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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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goczhaus  annhanngcndem  insigeln,  das  beschehen  ist  nach  Christi  gepurde  nlz  man
zaldt  Tausent  vierhundert  und  in  dem  sechs  und  sibentzigistem  jar  am  freytag  nach
Sand  Peterstag  der  Ketenfeir.  —
Notum  sit  Omnibus  quod  vendidimus  nostra  predia  in  Carinthia  et  pro  ista  pecunia
comparauimus  duas  curias  unam  in  Pergen  et  alteram  in  staindorflf;  vendidimus  autera
predia  in  Carinthia  Fratribus  noue  celle.
Ex  cödice  lat.  mon.  5509.  a.  fol.  118  b.  119*

6.)  Codex  g-ermanicus  monacensis  Nro.  1113  (ol.  Ratisbon.  civ.  229).
Anno  lxxv-o  Sabbato  post  Bartholomei  ist  daz  verruffet  in  der  Stat  ze  Wienne.
„Darumb  das  menichleiclien  armen  und  reichen  grozz  scheden  wideruarn  sind  lang
seither  von  den  Hofherren  und  ungesezzen  lewten  die  man  vierstund  laden  must,  als
gesezzen  purger  und  purgerinn  ,  die  denn  in  dem  furladen  ir  hab  dauon  prachten,  daz
nu  geifern  n'cht  mocht  vergolten  werden  wenn  man  si  denn  ze  Vankchnuzze  pracht,  so
wurden  si  mit  dem  vorsprechen  ledig,  si  wern  gesezzen  lewt,  und  geben  Jarhoftzins  so
must  ener  daz  wandel.geben,  und  het  dennoch  seines  gelts  nicht.”
,,Und  darurnb  so  ist  in  offem  Rat  erfunden  und  aufgesatzt  ze  einem  gemainen  nutz
menichleiclien  armen  und  reichen  ,  daz  furbazer  niemant  weder  man  noch  fraw  sulleri
baizzen  gesezzen  lewt,  si  haben  denn  haus  und  hof  in  der  stat,  und  vorsteten  ,  die  mugen
  si  dauon  nicht  pringen.  Dauon  ist  erfunden,  daz  man  solihen  ungesezzen  lewten
nur  ain  furbot  sol  tun  lazzen,  umb  geltschuld,  verantwurtent  si  sich  donn  nicht  mit  dem
ersten  furbot,  so  mag  si  umb  daz  gelt  ze  vankchnuzz  pridgen,  ez  w&r  denn,  ob  sich  ir
hauswirt,  oder  ein  ander  erber  gesezzen  man  wolt  annemlnen  für  si,  umb  daz  gelt,  so
sol  man  si  ungenant  lazzen,  und  mugen  dann  ir  recht  wol  haben  aiigeuer,  daz  man  si
vierstund  laden  mus.  Wer  aber  daz  ein  fraw  si  sey  witib  oder  hausfraw  die  erst  chlag
duldet  und  nicht  antwurt,  die  sol  man  nicht  vahen,  Wenn  die  frawn  fridw  er  sind,  aber
ir  hab  mag  man  in  wol  versperren.”
fol.  79.  a.
,,Item  in  demselben  Jare  (1375)  dez  nechsten  Samztagz  nach  Bartholomei  ist  an  offen
„markt  geruffet  worden,  von  unsers  herfen  dez  Hertzogen  wegen  und  von  der  Stat
„wegen  daz  dhain  man  der  in  der  Stat  mit  aigem  rukch  nicht  gesezzen  ist,  noch  mit
„der  Stat  nicht  leidet,  noch  dyenet,  swo  der  anderswo  gesezzen  ist,  dhainerlay  gemach
„noch  Chellr  ze  seinen  weynen  innerthalb  der  Stat  noch  aüzzerthalb  der  Statt  nicht
„gewinnen  noch  besteen  sol,  und  ob  si  yemand  bestanden  hiet  darüber  dasselbe  gedinge
„und  besten  sol  allerding  absein,  und  swaz  man  derselben  weyn  darüber  anchumpt  und
„begreiffet,  die  sol  man  alle  nemen  und  der  Stat  ze  irem  nutz  antwurtten  an  alle  gnad,
„und  sol  dennoch  .der  wirt,  der  in  seinem  haus  den  bestand  und  das  gedinge  gestat
„hat,  wider  das  gepot,  alz  vorgeschriben  stet,  ez  sey  haimleich  oder  offenlich,  verual«*
„len  ze  geben  ze  nutz  der  Stat,  fumf  phuntt  wienner  phenning  an  alle  gnad.”
fol.  79.  a.
„Daz  niemant  Strikch  ubertziehen  sol  weder  an  Stangen  noch  an  Häwser,  wer  es
„darüber  tut,  der  ist  dem  Richter  veruallen  zwen  und  Sibentzig  wienner  phenning  dem
„Richter  ze  wandel.”
„Daz  niemant  cliainen  wein  auzruffen  sol>  oder  wer  dez  uberuarn  wirt,  der  in  au»
„ruffen  häizzet,  der  geb  dem  Richter  auch  zwen  und  sibentzig  ze  wandel  und  den  Pübert
„der  in  auzgerufft  hat,  den  wil  man  slahen  in  den  Pranger.”
fol.  79.  b.
Oe  Hege  Ladislao.
1.  2.

0  reicher  got  du  höchstes  gut
Ich  lob  dich  zu  aller  frist
Kunig  Lasla  das  edel  pluet
Nun  ynn  gesetzet  ist,
In  seines  Vater  land  .
Das  er  erbet  hat  .
Her  got  huet  yn  an  alle  schant
Pewar  yn  frue  und’spatt  .

Des  pit  wir  dich  Herr  Jesu  Christ
Erhör  dein  Creatur
Seyt  du  unser  erledigcr  pist
Du  hast  erchauft
Uns  mit  deinem  pitern  sterben
Deines  rasen  variben  pluet  .
Herr  las  yn  nicht  verderben
Hall  yn  in  deiner  huett.
34  e

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