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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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ser  zu  gunst  und  hinkundt  gemacht  sind,  yedoch  von  besundern  willen  werden  So  er  /um
kaiser  hett,  erpott  er  sich  die  zu  vernemen  so  verr  des  kais.er  verwilligung  vernomen
werd  worden.
Item  der  Graff  sagt,  als  der  kunig  dem  kaiser  die  sein  ledig  auff  seinem  scherm
Jiess  wie  er  genueg  darczue  antwurdt  sey.  Doch  sagt  der  kunig  der  kaiser  beger  nicht
souil  als  er  gern  tue,  der  kaiser  hab  in  nicht  gehalten  was  er  in  versprochen  hab  ,  ob
si  war  sagen,  das  er  den  kunig  ledig  von  seiner  porgschafft  die  er  in  getan  hatt  auff  bott
des  kaiser.  So  sey  ym  nichtz  lieber  und  geueltdem  kunig  des  kaisers  ralt  das  diseiben
Sachen  durch  Ewer  Herren  di  fürsten  vermaint  werden,  wann  der  kunig  in  den  dingen
mer  arbaitt  gehabt  hat  dann  er  in  sein  aignen  Sachen  mynner  hiett  gehabt,  davon  ward
nutz  ,  das  die  fürsten  die  des  lannds  gerechtigkait  wissen  di  Sachen  verainen,  so  wirt
dem  kunig  nicht  abgeen,  si  daran  zn  weisen  nach  seinem  vermugen.
Dann  von  Ulrichen  von  Grauejiegk  sunder  sach  wegen  als  sich  der  kaiser  beklagt,
er  ncm  den  aufslag  unpillichen  und  sey  seiner  schuld  beczallt  das  in  der  kunig  daran
weis  den  Sermingstain  wider  zu  geben  und  das  gelt  darumb  er  im  verschriben  ist  milsambt
  dem  gesuech  den  er  dauon  empfangen  hab,  nach  dem  und  er  guett  under  dem
kunig  hab.
Sagt  der  kunig  kurczlicli  er  wiss  sich  der  sach  nicht  wöll  anzunemen,  wann  das
der  Grauenegker  im  Hungerlannd  ist,  sey  des  kaiser  schuld  der  sich  mit  ym  nye  hab
verainen  wellen  undtz  dem  Grauenegker  und  andern  nach  irem  willen  sloss  und  ander
vil  ding  geben  wurden,  doch  will  er  dem  kaiser  zu  geuallen  den  Grauenegker  darinn
warnen  und  dem  kaiser  sein  antwurtt  verkünden.
Item  zu  dem  als  die  Sanndpoten  gemainklicli  begeren,  das  sich  der  kunig  selbs  auff
den  tag  gen  Augspurgk  fuegen  solt  habt  Ir  gestern  vernomen  ,  das  der  albeg  willig  dem
kaiser  und  fürsten  zu  geuallen  nicht  alain  in  gemainem  Nutz  sunder  auch  in  aigner  notturfft.
  Aber  Ir  gedenkcht  wie  Ir  im  geantwurt  habt,  so  er  gefragt  hat  ob  in  der  kaiser
oder  dy  fürsten  als  ain  kunig  von  Hungern  geuodert  oder  als  ain  kunig.  von  Bcheim  und
als  ain  kurfürsten,  darauff  Ir  czweifflich  geantwurdt  habt  gleich  als  .gott  spricht  wo  ich
dich  vind  do  zaig  ich  dich  und  spracht  der  kaiser  und  fürsten  begerteh  sein  als  ains  der
er  ist  und  in  was  stand  er  ist.  Sagt  der  kunig  solli  ewer  antwurtt  sey  vinster  darumb
begert  er  das  im  der  kaiser  und  fürsten  auf  die  undterschaid  antwurtten,  wann  ob  si
sein  alain  als  ains  kunigs  von  Hungern  begeren  so  erpewft  er  sich  willig,  so  er  wais
das  annder  kunig  und  fürsten  die  dem  Reich  nicht  undertan  sein  als  der  kunig  von
Frangkreich  Hyspani  und  ander  und  der  Hertzog  von  Burgundi  auff  sQllien  tag  komen
wellen,  begerten  Sein  aber  als  ains  kunigs  zu  Behem  und  kurfürsten  ,  so  er  gewiss  ist
das  im  dj  statt  da  geben  wirdt  die  aim  kunig  zu  Behem  zuegepurd  und  der  tag  also  verlenngt
  werd  das  er  sich  dartzue  geschiken  mag,  so  wirdet  der  kunig  dem  kaiser  und
den  fürsten  also  dartzue  antwurten  daran  sy  pillich  benuegt.
Item  als  Ir  Sanndpoten  der  Furstdn  meldeten  die  Fürsten  erpieten  sich,  In  czweifel
auch  nicht  sy  -wellens  volbringen,  ob  ainicherlay  Irrung  czwischen  dem  kaiser  und  kunig
war,  das  sy  auffheben  wellen  und  alles  ir  vermugen  darczue  keren,  das  sy  die  verainen
mit  Irr  beder  er  und  nutz.  Des  danngkt  der  kunig  besunderlich  den  fürsten  und  spricht,
es  war  nutzer  so  das  vor  dem  tag  volbracht  wurd  dadurch  man  desst  fueglicher  und
freileicher  zu  gemainer  notturfft  geratten  mocht,  so  vorhin  solh  czwaintzig  sachen  in
guetlichem  stand  gekerd  wurden.
Item  aber  alles  das  das  auff  dem  tag  beslossen  wuerd,  der  kunig  sey  da  oder
nicht,  so  pitt  er  den  kaiser  und  die  fürsten  Ewer  herren  und  ander,  das  sy  ytz  nu  der
verderbung  der  kristnhait  ansehenn  und  erpeutt  sich  albeg  darczue  zu  helffen  und  mer
*  thuen  .dann  ain  ander  furst  in  der  Cristenhait,  so  di  andern  auch  darczue  tuenn
Beschecl»  aber  das  .das  gott  nicht  enwell  das  aber  ain  tag  den  andern  geperen
wurd  als  er  das  ee  der  ganezen  w’eld  erklärt  hatt,  so  furcht  der  kunig  er  wer  genoft
6ein  Sachen  und  sein  reich  also  zu  versehen  das  er  alain  nicht  gantz  verderb  so  di
andern  all  rassten.
Auff  Ewer  Werbung  und  erfarung  verstanden  und  bitt  der  kunig  das  Ir  es  im
pesten  weit  verstenn  und  auffnemen  als  er  ews  furlegt,  das  dem  kaiser  und  Ewern  herren
den  fürsten  trewlich  anbringen  ,  das  sy  In  auch  vergwist,  das  an  im  kain  abgang  soll
Erfunden  werde  OP,  Sunder  das  er  zu  gemainem  nutz  albeg  nach  seim  vermugen  berailt
            
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