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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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nanten  zway  monat  verzogen  wirt  ,  so  sol  alszdann  nach  bestimbter  zeytt  solch  vor,
willigung  auf  sein  Heylikayt  pcschelien  ah  und  nichtz  sein,  sunder  kunig  von  Unngern
mag  nach  auszgang  bestimpter  zeyt  zw  sandt  Gilgentag  (?)  solich  krieg  widerumb  anfahen
  und  treyben  in  maszen  wie  uor.  Auch  wo  dy  kurfürsten  undHertzog  Albrecht  von
Sachsen  darzw  er  sich  des  mereren  versieht  mitsampt  in  zwischen  der  kayserlichen
Maiestat  und  dem  kunig  in  bemelter  Sachen  ichts  guetz  handeln  oder  auszriebten  ,  das
sol  vermeller  verainigung  und  den  furgenomen  artikeln  unvergriffen  und  unschedlichen
sein.  —
Hernach  volgen  dy  Artikel  wie  man  sich  in  dem  frid  halten  soll.
Von  erst  sullen  bedc  tail  nämlichen  dy  kayserlich  Mäfestat  und  der  konig  von
Ungern  und  alle  die  so  in  zw  payder  seytten  unter  dem  handcl  verwont  und  verdacht
sein  mit  vcht  veintschaft  rauh  prannt  und  andern  dy  zeyt  solichs  fridlichen  anstantz
still  und  mit  rue  in  guetter  anichayt  pleyben  und  gehalten  werden  und  wo  solcher  frid
und  ainichayt  es  wer  von  welchem  tail  das  Avär  verbrochen  und  in  ainem  oder  menigeren
artikel  nit  gehalten  wurd  sol  gestrafft  werden  wie  hernach  volget,  des  sullen  sich  also
ped  tail  stat  zw  halten  nach  notturft  gegeneinander  verschreyben.
Ob  nach  den  vor  yetz  furgenomen  und  gesatzen  fridlichen  anstandten  Etwaszs
schaden  mit  prannt  raub  etc.  ergiengen  durch  wem  und  wie  das  beschehen  ist  sol  gestraft
und  gerechtuertigt  werden  durch  dy  so  von  beden  tailn  darzw  gegeben  und  geornent
werden  und  wo  sich  etlich  tail  des  widern  und  nicht  thuen  wolten  so  sullen  peder  tail
haubtleut  schaffen  und  ernstlich  daran  sein  domit  solichs  werd  stät  gehalten  —  Und  wo
sich  dy  haubtleut  des  mit  einander  nit  verainen  chunden  so  sol  .  Herr  Wenusch  Weitmülner
  ain  mitler  sein.  So  sich  aber  also  dy  auch  mit  einander  nit  vertragen  künden
so  sol  solichs  für  dy  Fürsten  von  Bayern  nämlich  Hertzog  Jorgen  und  llertzog  Albrecht
  etc.  als  obman  und  richter  derselben  sach  gelegt  und  geschoben  werden  und  welcher
tail  also  von  den  benanten  zwain  fürsten  für  unrecht  erkannt  wirt  und  dez  andern
gerechten  tail  darumb  nit  genueg  thuen  wolt,  so  sol  in  der  gerecht  tail  wol  furnemen
mit  veht  etc.  wie  er  es  dann  bechumen  mag.
Es  soll  auch  solichs  Übertretung  des  frids  der  bemelten  artikel  vor  den  Fürsten  yetz
gemelt  erclärtund  auszgetrageri  werden  in...  Wochen  nacheinander  und  wo  es  lenger  verzogen ­
  wurd  so  sol  und  mag  dannoch  der  ungerecht  durch  den  gerechten  furgenomen
werden  in  vorbenanter  maszs.
Es  sullen  auch  auf  peden  tailn  in  Österreich  Steir  etc.  Haubtleut  geornet  und  gesetzt
werden  und  welcher  tail  also  schaden  enpfangen  hat  sullen  sich  peder  tail  Haubtman
zwsamen  fuegen  und  ainem  yedem  des  rechten  und  der  pillichayt  gestatten  und  verheln
und  übel  straffen  und  was  dy  selben  wider  dye  so  also  miszhandlung  thuen  und  beweysen
  sol  wider  disen  fridsatz  nit  gehandelt  noch  gethan  sein.
Auch  wo  ausz  ainem  schlosz  in  den  benanten  lannden  yemantz  ainicherlay  schaden
enpfing  sullen  sich  dy  zwen  haubtman  zw  peder  seyt  für  das  selb  schloss  schlahen  das
gewinnen  und  was  guetz  man  darinn  vindt  sol  man  den  soldnem  so  das  schloszs  oder
besess  gewinnen  helffen  in  gleicher  taylung  geben  und  antwortten.  Und  solich  sol  pcschehen
  in  funff  wochen  nächst  chunftig  wann  solich  that  peschiecht.  Wo  aber  der
Haubtman  solichs  des  ungerechten  tails  nit  thun  sunder  darinn  säumig  sein  wolt,  so
sol  derselbig  vor  seinem  herrn  darumb  beclagt  und  furgenomen  werden  wie  vor  begriffen ­
  ist.
All  aufsleg  auf  der  Tunaw  an  allen  enden  sullen  fuder  gethan  werden  dan  allnin
zwen  der  ain  unserem  Herrn  Kayser  der  ander  dem  kunig  von  Ungern,  an  welchen  endten
  auch  wy  sullen  sich  dy  herren  yetz  mit  einander  verainen  und  der  halben  registcr
machen.
Es  soll  auch  furan  nyemantz  kainerlay  newung  oder  aufschlecli  auf  der  Tunaw
machen,  welcher  das  uberfur  desselben  schloss  sol  man  gewinnen  und  zerprechcn  auch
mitfarn  wie  obgemelt  ist.
All  kaufleut  und  ander  sullen  in  disem  fridlichen  anstandt  auf  wasser  und  landt
wie  in  das  fuegt  mit  leyb  und  gut  sicher  frey  an  all  peschwärung  auf  und  ab  ziehen
nach  irer  notturft.
All  geistlich  gcricht  sullen  bey  iren  wirden  und  stendten  peleyben  wie  vor
angeuerd.
            
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