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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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sehen  bet.  Nachdem  er  aber  verstannden  ,  das  sein  k.  wlrde  die  geselschalTt  des
konigs  von  Enngellanndt  an  sich  genomen  liab,  ivelhe  verpindung  dann  die  maynung  in
sich  hallt,  under  annderm,  aynen  aufgereckten  ayd  ze  swern,  eins  kunigs  von  Franckreich
  veindt  zu  sterben.  Auch  dieweil  der  Römisch  kunig  daneben  nach  dem  lanndt
ßritonia  durch  heyrat  gestellt  hat,  deshalben  dem  ganntzen  kunigkreich  zu  Franckreich
aufruer,  widerwärtig  und  Zerstörung  hiet  anfersteen  und  erwachssen  mugen,  hah  er
nach  rat  seiner  lanndtschafft  Fürsten  und  Herren,  solliem  zu  begegnen  und  zuuerkumen,
weg  muessen  erdenncken,  und  funden,  und  wann  aber  das  durch  keinen  fuegklichern  noch
Passern  weg  hab  furkommen  mögen  werden,  dann  durch  Heyrat,  so  doch  dasselb  lanndt
von  der  krön  zu  Franckreich  belehenndt,  und  sey  annders  willens  nye  gewesst,  dann
solich  gemelt  lanndt  mit  willen  des  rechten  erben  in  sein  handt  und  gwaltsam  ze  bringen, ­
  und  darauf  das  Frewlein  von  Britonia  zu  seinem  gemahel  genomenn.
Auf  solichs  sey  nun  der  konig  von  Franckreich  bericht,  als  wie  der  keyserlichen
Mt.  fürbracht,  der  benanndt  erb  des  lanndts  Britonia  dem  Ro.  Konig  vermahelt  und  zu  der
ee  versprochen  sey,  dem  soll  sein  keyserlich  Majestät  noch  nyemandts  gelauhen  geben.
Wol  sey  bey  Ir  der  ding  und  Versprechung,  durch  des  Ro.  Konigs  botschafft,  auf  einen
gwalt  gehanndelt.  Weiher  gwalt  aber  zu  der  selben  zeyt  nit  genuegsam  erfunden  und
dessbalben  gemellte  botschafTt  dem  benantten  Freulein  von  Britonia  ainen  bestanndt  mit
botschafft  thuen  mnessen,  solhen  manngel  des  gwalts  in  eyner  bestymbten  zeyt  zu  erfüllen ­
  und  gnugsam  gwalt  furter  ze  bringen.  Dem  sey  nicht  nachgangen  worden,  demnach ­
  der  bemellt  erb  des  lanndts  nach  verscheynung  derselben  zeyt  nyemandts  mer  verpnnden,
  oder  mit  eynicherlay  ding  verpflicht  gewesen  sey.
Auff  das  hab  Er  der  kunig  von  Franckreich  sy  und  all  ir  herren,  so  bey  der  abred  des
Ro.  Konigs  botschafft  gewesen  sind,  fragen  und  durch  sein  botschafft  ersuechen  lassen,
ob  sy  yemandts  in  der  werlt  und  sonderlich  dem  Ro.  Konig  in  aynicherlay  Sachen  verpflicht ­
  und  verwonnt,  oder  frey  und  ledig  war.
Darauf  hat  sy  selb  zwainzigist  irer  Fürsten  Herren  und  Bischouen  aynen  eyd,  das
sy  ledig  und  frey  sey,  geschworn.  Darauff  er  sy  zu  einem  gemahel  genomen,  in  hoffnung
  kristenlichen  gesetzenten  rechten  nichts  widerwärtigs  gehanndelt  noch  gethan  hab.
Und  zum  beslus  so  hab  der  Kunig  von  Franckreich  guet  wissen,  das  Ime  der  Ro.
Konig  sein  tochter  zu  einem  gemahel  nye  vergundt  hab,  demnach  so  well  er  sy  Im  mit
grossen  ern  und  wirden  widerumb  antwurtten  und  haymferttigen.
Unnd  nachdem  der  Ro.  Konig  seinen  Sandtbolen  nicht  hörn,  noch  keinen  glympf
von  Im  aufnemen  hab  wellen,  so  bite  er  die  keyserlich  Maiestat,  das  dieselb  Stat  und
zeyt  auch  ain  botschafft  mit  gnuegsamen  gwalt  ze  schicken  fürneme.  Der  geleichen  soll  und
well  er  auch  sein  botschafft  notturfftigklich  mit  gnuegsamen  gwalt  daselb  hin  schicken,  und
alsdann  von  aller  zwitracht  und  beswarungen,  so  ain  tail  zu  dem  anndern  vermaint  ze
haben,  reden  und  in  den  Sachen  zu  gueter  aynigkait  und  fruntschafft  hanndien  lassen,  sich  auch
in  allweg  seiner  keyserlichen  Majestät  zue  gefallen,  und  mit  dem  haus  Österreich  in
gueter  frundtschafft  gern  hallten,  souerr  er  das  erlanngen  und  zu  wegen  bringen  mög  e'c.
Darauf  unnser  Herr  Keyser  wie  hernach  kumbt  antwurt  durch  maister  Bernhardt
Österreichischen  Cannizler  gegeben  hat.
Zuerst  des  Haimfertigen  halben  gepur  sich  wol  ,  das  der  Kunig  von  Franckreich
dem  Ro.  Konig  sein  tochter  auf  die  gross  Verhandlung  so  er  mit  seiner  praut  dem  Frenlein
  von  Britonia  erscheinen  hab  lassen,  fürstlich  und  mit  irm  heyratguet  haim  schick.
Zum  anndern,  als  wie  kain  ee  zwischen  dem  Ro.  Konig  und  der  Hertzogin  von
Britonia  nye  gewesen  und  noch  heut  nit  sey,  wissentlich  und  allennthalben  kundt  und
offenbar,  wie  und  in  was  gestalt  Ime  dem  Römischen  konig  dieselbig  vereelicht,  verlobt ­
  und  zu  einem  gemahel  gegeben,  es  sey  auch  solich  heyrat  von  dem  Bähstlichcn
Stuel  confirmirt  und  approbirt  worden.
Zum  dritten  eins  tags  halben  sich  zu  uereinigen  welle  seiner  keyserlich  Majestät
ausserhalb  des  Römischen  Konigs  unnd  annder  fürsten  des  reichs  einicherlay  anzesagen
nicht  zymbenn,  wann  er  als  ein  keyser  des  unkristenlichen  handeis  halben  an  denn
yelzgemellten  Römischen  Konig  und  des  reichs  willen  und  wissen  antwort  ze  geben  kain
macht  hab".
Auf  solichs  begert  die  botschafft  von  Franckreich  dise  antwort  in  geschrifft  ze
gehen.  Darzu  unnser  Herr  Kayscr,  „es  war  seines  keyserlichen  hoffs  gewonhai!  nit.
            
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