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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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ander  in  gedechtnuss  der  menschen  und  Ist  also  erbelt  unnser  herr  der  kunig.  Seind  der
kayser  verstett  weder  auf  Erbschaft  noch  wall  recht  zu  haben  wann  er  wais  wer  sein
Erweller  gewesen  sind  ob  si  vor  den  kunig  erbeilt  haben  und  in  mit  andern  verpflicht
gewesen  sind  ob  ir  vill  oder  wenig  gewesen  und  ob  di  all  dhain  anczall  inwanner  des
lannds  Hungern  oder  nicht  sind.  Darumb  vermonent  di  fürsten  prelatten  und  Herren  das
ewr  antwurt  dem  kayser  nicht  gemaint  sey,  nachdem  es  ym  von  wegen  des  Reichs  Pehem
nicht  gemaint  sey  gewesen  des  er  sich  nye  unterstanden  hab,  das  doch  etlwas  dem  Reich
gemaint  sey  des  Ungerlannds  nicht  sunder  frey  sey,  doch  was  ee  vertaidingt  ist  vermaindt
di  herrn  nicht  zu  vernewen.
Hann  als  der  Graff  sagt  von  wegen  der  sechstausent  man  wider  di  Turgken  das
der  kaiser  zu  Regenspurgk  nicht  von  2m  fuergenomen  hab  als  ym  darinn  hiet  gepurd,
sunder  von  ains  gewaltigen  hers  wegen,  sagt  der  kunig  sein  will  sey  nicht  gewesen  ze
reden  von  gemainem  widerstand  der  Turgken  sunder  von  dem  volk  wider  si  zu  legen  das
si  in  des  Kaiser  und  der  Venediger  lanndt  zu  ziehen  geirrt  wurden,  darczue  der  kunig  dem
Kaiser  zu  dienst  worden  wie  wol  er  sunst  vill  hat  zu  bebaren  gehabt  nachdem  im  dann  in  solher
enng  leicht  zu  weren  solhs  zu  thuenwär  warn,  so  war  solhs  volk  da  genueg  gebesen  ,  nachdem
sich  gross  volk  daseih  nicht  beruerenmöcht  undtzsicliain  gemainer  zog  hiet  begeben,  als  zu
Regenspurgk  betracht  des  nun  indem  dritten  jar  ist  und  noch  nichtz  daraus  geschikt  noch  das
aller  minnist  so  dasselb  furgenomenist,  sunder  dastagligk  merkristen  auss  dem  landhinweg
gefuert  werden.
Ilern  als  der  graff  sagt  cs  mug  kain  Kaiser  nicht  ze  schuldn  gemessen  werden  ob
er  den  kunig  wider  den  Victorin  vodert  und  den  Pabst  ersuecht  hat  in  darczue  bewegen
nachdem  er  im  des  auff  ir  verpindtnuss  schuldig  sey  gewesen  .  Antwurt  der  kunig:  Er
hab  das  nicht  dem  Kaiser  ze  schulden  gemessen,  sunder  zu  gedachtnuss  das  er  sich  dasselbmall
  wider  di  Turgken  geschikt  hett  und  war  er  mit  den  ketzern  unbekumert  peliben,
er  hiet  vil  nutz  wider  di  Turgken  thain  mugen  und  zu  verstenn  mit  was  gunst  er  sey
dem  kaiser  sey  genaygt  gewesen  ,  nicht  alain  das  er  sich  ym  zu  lieb  von  den  Turgken
abennten  sunder  auch  hundert  tausend  gülden  und  der  geslos  die  der  kaiser  damit  irret
an  der  hungrischen  March  hatt.
Vcrrer  als  der  graff  sagt  der  Kaiser  im  nicht  hilfft  wider  den  Victorin  und  ander
sein  veindt  getan  ,  der  sich  die  Österreicher  und  Steirer  gegen  ym  erpoten  haben  ,  so
das  er  dem  kaiser  dhain  hilf  täft,  des  hildt  der  kunig,  er  hab  im  pey  inj  m.  gegen  dem
Victorin  zuegesamlt,  do  er  ge  Laa  sey  körnen  sind  sy  woll  halb  hineinezogen  und  über
di  mauer  sicher  sein  volk  zu  gesehen  zustreitten  und  die  sein  nicht  einlassen  wellen
Brot  zu  kauffen  ,  do  die  andern  des  Victorin  vater  hütten  Sachen.  Do  muest  er  sy  mit  gab
und  Ion  behaben  ,  do  es  kam  mit  den  hendten  abzuraitten  do  mocht  er  sy  nicht  hehaben
dann  Ulrich  von  Grauennechk  mit  ettliclien  hunderten  untz  vor  Trebitscb  ob  das  des  kaiser ­
  will  gewesen  oder  dem  kunig  zu  geuallen  geschehen  sey  wais  er  nicht.  Darnach  sanri
in  der  kaiser  ettlich  fucsvolk,  nachdem  kom  in  der  kunig  zu  hilff  mit  iiij  m.  auff  di  österreichischen ­
  Egker  pey  Roraw  bider  dj  prueder  do  der  kaiser  chawm  vj  c.  bet  ,  do  wurden
dy  Räuber  mit  täding  auffgenumen  die  des  Kaisers  volk  leichtlich  nyder  gelegt  hieten.
Item  als  der  Graff  sagt  der  Pamkircher  hab  des  Kaisers  lannd  unrecht  in  sein  abcsen
  in  gemainer  kristnhaitt  nutz  angriffen  und  der  kaiser  hiett  im  recht  gen  lassen  so  er
recht  gehabt  hiett  und  er  hatt  das  gelaitt  zeprochen,  als  zu  seiner  zeitl  statt  und  weil
mug  geczaigt  werden  .  Maint  der  kunig  er  hab  umb  kain  sach  von  des  Pamkircher  krieg
meldung  getann  ,  mit  dem  verstannden  wird  was  guets  willens  er  zu  dem  kaiser  gehabt
hatt  wann  wie  hoch  sich  der  Pamkircher  rechtens  erpott  dannoch  hat  er  sich  erpoten
nicht  alain  zu  undtertiinigen  sunder  persondlich  wider  in  zu  zieeben  ,  so  er  ainicherlay
hilff  vom  kaiser  war  versichert  worden  ,  das  er  in  dem  krieg  nicht  alain  verlassen  war
warden  als  in  dem  Behcmischen  ,  des  er  nicht  erlangen  hat  mugen.  Er  hatt  auch  seins
tods  nicht  gedacht  nur  das  er  dadurch  zu  versten  geb  mit  wen  er  hinder  den  scherm  seiner
milgewondten  körnen  war  das  er  sy  nicht  aus  zagnuss  vom  kaiser  zu  seinen  veinten  slueg  oder
warum]»  und  wie  der  Pamkircher  tod  sey,  darumb  lia't  sich  der  kunig  nicht  bechumert  und  auch
noch  nicht  ,  sunder  er  last  den  kaiser  mit  seinen  undertan  handln  nach  seinem  willen.
Als  der  graff  sagt  der  Kaiser  hab  mit  denn  Polegken  chain  underred  noch  versten
gehabt  .  Spricht  der  kunig  ob  si  es  vor  recht  verstanden  haben,  so  hab  er  in  gesagt  er
hab  yms  nicht  gclaubt  wie  wol  es  gar  war  lieh  an  in  sey  gelangt  und  das  in  vill  jaren
            
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