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oben hat nämlich ausser der schon besprochenen histor. Classc
der königlichen Akademie der Wissenschaften, deren 24 Mitglieder
sich der Pflege der deutschen und vorzugsweise der bayrischen
Geschichte widmen, auch einen historischen Verein, der mehrere
Hunderte von Freunden vaterländischer Geschichte und Kunst
und ihrer Denkmäler als seine Mitglieder zählt, und dieser Verein
wirkt auf eine sehr anerkennenswertlie und höchst verdienstliche
Weise. — Er hat nicht unbedeutende Sammlungen von
Denkmälern, Urkunden, Handschriften und Büchern, er hält Versammlungen
und regelmässige Sitzungen, er veranlasst und unterstützt
grössere oder kleinere Arbeiten, er veröffentlicht Jahresberichte
über sein Wirken und seine Erfolge, er hat auch
schon eine Auswahl der ihm zu Gebote stehenden Abhandlungen
in eilf Bänden herausgegeben, die zur Geschichte Oberbayerus
und namentlich Münchens beträchtliche Beiträge enthalten. Ich
habe mehreren Sitzungen dieses Vereines, so wie der königlichen
Akademie der Wissenschaften, beigewohnt und mich an dem regen
Sinne, an den kundgegebenen schönen Kenntnissen, an der
lebendigen Theilnahme für Alles, was vaterländische Geschichte
und Kunst fördert, wirklich erquickt. —
Eine solche Hofbibliothek mit ihrem Journal-Zimmer, ihrer
zweckmässigen Eintheilung und Zusammenstellung nach wissenschaftlichen
Fächern, ihren sehr brauchbaren und unter Aufsicht
freundlicher und wohlunterrichteter Männer leicht zugänglichen
Catalogen , die die Literatur genau bezeichnen und Handschriften
wie Bücher in kurzer Zeit herbeischaffen machen, mit solchen
herrlichen Schätzen, ist freilich eine höchst förderliche Anstalt.
Dazu eine verhältnissmässig beträchtliche Anzahl vonGelehrten,
Jung und Alt, die sich dem Studium und der Pflege der
Geschichte widmen, von Theilnehmern und Freunden endlich
aus allen Ständen, welche auf die eine oder andere Weise ihre
Anerkennung und Theilnahme beurkunden, alles das hat mir den
leider zu kurzen Aufenthalt in München zu einem unvergesslichen
gemacht. —
Doch ich vergesse, dass ich von den Resultaten meiner Forschung
in München erst die Hälfte besprochen. —
Ich habe nämlich nicht bloss die Bibi i othe k, sondern auch
die Ar c h i ve benützt, und diese gaben natürlich für meine Zwecke
noch mehr Ausbeute. — Doch davon ein ander Mal. —