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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Chain  tail  sol  des  andern  unterlan  in  seinen  verspruch  schütz  noch  schirm  nemen.
All  unterthan  sullen  all  zwitraclit  so  sich  in  disem  anstandt  erheben  treulich  undertrucken
  und  nit  meren  bey  Vermeidung  schwerer  straff.
All  Übertreter  disz  gütlichen  anstands  sullen  gestraft  werden  alls  fridprechcrn
zwgehorl.
In  solichem  frid  soll  auch  kaincrlay  schlos  noch  stat  etc.  von  chainem  tail  weder
durch  absteigen  oder  ander  iistikait  abgedrungen  wie  yemanlz  erdenncken  mocht  behendigt
  werd(en).
Der  Kunig  pey  der  Ens  soll  nicht  mer  pauen  dann  was  er  angefangen  hat  mag  er
wol  pesseren  ongeuert.
Des  Kunigs  soldner  sullen  uher  dy  Ennszs  noch  nyndertnit  auf  kainerlay  fuetterung
reitten,  was  sy  aber  zw  notturft  pedurffen  sullen  sy  ainem  yedem  redlichen  pezalen.
Es  sullen  auch  dy  benantten  zwen  tayll  yeder  zw  seinem  tail  iij  hundert  zw  roszs
und  ij  hundert  zw  fuesz  halten  dy  straszs  zw  pereytten  und  in  frid  zw  halten,  das  all
ubelltater  gestraft  werden  .
Dy  pastein  so  für  dy  schlos  Voytsberg  und  Laming  gemacht  sein  sullen  fuder  getlian
  werden  ,  damit  dy  erledigt  und  frey  gemacht  werden.
Der  Haubtman  und  schlosz  zw  Pertoltstain  sullen  sich  in  dysem  handel  unverdachtlicli
  halten  und  chaincm  tail  weder  zw  vor  oder  nachtail  nichts  han  dan  sunder
soliclis  schlos  sol  dem  rechten  und  natürlichen  herrn  Vorbehalten  sein.
All  gefangen  so  in  solchem  offen  krieg  gefangen  sein  sullen  gegen  einander  ausz
gegeben  werden  als  durch  unterlading  gefunden  wirt.
Das  pistumb  und  Capitel  zu  Passaw  mit  seiner  zw  gehorung  sullen  in  dysem  fridlichen
anstandt  auf  des  Kunig  seytten  begriffen  und  gepunden  sein.
Diser  anstandt  sol  kainen  schaden  thuen  dez  frid  so  der  Kunig  mit  sunderen  pcrsonen
hat  noch  denselben  personen  solichen  frid  nit  aufsagen,  sunder  nach  auszgang  desselben ­
  frids  mag  er  dye  selben  personen  widcrumb  pekriegen.
Von  der  huldigung  wegen  wellen  sich  dy  herren  selb  miteinander  verainen.
Zw  solichem  handel  haben  sich  unterschriben  Herr  Johan  Biscliolf  zw  Breslau  Her
Thoman  Juauriensis  biscliolf  auch  ander  des  kunigs  von  Unngern  geschworen  rätt.  —
Und  concordit  mit  der  anderen  reuersz  zettel.
Ich  Wenusch  Her  von  der  Weitmül  bekenn  das  Ich  bey  der  beredung  als  ain  mitler
auch  gewesen  bin.
C.  b.  1586.  p.  415  —  417.

i.)  Uebergabs-Bedingungen  der  Sladt  Wien  anK.  Matthias  v.  Ungern  1485.
Notatur  forma  Tractatus  sub  conditione  hic  inserta  deditionis  inter  Regem  Hungarie
  et  Wicnnenses  celebrati  feria  2da  Penthecostes  oblati.
Primo  Inhabitatores  Wienne  dicto  Regi  deditione  se  deuouerunt  si  ante  vigiliam
Corporis  Christi  per  suum  dominium  non  fuerit  anxiliatum,  ipsumque  in  futurum  pro  eorum
  principe  et  domino  naturali  recognoscere  vellent,  quam  deditionem  dictus  Rex  graliose
  recepit,  prout  sequitur  in  articulis  infrascriptis.
In  primo  petierunt,  quod  dictus  Rex  dominum  Johannem  Keller,  Johannem  Wullenstorffer,
  Nicolaum  Strela  Capitaneos,  Johannem  Geier  et  omnes  stipendarios  nomine
excepto  cum  rebus  et  bonis  ipsorum  secure  et  libere  ex  Wienna  ad  quecunque  maluerint
loca  ire  permittat.
Consensit  rex  sub  conditione  ista,  quod(nil?)  eorum  que  suntlmperatoris  auferant  et
quod  ad  proxime  futurum  Sabbatum  exeant.
2do  petunt,  si  prenominati  viri  vel  alii  ex  inhabitatoribus  transmigrare  vellent  domioliaque
  eorum  alio  constituere,  quod  sine  suo  impedimento  et  suorum  valeant  cum  bonis
eorum  ire,  bona  eorum  vendere  et  alienare  pro  utilitate  eorum.
Responsum  dedit  Rex,  quod  nullum  velit  cogere  exeundi,  alienandi  aut  res  suas
distrahcndi,  imo  quicunquc  velit  continuare  inhabilalionem  hactenus  retenlam  eundem
ne  dum  secure  facere,  sed  etiam  fouere  pollicitus  esl.  Si  qui  vero  habeant  animum
oxcundi,  hij  infra  mensis  spatium  cxcant,  annum  vero  habeant  pro  alienandis  rebus.
            
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