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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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«las  dein  lieb  und  unser  Oheim  Marggraf  Albrecht  solicber  ewer  bottschaft  nicht  lenger
verziehen  ylent  zu  uns  herabtut,  das  wollen  wir  gern  hören  ,  und  das  die  mit  follor
underweysung  und  macht  kummen  und  uff  Sant  Siluesterstag  on  alles  lenger  verziehen
ylende  by  uns  alhie  sey.  So  wollen  wir  versuchen  der  kurfürsten  bottschaft  und  ander
die  alhie  sind  daruff  zu  enthalten.  War  aber  Sachen  das  soliche  ewer  bottschaft  uff  den
•egenanten  tag  nicht  kämen  so  mästen  wir  den  bottscheften  die  alhie  sind  antwurt  geben,
die  uns  dann  füglich  bcdunken  wurde  und  dein  lieb  versteet  wol,  das  wir  nachredhalb
nicht  lenger  verziehen  möchten.  Geben  zu  Wienn  an  Frytag  qualemper  vor  Weyhennachten
  anno  xlvjto-  (16.  December  1446.)
C.  b.  Nr.  15S6.  pag.  311,
b)  Appellation  des  Freiherrn  Ulrich  von  Grafeneck  gegen  die  von  dem
päpstlichen  Legaten  Cardinal  Marcus  (Patriarch  v.  Aquileja)  verhängte ­
  Excommunication.
Hie  dingt  und  apclyert  der  edl  wolgeparen  Herr  Her  Ulreich  Freyherr  zu  Graffenek
von  der  maniciam  und  ladung  dy  hie  und  andern  enten  geoffenwart  ist  von  wegen  des
hochwirdigcn  in  got  vater  und  Herr  Hern  Marxsen  gardinal  Patriarch  von  zw  Agla  und
Legaten  des  heilligen  pebstlichen  stuel  darin  In  dan  sein  wirdigkaitt  unpillichen  verunglymph
  und  wider  ornung  aller  rechten  grobleich  peswert  und  tuet  dapcy  menikleieh
zw  wissen  als  an  dem  Sunttag  Remyniscere  nagst  vergangen  etleich  namhaft  prelalen,
herren,  rytter  und  chnecht  zw  Eberstarff  pey  Im  und  anderen  sein  franten  und  mit  gewanten
  gewessen  sein  und  an  sew  pegert  haben  dy  unerlawbten  aufsleg  rue  zw  lassen
uncz  auf  dy  nagst  kunfly  Sunibenten  darauf  In  geantwurt  ist  das  se  mer  tuen  welen
wcn-se  pegeren  und  wellen  mit  in  auf  sein  nach  irem  höchsten  vermögen  und  mit  irs
selbs  leib  in  velt  ziechen  auf  alle  dy  dy  da  aufsleg  nemen  auch  wider  alle  dy  das  landt
pecliryegen  und  wellen  von  dem  nicht  lassen  uncz  sy  dy  aufsleg  und  dy  krieg  abtuen.
Se  wellen  auch  alle  dy  unsfern  aller  gnedigisten  Herrn  dem  Römischen  kayser  und  dem
landczrecht  nicht  gehorssam  wellen  sein  zw  geharsam  helfen  pryngen  und  der  benant
von  Graffenek  und  Her  Hainreich  von  Liechtenstain  wolten  dy  ersten  sein  dy  ir  aufsleg
wollten  abtuen,  sewerenin  erlawbt  oder  nicht  und  des  als  wolten  se  sich  verschreiben
und  ir  mit  gewanten  das  se  des  gleichen  zwi  tuen  dy  vier  stend  des  lantz  gegen  in
auch  verschreiben.  Sollich  ir  erpietten  was  nun  denselben  nicht  geuellig  auf  zw  nemen
und  pegerten  aber  wie  var  die  unerlawpten  aufsleg  rue  zwlassen.  Darauf  wart  in  geanlwurt
  das  se  sich  ercliunden  an  den  dy  nicht  mit  in  sten  und  aufsleg  nemen  wie  sich
dicselbigen  darin  halten  wolten  und  so  sy  des  ain  gewissen  gewungen  ,  so  wolten  Si
der  auch  gepurlich  und  erbery  antburt  geben  das  sy  auch  gethan  haben  in  gegenwurtikait
  des  erwirdigen  Hern  abts  zwn  Schotten  Hern  Ruediger  von  Starhenbergk  und
Sigmund  Maroltiger  und  mit  in  des  Stucks  halben  veraint  daran  sy  ain  guet  geuallcn  gehabt ­
  haben,  darauss  rue  frid  und  ainikait  des  lands  wer  zw  hoffen  gewessen  das  mainen
zw  wehclffen  villeich  mit  nicht  andern  das  mal  haben  wissen  zw  wennden  dan  solich
unpillich  verungelimphen  zu  erlangen  und  haben  den  liochwirdigen  Herrn  und  Legaten
solich  unbarliait  anpraclit  in  hoffrnjng  sy  wurden  dadurch  dye  westymbten  Herrn  zw  Unwillen ­
  wewegen  dadurich  Iaht  und  lewt  lenger  zw  unainnikait  pleiben  muessen,  wan  sy
hietten  sich  versechen  das  über  solichs  ir  gleichs  erbers  und  pillichs  erpietten  nicht  verhengt
  wer  warden  sye  zw  Wienn  anzwslahen  auf  dem  predig  stuln  zw  verkünden  und
dermass  zw  veruaglimphen.”
C.  b.  Nr.  1586.  fol.  335.
c)  Schreiben  an  den  Al>bt  von  Tegernsee  etc.  1505.
Sünder  gnediger  lieber  Herr,  mein  gancz  willig  Dienst  uwer  gnaden  mit  trewn.
Ich  tanck  uwer  gnaden  gar  unnttänigss  Vleisss  ur  orunng  dess  weinss  und  ander  genaden, ­
  die  mir  von  uwer  gnaden  erzaigt  werden  an  mein  verdienen  —  got  welle  mir
verleichen,  das  Ich  ess  vergleich  —
Gnediger  lieber  herr  von  newen  Zeiltunngen  waiss  ich  uwer  gnaden  nicht  sunderss
zu  schreiben—dann  das  mein  gnediger  Her  iz  bey  ko.  Mat.  und  andern  Fürsten,  auch  dess
puntss,  zu  Ulm,  ist  an  Sambslag  vergangen  dahin  kumen,  verhoff  seiner  gnaden  Sachen
            
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