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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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dem  stul  ze  Rom  nicht  alain  ewch  sonder  allermanigklich  verboten  sein,  und  unnserft
feindten  den  von  Polan  verschribt  Ir  ewch  der  ketzer  Herrn  wider  unnsers  heyligen
vatters  des  Pabst  bestältung  unns  gegeben  die  Regalia  ze  leichen  und  in  hilff  wider  uns
ze  thun,  als  dann  der  feint  wir  noch  hewt  bey  tag  von  ewern  wegen  zu  ewr  hilfl*,  das
doch  unwerckhlich  ist  von  ainem  solhen  hochen  Fürsten  zu  hören.  Ewer  kayserliche
Wirdikait  hat  auch  dieselben  Peliaim  und  Polan,  der  feint  wir  von  ewern  wegen  worden
sein  für  und  für  angestrengt  und  angehaltten  wider  uus  aufzesein.  Als  Ir  dann  sy
auf  ain  zeyt  aufbracht  habt,  das  sy  ungewarnet  mit  grosser  macht  Überzügen  pey  den
Ir  den  ewern  maclitpoten  auch  het.  Und  zu  dem  Unrechten  allen  Unttertanen  bey  kayserlicher
  acht  zu  uermciden  durch  ewr  brieff  gebot  uns  abzusteen  und  den  ketzern  gehorsam ­
  ze  sein.  Und  die  gemelten  Feindt  empfanden  das  wir  In  widcrstant  tet*n.
Aida  ward  ein  peifrid  gemacht,  in  solhem  peifrid  ewr  kayserliche  wirdikait  sich  auch
trang  und  wider  ewr  brieff  und  sigl  ewch  verschribt  den  zu  halten  wider  ewr  brieff
und  sigel  habt  Ir  die  so  nach  ewern  brieffeu  geschaft  in  unnsern  schirm  solhen  obgestimbten
  gepoten  frid  klärlich  begriffen  sein  von  der  wegen  wir  uns  mermaln  erpoten
haben  sy  darzuhaltten.  Wider  solh  brieff  ewr  kayserliche  wirde  alles  das  das  geleich
willig  und  gerecht  war  ze  thun.  Und  ob  etwer  untter  in  erfunden  wurd  der  dem
rechtten  nit  gehorsam  sein  wurd,  dieselben  auszutreiben  überzogen  und  noch  bey  tag
auf  in,  damit  Ir  ewr  brieff  und  sigel  denn  verbrochen  habt.
Ewr  kayserliche  wirdichait  hat  uns  auch  unnser  kungkrcich  wider  all  versclireybung
  bescliedigen  lassen  vor  und  nach  ausgang  des  vorbestimbten  frids  an  alle  bewarung
  ewr  und  der  ewern.  Wir  sein  auch  besuecht  worden  menigsmal  in  gütlichem  hayl
zu  verwilligen.  Darein  wir  alweg  umb  gemayns  nutz  willen  gewilligt  haben,  das  alle
geleiche  pilliche  sach  an  uns  nie  kain  abgang  ist  gewesen.
Wir  haben  auch  durch  unnser  rätte  twr  kayserlichen  Wirdikayt  zuenpoten,  das
Ir  in  disen  swären  lewffen  anligen  der  heiligen  Kristenhait  nicht  also  ewer  aygen
willen  so  Ir  gegen  uns  hiet  an  all  unnser  schulde  sonder  ruen  liest  und  hilff  gedenckhen
gemayncn  nutz  furzenemen  und  den  ungelaubigen  türken  widerstand  ze  thun  hat  ewr
kayserliche  Wirdikait  dieselben  unnser  poten  veracht  und  in  offem  rat  verpoten,  das  sy
nicht  mer  zu  ewch  körnen  sullen,  als  auch  yecz  unnser  heyliger  Vater  der  Babst
aus  bäpstlicher  macht  den  frid  so  wir  mit  unnsern  feinten  gehabt  auf  ain  Jar  gestreckht
haben  wir  bey  unnserm  heyligen  Vater  dem  Babst  als  aynem  liebhaber  des  frids  und
gemayns  nutz  wir  gehorsam  wollen  sein.  Solh  unnser  brieff  habt  Ir  nicht  aufgenommen,
und  in  ewr  kantzley  verpoten  die  aufzenemcn.  Und  wiewol  ewr  kayscrliche  Wirde
nun  der  ist,  der  am  höchsten  gepewt,  dem  ungelawben  widerstand  ze  thun,  nach  dem
Ir  denn  in  ewch  selbs  in  gemaynem  nutz  zuversechen  und  ewch  gänlzlich  erkent,  so
habt  Ir  ewch  daran  nicht  benuegen  lassen,  das  Ir  uns  nie  kainen  peisland  wider  die
ungelaubigen  gethan  habt,  sunder  aus  ewerm  neyd  unns  peistandt  wolten  thun  widerraten ­
  und  verpoten,  als  wir  das  wol  wissen  mögen.
Des  und  ander  merckhlicher  ursach  halben  werden  wir  gedrungen  uns  ewrs  mutwillens
  aufzehalten.  Deshalben  wir  der  heyligen  kristenhait  notturft  wider  die  Türcken
anwenden  müssen  und  wellen,  darauf  ewr  und  der  die  ewch  ewrs  mulwillens  verhelften
wellen  und  ewern  erblichen  landen  feint  sein.  Und  was  sich  also  zu  solher  feintschafft
durch  uns  und  all  unnser  undertan  und  helffern  mit  raub  prantt  totschlag  und  notlung
der  gslösser  und  landt  begibt,  wellen  wir  unnser  kunglich  ere  bewaren.
Und  ob  wir  icht  mer  bewarung  bedörfften  hiemit  auch  gethan  haben.
Und  wann  wir  nun  nye  wider  das  heylig  römisch  reich  in  willen  gewesen  sein
ze  thun,  so  nemb  wir  in  diser  abkündung  mit  benanten  Worten  aus  all  und  yedlicb  des
heyligen  römischen  Reichs  geistlich  und  weltlich  kurfürsten  und  fürsten,  grauen,  herren
ritter  und  kneeht  und  die  von  steten,  wider  die  wir  nicht  sein  wellen  noch  thun.
Mit  urchund  des  briefs  mit  unnserm  aygen  aufgedruckhtem  Innsigcl,  der  geben
ist  zu  Ofen  an  pfincztag  vor  Sandt  Feitztag  anno  domini  etc.  Ixxvij 0 .  unnsers  Reichs  des
Jiungerischen  in  dem  zwainczigisten  Jar  und  des  beharnischen  in  dem  ncwnten  Jare.
(NB.  Schon  öfter  gedruckt).
C.  b.  Nr.  1586.  p.  423  —  424.
            
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