und des lannds, Ewer kaiserlich gnad well uns fuederlicii mit hilff und redtung erscheinen
und aus den pandtcn des höchsten veindt erledigen dess wir alsdannbegirlich wartundt
sein nachdem und uns warnung chomen ist, da desselben veindt ycz aber mit aineui
heruemten Her noch in den herbst wider aulF uns tziehen und täglich chomen sullen
und in solhen mercblichen sorgen sten, also ob uns nicht pas dann pisher fuederlich
und tröstlich hilff von ewrn kaiserlichen gnaden gescliikt werd, das der lieiling glauben
an den Endten vertiligt wird, auff das geringist von allen unsern guetern gedrukl mochten
werden. Und ist zu besorgen das man dj pawrschafft mit fueg mit kainerlay landwer
nymer aufpi'ingen mugen ursacb und ausred halben ettlicher beswerung und newung
darinn si uns mitsambt ewern kaiserlichen gnaden gearkwant und beschuldigt deshalhen
gross murmll in dem gmain volk ist. Ewer kaiserlich gnad geruch unser notturftigs
anbringen genädigklich im pesten mit statthafter hilff pesser dann vor zu herczen nemen
und bitten Ewr kaiserlich gnaden annttwurt. Derselben Ewern kaiserlichen gnaden
wir uns hie mit alls unserm allergnädigisten Herrn und Landesfürsten diemuetigen bcuelhen.
Geben zu Sand Veit am phintztag nach Francziscy Anno etc. im lxxiij.
C. b. 1586. p. 428—429.
o.) Actenstücke zur Geschichte der Unterhandlungen mit K. Matthias
(Corvin) von Ungern. 1472.
Antwurt des Kunigs des Kaisers , des von Maincz von Trier von Branneburg und
Herezog Älbrechten von Munichen Sandtpoten auff ir berbung nach dem kurczisten verloffenn
alain die mainung daraus auch vil ausgelassen wann nicht souil zeitt ist das von
wort zu warten ze dewtschen.
Item der Kunig versteet zway zu vodrist darauff Sy antwurtt begeren.
Item das Erst von Vorsehung wegen wider die Turchken darumb der Kaiser vil
arbait gehabt bat und noch.
Item das ander von wegen der betruebnuss des Hertzogentumbs Österreich an der
Wendung. Er vermaiint das er dem ersten nicht ausgewarten mug.
Item als der kaiser und die fürsten den kunig piüen mit In wider die Turgken ze
helffen und auf sand Michelstag persondlich zu Augspurgk ze sein, Bcdunchkt den künig
not ze sein von der wegen die das nicht wissenn furzulegcn was er wider die Turgken
gethan hab.
Item was graussams Schadens gannczer Kristenhait aus verliesung des Reichs
Kriechegn und Constantinopel ergangen ist, aus was schuld oder sawmung das beschehen
ist, und wie leicht das underkomen war worden will er sweigen, wann es mugen
gütige gemuet an herczenlaid weder hören noch reden.
Item so pald Er nach seiner Erwellung ledig worden ist hat Er das reich Retzen
persondlich behuet, das der Turgk mit unczelleichem volcbk uberezogen hete die weill
der Kaiser als ainer der ain haubt der Kristnhait sein solt, liess sich durch ettlich
Unngern und auslennder zu Kunig erwellen an recht ursach, dadurch sich der kunig abwennden
must nicht alain von beschuttnuss des Retzenlannds sunder das er willen het
die ganczen Turgken ubercziehen und must sich wider gen Ungern keren und des erweren,
des hilff im pillicher zu statten körnen solt sein.
Item was kost und darlegung dem kunig auf eredtung des lannds und seiner gereclitigkait
dawider in der kaiser mit gewalt die weill er der kristnhait sach oblag
dranng gangen ist, des gesweigt er ycz. Darczue mit was arbait und grosser surn gcltz
er die krön die im zu trewer hanndt ingebeh was von im bracht hab nachdem er kain
bericht wie geistlich die Im furgelegt ist mit Im nie hat auffnemen wellen, nur umb
gslos und gross gelt Im zu geben. Solt das der kunig alles wider dj Turgken prauchen
haben mugen nicht alain Reczen und Wossen Und vil lannd dabeigelegcn di Sy sider
erlangt haben wolt er damit erredt, sunder ja in der Turgkey vil damit uberkomen
haben.
Item dazwischen hat der Turgk Reczenlannd und Hungern gedrungen und dadurch
ain Tor auff di ganntz kristnhait gemacht und ist in Wossenn zogenn, da den kunig enthaubt,
da hat sich der kunig so pald er die krön kaufft hat krönen lassen und ist anuerlziehen
in Wossen zogen und das wider bracht.