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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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nye  souil  und  stattigklich  polanischer  potem  pey  dem  kaiser  gewesen  sind,  als  zu  der
zeitt  der  ettlich  auss  des  kaisers  geslosser  mit  des  kunigs  aidpruchigen  im  Niderlan«!
vill  handels  gehabt  haben  und  mit  des  kaiser  gewissenn  und  in  sein  glaid  dahin  zogen
sind,  das  er  auch  nie  souill  vleiss  vor  gethan  hat  das  heyratlguett  von  Österreich  seid
er  das  lannd  demPolcgken  zu  erlanngen  wie  woll  in  der  kunig  gesaumbt  hat  das  er  sein
veint  nicht  sterkclxt  wais  Maister  Thoman  von  CziJig  das  er  es  nye  erlangen  hictt  rougen,
sunder  der  kaiser  maindt  albeg  er  muess  zallen,  und  hiett  er  es  von  den  Österreichern
erlangen  mügen,  so  hiet  er  es  dem  Polegken  geben.  Aber  dy  Österreicher  habent  das
auff  di  ermanung  des  kunigs  versagt  zu  geben  und  getan  als  guett  nachpawern  und  als
der  kaiser  den  kunig  von  den  Polakisclien  inzug  in  Hungern  durch  her  Hannsenn  von
Rotzigan  ce  er  gen  Regenspurg  zach  allen  gunst  zu  dem  Reich  zu  Behem  versprochen
hett,  das  er  auch  darczue  die  kurfürstert  und  ander  fürsten  bebegen  wolt,  auch  pey  denn
Bechmen  vleis  für  in  zu  thuen.  Aber  nach  dem  der  kunig  sein  pottschaft  gen  Regnspurgk
sendet  zu  dem  tag,  der  im  vom  kaiser  auch  nicht  verkundt  was,  do  hört  er  sich  erst  des
tags  als  er  wegk  zach,  wie  woll  sy  vor  vill  tagen  umb  verhörung  patten,  aber  den
Polagken  als  pald  die  dahin  körnen  ,  wurden  in  des  Kaiser  tuer  offenn  und  gesweigt  der
kunig  der  stetten  potten  mit  den  die  der  dingen  fuerer  sindt  gewesen  und  ander  ding
di  ain  unstättigs  gemuett  leicht  bebegen.  Doch  hatt  er  vor  gesagt,  er  hab  es  nicht
gelauben  wellen  das  des  kaisers  hanndt  pey  solher  ubeltad  gewesen  sold  sein,  voraus  so
er  irer  Verschreibung  und  vatterlichen  gunst  ingedachtig  gewesen  war.
Item  als  der  Graff  sagt  der  Kaiser  hab  dem  Kunig  alle  den  rennten  in  Österreich
nicht  genomen  sunder  er  hab  die  mit  seinen  lewtten  beseezt,  das  hilt  der  kunig,  aber
den  dew  er  darczu  geseezt  hatt,  er  hab  das  geld  nach  des  Kaiser  willen  oder  sunst  ausgeben, ­
  darumb  er  offt  an  Kaiser  begert  hatt  deu  zu  raittung  ze  senndten  wie  wol  im  der
Kunig  glait  hat  geben  und  begert  noch  nicht  anders  in  dem  ding,  nur  das  der  Kaiser  sein
undertan  zu  raittung  haldt.
Item  dann  von  irs  lianndels  wegen,  darinn  die  Sandpoten  main  an  dem  Kayser  nye
chain  abgang  sol  gewesen  sein  sunder  ee  am  Kunig.  Maindt  der  Kunig,  das  er  sich
versech  das  solhs  weder  dem  kaiser  noch  dem  grafen  also  gemaint  sey,  aber  er  czweifelt
  auch  des  nicht  pey  dem  Maister  Thoman;  doch  so  man  di  warhaitt  und  herkomen
der  Sachen  ansiecht  als  in  der  ersten  antwurt  verstanden  ist,  so  ist  offenbar,  an  wem  der
abgang  ist.  Es  sind  kaiser  brieff  verbanden  auff  zeit  zu  leichen,  des  er  nicht  erwarlett
hatt;  da  der  Kunig  alles  das  tett,  das  im  gepurdt,  da  eylatt  der  kaiser  in  das  Reich
dahin,  und  der  Kunig  sein  poten  gen  Augspurgk  nachsandt,  der  vor  den  fürsten  und
anderen  getzaigt  hatt  das  am  Kunig  nichtz  abgang  hatt.  Dann  nach  grosser  arbaitt
wider  kam  und  sagt,  der  kaiser  hab  geantwurt,  Er  well  sein  selb  potschafft  umb  dj  sacli
kurczlich  zu  dem  kunig  schiken,  des  der  kunig  gewart  hatt,  seitt  Ir  können  und  habt
der  ding  halben  nichtz  furgelegt  .  Als  Ir  gefragt  seytt,  ob  Ir  des  nichtz  gewalt  oder
enphellien  hett,  habt  Ir  offnbar  geantwurdt,  nichtz.  Des  wundert  sich  der  kunig  gar
hoch,  das  der  Kaiser  dem  verhaissen  auch  nicht  acht  genueg  ze  tuen  ,  und  Maister  Thoman
  spricht  dannoch  nichtz  ob  ym  nicht  sey,  doch  die  widerratter  offenbar  erscheindi,
der  kunig  erputt  sich  noch  zu  allem  dem  was  im  dartzue  gepurdt  und  Ir  antwurdt,  Ir  habt
in  den  dingen  kain  beuelhen,  wi*e  woll  des  Kunigs  poten  geantwurt  ist  durch  den  kaiser
vor  vill  fürsten,  er  well  sein  potenn  von  den  Sachen  wegen  sendten.
Als  Ir  begert,  die  Räuber  zu  vertreiben  und  die  auffenng  widerzugeben,  sagt  der
Kunig  er  hab  dartzue  genuegsambklichen  geanttwurt  und  sich  erpoten  mer  dannerschuldigsey,
  legen  er  der  Kaiser  und  cwr  fürsten  ir  hennd  an  wider  sy,  so  werden  sy  sechen
das  erscheinen  wirdt  di  lauttrikaitt  des  Kunigs  gegen  dem  kaiser,  wann  er  wird  in  kain
gunst  beweysen  und  wer  nicht  beweisen  das  der  graff  die  versebreibung  verpintnuss
vermelt  hiett  nachdem  der  kaiser  die  nye  gehalten  hat,  wann  so  man  die  ding  mit  rechtem ­
  gunst  geistlicher  und  weltlicher  gerechtigkait  aussuecht  dauon  in  dieselben  verschreibung
  besunder  meldung  geschiecht,  des  der  kunig  den  kaiser  offt  ermanl  hatt,  das  an
die  gcmerchk  senndet*)die  di  ding  nach  ausweisung  irer  Verschreibung  entschieden,  des
er  sich  offt  verfanngen  und  nye  getan  hatt  und  wie  woll  dem  kunig  nach  scim  reich  die
Verschreibung  nicht  pinden  als  ain  yegliclier  vernufftiger  verstett  die  doch  vast  dom  kaido
  solh  uberfarung  der  verschreibang  die  sein  sendet.
Sit/.b.  d.  philos.-histor.  CI.  Jahrg.  1S50.  II.  Bd.  IV.  Heft.  3ö
            
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