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ducaten in aigner person vor dom verhörer der Camern zu erscheinen, und daselbs furzulegen
das wir Cristen sein. Als oh wir etwas news im glauben vcrsten Süllen* an das
wurden wir als Ketzer und in die summa des berurten penfals erkannt. Wir haben beswarde,
das unser person in solh verre erfordert werden sullcn, so wir doch billicher
in unnserm vatcrlannd vor unnserm ordenlichen und ungcmittclten Richtern furgenomen
werden solten, dann wir der römischen Zungen ungelert und bisher nicht den puechern,
sonnderder Ritterschafft obgelegen. Dardurch wir aber nicht geacht werden, als solten
wir unsern lewmund und Ewer Heiligkait Fiscal verachten, begern und hoffen wir dise
unser unkundig schrift werde unns als den swer ist gen Rom ze ziehen awsreden und
entschuldigen, und Ewr Heiligkait sol nicht zweyfln unns Cristen ze sein und recht den
cristenlichen glawben vernemen. Dann wir von unnsern Eltern Eeen und Uren und anndern
unsern vorfodern Cristen geporn mit den Sacramenten der Kirchen gesprengt, under
den cristen erzogen in dem glawben und cristenlichen Lere undcrweisl und verstcen
nicht annders, dann das wir von dem gelertisten und geistlichsten mannen geistlichen
und weltlichen, Briestern erlernt sein, und teglichen von in lernnen. So sein wir auch
mit dinst verphlicht ainem cristnlichen Fürsten , der Got eret, den gotsdinst meret und
das wort gots vleissigklich höret, die Briesterschaflt erkennet, der Kirchen zugibt, die
gerechtigkait liebt, Wueterey fleucht und alles Lasster hasset, der nicht allain mit dem
Eebruch, sonnder mit unverschambten wanndl Worten noch gericht nicht vermerckht, des
glauben und volkomenhait dermassen ist, dass er gantz nyemand so von dem cristenlichen
glauben nicht recht vernymbt in seinem palast oder ainicherlay dinstperkait in
die lenng geduld. Dadurch aber Ewr Heiligkait lautter und unnderschiedlicher wie
wir unns in dem glauben versteen wissen trag wie diemutig und ergeben Sun der
Kirchen glauben und bekennen zum ersten, das ain Got sey vater und sun und der
heilig geist, den Sun eingeleibt gemarttert und das er erstannden sey, und in glcichnuss
seiner urstend glauben wir, das all menschen ersten werden, ain Kirchen und ain
ersten Römischen Stuel und das ain yeder der cristenlich und nicht frauenlich noch durch
verkerte sonder gerechte wall denselben Stuel besitzt und dieselben obristen wirde mit
posen sitten und beypilden nicht beflecklit und den Sclieflein mit dem pluet Cristi erlöster
nicht schannde vortregt, das dcrselb sey sein Vater und ain Richter der ganlzen gemainschaft,
dem von menigklich gehorsam getan werden sulle und macht hab zu pinnden
und zu enntpinnden so der Slussl nicht irret. Wir glauben daz got ain gerechter
Richter sey, der die swärn iibl als die sein Rawberey, Kirchpruch, hochfart unkewsch
uppikait und missprauch des erbs Cristi, BeyslalTern, nennt man zw Teutsch Htiererey Simoncy
und annder mercklich misstat, dadurch der cristenlich glawben abreyset und die gantz
hesamlung der Cristen beschambt wirdet, mit dem ewigen fewr straffe, ditz glauben wir
ains unzweifcnlichen glawbens und was sunst die heilig und gemain Kirchen die ain
gemains Concili bedewtt ertailt. Vleissigklich bittend und flehende, das Ewr Heiligkait
dem Fiscal verbiet und zu sweigen bevelh. Dann wo wir gleich annderer gcitigkail ersatten
möchten würden wir doch darumb nicht pesser cristen geacht. Ewr Heiligkait
sey gedächtig des tröstlichen worts Cristi, des stat Ir hailler auf erdrich der da spricht,
Ich wil die Barmhertzigkait und nicht das opfer. Derselb Herr Cristus wolle Ewr
Hochwirdigkait zw Regierung der Kirchen lanng saligklich behalten.
C. b. Nr. 1586. p. 399 — 401.
g) Nachricht von der französischen Bothschaft bey K. Friedrich III. 1492.
De Rege Francie.
Item des kunigs von Franckrcich ßottschafft ist an Mitichen vor dem Sonntag Jubilate
etc. Ixxxxij 0 von keyserlicher Majestät verhört worden, der Werbung in latein
beschuhen ist und hellt sich wie hernach volgt.
Erstlich. Als wie kunigklicher Mt. von dem kunig von Franckreich vil mishandlung,
so er mit seiner tochter und dem Freulein von Brilonia gethan haben, furkommen
und anbracht sein sollten. Nu sey er der konig von Franckreich all sein tag des willens
und gemuets gewesen, mit dem haus ze Österreich einig ze se n, und in gucter frundlschafft
zu steen vor allen aniulern Fürsten, des geleichen er sich zu dem Ro. Konig auch ver-Sitzb.
d. philos.-histor. CI. Jahrg. 1850. II. Bd. IV. Ilft, 35