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sehen bet. Nachdem er aber verstannden , das sein k. wlrde die geselschalTt des
konigs von Enngellanndt an sich genomen liab, ivelhe verpindung dann die maynung in
sich hallt, under annderm, aynen aufgereckten ayd ze swern, eins kunigs von Franckreich
veindt zu sterben. Auch dieweil der Römisch kunig daneben nach dem lanndt
ßritonia durch heyrat gestellt hat, deshalben dem ganntzen kunigkreich zu Franckreich
aufruer, widerwärtig und Zerstörung hiet anfersteen und erwachssen mugen, hah er
nach rat seiner lanndtschafft Fürsten und Herren, solliem zu begegnen und zuuerkumen,
weg muessen erdenncken, und funden, und wann aber das durch keinen fuegklichern noch
Passern weg hab furkommen mögen werden, dann durch Heyrat, so doch dasselb lanndt
von der krön zu Franckreich belehenndt, und sey annders willens nye gewesst, dann
solich gemelt lanndt mit willen des rechten erben in sein handt und gwaltsam ze bringen,
und darauf das Frewlein von Britonia zu seinem gemahel genomenn.
Auf solichs sey nun der konig von Franckreich bericht, als wie der keyserlichen
Mt. fürbracht, der benanndt erb des lanndts Britonia dem Ro. Konig vermahelt und zu der
ee versprochen sey, dem soll sein keyserlich Majestät noch nyemandts gelauhen geben.
Wol sey bey Ir der ding und Versprechung, durch des Ro. Konigs botschafft, auf einen
gwalt gehanndelt. Weiher gwalt aber zu der selben zeyt nit genuegsam erfunden und
dessbalben gemellte botschafTt dem benantten Freulein von Britonia ainen bestanndt mit
botschafft thuen mnessen, solhen manngel des gwalts in eyner bestymbten zeyt zu erfüllen
und gnugsam gwalt furter ze bringen. Dem sey nicht nachgangen worden, demnach
der bemellt erb des lanndts nach verscheynung derselben zeyt nyemandts mer verpnnden,
oder mit eynicherlay ding verpflicht gewesen sey.
Auff das hab Er der kunig von Franckreich sy und all ir herren, so bey der abred des
Ro. Konigs botschafft gewesen sind, fragen und durch sein botschafft ersuechen lassen,
ob sy yemandts in der werlt und sonderlich dem Ro. Konig in aynicherlay Sachen verpflicht
und verwonnt, oder frey und ledig war.
Darauf hat sy selb zwainzigist irer Fürsten Herren und Bischouen aynen eyd, das
sy ledig und frey sey, geschworn. Darauff er sy zu einem gemahel genomen, in hoffnung
kristenlichen gesetzenten rechten nichts widerwärtigs gehanndelt noch gethan hab.
Und zum beslus so hab der Kunig von Franckreich guet wissen, das Ime der Ro.
Konig sein tochter zu einem gemahel nye vergundt hab, demnach so well er sy Im mit
grossen ern und wirden widerumb antwurtten und haymferttigen.
Unnd nachdem der Ro. Konig seinen Sandtbolen nicht hörn, noch keinen glympf
von Im aufnemen hab wellen, so bite er die keyserlich Maiestat, das dieselb Stat und
zeyt auch ain botschafft mit gnuegsamen gwalt ze schicken fürneme. Der geleichen soll und
well er auch sein botschafft notturfftigklich mit gnuegsamen gwalt daselb hin schicken, und
alsdann von aller zwitracht und beswarungen, so ain tail zu dem anndern vermaint ze
haben, reden und in den Sachen zu gueter aynigkait und fruntschafft hanndien lassen, sich auch
in allweg seiner keyserlichen Majestät zue gefallen, und mit dem haus Österreich in
gueter frundtschafft gern hallten, souerr er das erlanngen und zu wegen bringen mög e'c.
Darauf unnser Herr Keyser wie hernach kumbt antwurt durch maister Bernhardt
Österreichischen Cannizler gegeben hat.
Zuerst des Haimfertigen halben gepur sich wol , das der Kunig von Franckreich
dem Ro. Konig sein tochter auf die gross Verhandlung so er mit seiner praut dem Frenlein
von Britonia erscheinen hab lassen, fürstlich und mit irm heyratguet haim schick.
Zum anndern, als wie kain ee zwischen dem Ro. Konig und der Hertzogin von
Britonia nye gewesen und noch heut nit sey, wissentlich und allennthalben kundt und
offenbar, wie und in was gestalt Ime dem Römischen konig dieselbig vereelicht, verlobt
und zu einem gemahel gegeben, es sey auch solich heyrat von dem Bähstlichcn
Stuel confirmirt und approbirt worden.
Zum dritten eins tags halben sich zu uereinigen welle seiner keyserlich Majestät
ausserhalb des Römischen Konigs unnd annder fürsten des reichs einicherlay anzesagen
nicht zymbenn, wann er als ein keyser des unkristenlichen handeis halben an denn
yelzgemellten Römischen Konig und des reichs willen und wissen antwort ze geben kain
macht hab".
Auf solichs begert die botschafft von Franckreich dise antwort in geschrifft ze
gehen. Darzu unnser Herr Kayscr, „es war seines keyserlichen hoffs gewonhai! nit.