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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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m.)  Fragment  einer  Zuschrift  an  die  österreichischen  Edlen.
Das  unnser  aller  genadigister  Herr  der  Römisch  Kayscr  nach  dem  allerdiemuetigisten
  ersuecht  und  gepeten  werd  dem  furnemen  so  di  lanndlewt  des  lanndtz  beswerung
halben  getliann  haben  genadigklicli  zu  verfoligen  ob  aber  sein  kaiserlich  gnaden  darinn
ainicherlay  verdries  und  in  ainem  oder  menigeren  artikeln  des  luernemen  misfallen  hiet
d.as  dann  sein  kaiserlich  gnaden  ain  gemainen  lanndtag  auszuschreiben  schaff  gen  Sand
Polten,  da  dann  verschriben  werd  das  wir  auch  bewarlich  dar  und  dauon  chomen  und
dabey  mugen  sein  dahin  sein  kaiserlich  gnad  sein  Rett  mit  underweisung  solher  seiner
gnaden  mengl  scliikch  und  was  da  darinn  zu  mitl  durch  gemaine  lanndschafft  fuergenomen
werd  darinn  wellen  wir  uns  halten  das  alle  pillichait  an  uns  nicht  geprechen  soll,  das
wellen  wir  also  an  unser  mitgewont  pringen,  ob  di  auch  daran  geuallen  haben  wellen.
Des  gleichen  thuet  Ir  auch.”  —
C.  b.  1586.  p.  427—428.

n.)  Schreiben  der  Kärntnerisehen  Landleute  an  K.  Friedrich  III.  über  den
Türken-Einfall.
Veitt.
Item  dj  lanndlewt  von  Kernndten  schreibent  unnserm  allergenadigisten  Herrn  dem
R6mischen  Kaiser  also  als  hernach  geschriben  stelt.
Allergenadigister  Kaiser  und  allergenadigister  Herr.  Wir  verchunden  Ewern  Kaiserlichen ­
  gnaden  den  jamerlichen  hanndl  und  di  kumerlichen  geschikt  so  der  poshafftig
Durchk  ycz  aber  an  dem  kristnlichen  volk  geistlich  und  weltlich  an  briestern  und  laien
an  jungkfrawen  und  frawen  jungen  und  alten  Edlen  und  unedlen  in  dem  lannd  hie  mit
aller  graussamkeit  gepraucht  und  begangen  auch  für  das  Newstättl  für  Laibach  und  Sand
Jorigen  durch  di  Kanch  und  Cappln  am  sambtztag  vor  Sand  Michelstag  negstuergangen
mit  ainem  gewaltigen  kreftigen  her  ungewornett  in  das  land  gezogen  sein  und  sich  zu
Rechperg  in  drei  taill  von  einander  getailt  mit  iiijM  czwischen  Neidstein  und  Stain  im
Jawntall  im  Sakman  über  dj  Trag  kert,  mit  zwain  taillen  im  obgenanten  Jawntal!
den  Sakman  abgelassen  für  Eberstorff  für  Peyburgk  für  Guetnstain  und  sich  der  Haubtraan
  mit  dem  veld  bey  dem  wasser  genant  di  Velacht  am  ersten  nider  geslagen  hat  und
darnach  zu  Pirch  under  Volkenmarcht  nydergelegt,  di  andern  enhalben  der  Trag  aufgeezogen
  für  Tumits  für  Gurnitz  für  Zall  für  Greisenveld  für  Clagnfurt  für  Hallernburg  für
Fidring  nach  dem  Werdsee  für  Leichsnstain  für  Mospurg  gen  Veldkirchen  und  über  das
gepirch  auch  nach  den  Tellern  für  Pernegkch  gen  Kreig  zu  Sand  Veitt  für  Sand  Jorgen
das  frawnkloster  dasselbs  ettlich  frawn  geuangen  und  hin  gefurt  und  darnach  für  Duknprunn
  für  Ostervits  für  Waisnburg  und  Neidnstain  undtz  gen  Hainburg  und  Volknmarcht
und  dasselbs  wider  über  dj  Traga  in  das  Jawntall  zu  irem  haubtman  gechert  der  alsdann  dasselbs ­
  im  Jawntall  mit  heereskreften  vor  dem  vorgen  sambtztagpis  an  den  mitichen  und  darnach
di  vorberuerten  veld  und  sakueld  auffgeprochen  und  zusamb  geruchkt  und  sich  mitganntzer
  macht  zu  nagst  bey  Pleyburg  aber  über  geslagen  und  über  macht  (?  nacht?)  dasselb
gelegen  sindt,  aber  aufgeprochen  für  Guetenstain  für  Windischgrätz  für  Schonstain  durch
das  Sawtall  zu  Zili  mit  den  ellenndten  gefangen  Christen  getzogen  sein  und  an  denselben ­
  enden  ditz  lannd  ellenthalben  in  dem  gepirch  und  tellern  vast  gantz  verott  das  christnlich
  volk  ausgereitt,  irpluett  vergossen  di  gefangen  hingefurt  und  erslagen  und  unüberwindlichen ­
  schaden  mit  dem  prannt  zuegefuegt  —  Und  wir  doch  denselben  veindten  mit
besamung  und  aufferfodrung  des  lannds  Verwesers  auch  der  lanndschafft  an  der  Belann
gegen  Schallnberg  nach  geezogen  und  dasselb  widerkert:  nachdem  und  wir  si  mit  demselben ­
  fuesvolk  und  pawrscliafft  nicht  ereilen  haben  mügen  und  jcmerlich  verderben  ditz
lundtz,  auch  mit  ausschutlung  und  zuertrettung  des  heiligen  Sacrament,  versmechung  und
verspurtzung  der  pildniss  Cristi  seiner  lieben  Mueter  und  aller  heiling  vergiessung  des
cristnlichen  pluets  und  zu  erstorung  der  heiling  christnlichen  kirchen  der  difsmals  mer
dann  lx  verprannt  und  verott  worden  sind.  Alles  pringen  wir  an  eu  er  kaiserlich  gnaden ­
  als  an  unsern  genädigisten  herrn  beschirm  er  und  lanndesfürslen  in  clagweis  und  bitten
Ewr  kaiserlich  gnaden  mit  aller  diemuetigkait  als  ain  bescliirmer  des  heiling  glauben
            
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