630
dem stul ze Rom nicht alain ewch sonder allermanigklich verboten sein, und unnserft
feindten den von Polan verschribt Ir ewch der ketzer Herrn wider unnsers heyligen
vatters des Pabst bestältung unns gegeben die Regalia ze leichen und in hilff wider uns
ze thun, als dann der feint wir noch hewt bey tag von ewern wegen zu ewr hilfl*, das
doch unwerckhlich ist von ainem solhen hochen Fürsten zu hören. Ewer kayserliche
Wirdikait hat auch dieselben Peliaim und Polan, der feint wir von ewern wegen worden
sein für und für angestrengt und angehaltten wider uus aufzesein. Als Ir dann sy
auf ain zeyt aufbracht habt, das sy ungewarnet mit grosser macht Überzügen pey den
Ir den ewern maclitpoten auch het. Und zu dem Unrechten allen Unttertanen bey kayserlicher
acht zu uermciden durch ewr brieff gebot uns abzusteen und den ketzern gehorsam
ze sein. Und die gemelten Feindt empfanden das wir In widcrstant tet*n.
Aida ward ein peifrid gemacht, in solhem peifrid ewr kayserliche wirdikait sich auch
trang und wider ewr brieff und sigl ewch verschribt den zu halten wider ewr brieff
und sigel habt Ir die so nach ewern brieffeu geschaft in unnsern schirm solhen obgestimbten
gepoten frid klärlich begriffen sein von der wegen wir uns mermaln erpoten
haben sy darzuhaltten. Wider solh brieff ewr kayserliche wirde alles das das geleich
willig und gerecht war ze thun. Und ob etwer untter in erfunden wurd der dem
rechtten nit gehorsam sein wurd, dieselben auszutreiben überzogen und noch bey tag
auf in, damit Ir ewr brieff und sigel denn verbrochen habt.
Ewr kayserliche wirdichait hat uns auch unnser kungkrcich wider all versclireybung
bescliedigen lassen vor und nach ausgang des vorbestimbten frids an alle bewarung
ewr und der ewern. Wir sein auch besuecht worden menigsmal in gütlichem hayl
zu verwilligen. Darein wir alweg umb gemayns nutz willen gewilligt haben, das alle
geleiche pilliche sach an uns nie kain abgang ist gewesen.
Wir haben auch durch unnser rätte twr kayserlichen Wirdikayt zuenpoten, das
Ir in disen swären lewffen anligen der heiligen Kristenhait nicht also ewer aygen
willen so Ir gegen uns hiet an all unnser schulde sonder ruen liest und hilff gedenckhen
gemayncn nutz furzenemen und den ungelaubigen türken widerstand ze thun hat ewr
kayserliche Wirdikait dieselben unnser poten veracht und in offem rat verpoten, das sy
nicht mer zu ewch körnen sullen, als auch yecz unnser heyliger Vater der Babst
aus bäpstlicher macht den frid so wir mit unnsern feinten gehabt auf ain Jar gestreckht
haben wir bey unnserm heyligen Vater dem Babst als aynem liebhaber des frids und
gemayns nutz wir gehorsam wollen sein. Solh unnser brieff habt Ir nicht aufgenommen,
und in ewr kantzley verpoten die aufzenemcn. Und wiewol ewr kayscrliche Wirde
nun der ist, der am höchsten gepewt, dem ungelawben widerstand ze thun, nach dem
Ir denn in ewch selbs in gemaynem nutz zuversechen und ewch gänlzlich erkent, so
habt Ir ewch daran nicht benuegen lassen, das Ir uns nie kainen peisland wider die
ungelaubigen gethan habt, sunder aus ewerm neyd unns peistandt wolten thun widerraten
und verpoten, als wir das wol wissen mögen.
Des und ander merckhlicher ursach halben werden wir gedrungen uns ewrs mutwillens
aufzehalten. Deshalben wir der heyligen kristenhait notturft wider die Türcken
anwenden müssen und wellen, darauf ewr und der die ewch ewrs mulwillens verhelften
wellen und ewern erblichen landen feint sein. Und was sich also zu solher feintschafft
durch uns und all unnser undertan und helffern mit raub prantt totschlag und notlung
der gslösser und landt begibt, wellen wir unnser kunglich ere bewaren.
Und ob wir icht mer bewarung bedörfften hiemit auch gethan haben.
Und wann wir nun nye wider das heylig römisch reich in willen gewesen sein
ze thun, so nemb wir in diser abkündung mit benanten Worten aus all und yedlicb des
heyligen römischen Reichs geistlich und weltlich kurfürsten und fürsten, grauen, herren
ritter und kneeht und die von steten, wider die wir nicht sein wellen noch thun.
Mit urchund des briefs mit unnserm aygen aufgedruckhtem Innsigcl, der geben
ist zu Ofen an pfincztag vor Sandt Feitztag anno domini etc. Ixxvij 0 . unnsers Reichs des
Jiungerischen in dem zwainczigisten Jar und des beharnischen in dem ncwnten Jare.
(NB. Schon öfter gedruckt).
C. b. Nr. 1586. p. 423 — 424.