit  der  hilff  gottes  und  dem
rechten  zu  seiner  straff  und  belonung  bringen  möge,  in  hoffnong  ainem  yedem  sein  belonung
  nach  seiner  wurckung  geben  werde.  Dardurcli  man  ainen  frnmen  vor  ainem  bösen
erkennen  möge  und  werde  zu  trost  der  frumen  und  straff  der  pösen  die  gerechtigkait  gottes
und  all  frum  person  souil  ich  recht  han.  In  beslus  diser  meiner  geschrifTt  hiemit  diemutigklich
  untertenigklich  freuntlich  mir  das  zuuerhelffen  bitten  thue.  Das  umb  ewer  aller
genad  lieb  und  freuntschafl  mit  meinen  undertenigen  freuntlichen  unnd  guetwilligen  diensten
  willig  zuuerdienen  und  zu  beschulden  nach  meiner  höchsten  vermugen  leybs  und  guels
nymmer  vergessen  will.  Des  meiner  verantwurtung  und  willens  zu  merern  glauben  hab
ich  hie  für  mein  aigen  angeboren  Insigel  lassen  drucken.  Geschehen  zum  Hag  den  sibenden
Tag  February  als  man  zaltnacli  Christi  unser»  liehen  herren  gepurt  Tausent  fiinlf  hundert
und  in  dem  funfften  Jare.
C.  b.  monac.  1586.  p.  SOS  et  S09.
            
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