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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Item  als  Ir  dann  hegerft  der  kunig  persönlich  auff  den  tag  ze  sein,  als  dann  der
mit  seim  Reich  am  maisten  teilt  mit  hilft’  an  den  die  ding  nicht  guett  enndt  haben.  Antwurl
  der  kunig,  so  er  rue  hielt  von  den  ketzern  und  den  die  mit  in  sein,  die  sy  zu
smnch  der  kristenhait  und  des  Behstlichen  Stuels  und  abfals  des  heiligen  Reichs  beschirmen, ­
  er  wolt  lieber  darczue  komen  dann  man  in  pitt  und  voraus  sein  prueder  und
frewndt  die  fürsten  zu  sehen,  mag  er  dy  weill  frid  erlangen  erpeutt  er  sich  willig  wirdt
er  aber  von  snoden  und  merern  der  poshaitt  verhindert  so  will  er  doch  sein  poten
mit  ganczem  gwalt  sendten,  das  di  von  kaiser  fürsten  stetten  mit  gelaidt  versehenn  werden ­
  dahin  zu  komen,  da  zu  sein  und  -wider  von  dann  und  freileich  zu  gemainem  nutz
und  rechtt  zu  reden,  nach  dem  der  sein  vill  in  des  kaiser  lannden  gefangen  sind,  des  er
sich  ser  verbundert  und  in  kainen  wegen  wie  er  darumb  stee  nicht  ledig  mag  haben.
Item  von  wegen  der  betruebung  in  Österreich  die  kaiser  und  fürsten  laid  sey  das
sy  nicht  geleiden  mugen,  sunder  sy  komen  aim  solhcn  namhaften  glid  des  Reichs  als
Österreich  ist  etc.  noch  zu  hilff  von  plilicht  wegen,  damit  sy  dem  kaiser  gepunden  sind,
begert  der  kunig  das  yeder  der  selbigen  Sachen  vleissigklichen  hört,  darann  Ir  und  sein
frewndt  Ewr  fürsten  verstenn,  ob  er  mit  begird  oder  werchen  von  nyemant  und  auch
von  kaiser  darinn  beschuldigt  werden  mug.
Item  von  Ersten  so  der  Fürsten  beschirmung  des  lannd  und  sach  des  kaiser  so
boch  zu  herczen  get,  des  doch  noch  nicht  ist,  so  sullen  sy  pillichen  vor  vill  jaren,
darinn  sj  vill  beschcdigung  geliten  haben,  nicht  alain  von  auswendigen,  sunder  von  sein
aigen  lewtten  und  von  seinen  bruedern  zu  hilff  komen  sein,  doch  lobt  der  kunig  ir  furnemen
  das  sy  doch  ettwas  wie  spatt  es  sey  des  kaisers  nutz  betrachten.
Item  nachdem  dy  lewtt  die  Osstcrreich  verderben  nicht  nun  veindt  sind,  sunder  die
das  vor  vill  Jaren  gegen  dem  kaiser  getan  haben,  war  villeicht  guett,  das  di  fürsten  di
ursach  der  beschedigung  erkandt  und  ob  sy  funden  ob  in  der  kaiser  schuldig  war  als  sy
vermain,  so  war  pillich  zu  rattenn  das  er  sy  beczallet  und  ob  er  das  nicht  dhain  well,
so  wirdt  er  sollier  gest  in  seinen  landen  nymer  an  und  chain  zeit  rue  haben  und  so  di
fürsten  in  die  sach  recht  sehen  wellen  so  werden  si  sich  in  solher  beschirmung  nicht
hekumern.
Item  der  kunig  maindt  wan  solt  es  mit  rechtenn  gericht  entschaiden  werden,  so
lmb  er  nicht  mynder  gethan  zu  frid  und  entlialtung  des  lannds  Österreich  dann  der  kaiser
noch  dhain  ander  fürst,  das  er  durch  czwo  sach  gern  gethan  hatt,  von  erst  dem  kaiser
zu  lieb  als  seim  lieben  vater,  des  frewntschafft  er  albeg  begert  hat,  darnach  dem  lannd
zu  guet  und  von  gemains  hanndls  wegen,  den  es  hat  mit  Ilungernlannd  darann  es  laid.
also  das  sein  zerüttung  an  grossen  schaden  des  Ungerlannds  nicht  gesein  mag.
Item  das  dem  also  sey  so  werdt  furgenomen  was  der  kunig  zu  frid  und  ausenthaltung
  Österreichs  getan  hab,  so  man  halt  über  solhs  die  erledigung  von  Victorin  ob  die
nicht  geschehen  wer  gancz  Österreich  in  der  Ketzer  liannd  komen  und  darczue  ander
des  kaisers  lanndt,  sold  pillichen  der  kaiser  gedenken,  wie  wol  der  kunig  beswart  was
mit  dem  pehmischen  krieg,  yedoch  auff  sein  pett  nam  er  Österreich  auff  ain  jar  in
seinem  scherm,  das  er  mit  vleis  versehen  hat,  wie  woll  im  nichtz  oder  gar  chain
tail  i  aus  der  der  versprochen  gult  in  Österreich  auff  zeittigem  tag  hab  werden
mugen.
Item  darnach  do  der  kaiser  mit  Andren  Pamkirchcr  unralt  anhueb,  wie  der  Pamkircher
  vor  dem  Babstlichen  Legaten  und  vor  allen  fürsten  erputt  ze  recht  ze  sten,
so  hiet  doch  der  kunig  souil  begier  dem  kaiser  ze  dienn  das  er  in  aigner  person  beraitt
Avas  wider  den  Pamkirchcr  ze  ziechen,  so  er  vergwisst  war  worden,  das  er  in  nicht
alain  darinn  verliesz  als  in  dem  Behmischen  krieg,  so  vermählt  der  kaiser  das  der  kunig
sein  sach  alain  handlen  solt  und  wolt  in  in  ain  newen  krieg  gewikchclt  haben  die  weill
er  noch  mit  dem  vorigen  am  hogsten  beswart  was.
Item  do  aber  nach  enthaubtnuss  des  Pamkirclier  sein  mitgewondt  sich  darob
wurdten  entsetzen  wais  maister  Thoman  von  Czily  der  darnach  der  erst  pott  was  zum
kunig,  wie  beraitt  der  kunig  was  zu  allem  dem  das  der  kaiser  an  in  begert,  so  geit  des
Weisung  se'n  arbaitt  und  vleiss  den  Er  unezt  auff  den  tag  mit  wagnuss  seiner  person
mit  grossem  darlegen  mit  versaumung  seiner  geschafft  und  seiner  arbaitt  so  er  nahent
pey  tzwain  Jaren  gehabt  hatt.
            
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