Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

601

Es  ist  zu  hoffen,  dass  früher  oder  später  so  Manches  aus  den
hier  angedeuteten  Schätzen  durch  die  Akademien  von
München  und  Wien,  durch  den  historischen  Verein  für  Oberbayern, ­
  veröffentlicht  werde,  Proben  der  daraus  zu  gewinnenden
Resultate  habe  ich  diesem  Verzeichnisse  selbst  beigefügt.
Welche  Mühe  solche  Notizen  und  Verzeichnisse  auch  machen,
dem  ernsten  Forscher  wird  sie  hinlänglich  gelohnt,  ich  betrachte
die  darauf  verwendete  Zeit  wahrlich  nicht  für  eine  verlorne.
Ich  habe  nur  einen  Wunsch,  möchte  doch  ein  jüngerer  in
deutscher  Reichsgeschichte  und  in  den  Provinzial-Geschichten  so
wie  in  der  Literatur-  und  Kirclien-Geschichte  einigermassen  bewanderter ­
  Geschichtsforscher  sich  an  die  Handschriften  der
Münchner  Hofbibliothek  machen,  und  selbe  durch  einen  längeren
Zeitraum  gewissenhaft  benützen,  —•  zum  Besten  der  vaterländischen ­
  Geschichte.  —  Ich  habe  nur  einen  kleinen  Theil  näher  untersucht ­
  und  glaube  mit  der  Ausbeute  zufrieden  sein  zu  dürfen.
Doch  was  spreche  ich  von  München,  es  ist  ja  hier  noch
in  Wien  so  viel  zu  thun.  —  Ich  habe  kaum  den  zehnten  Theil  der
historischen  Handschriften  der  Wiener  Hofbibliothek  in  den
beiden  Bänden,  welche  bei  Gerold  erschienen  sind,  verzeichnet
und  excerpirt.  —  Warum  findet  sich  kein  Fortsetzer  meiner  Arbeit?
Müssen  noch  mehr  Fremde  kommen,  die  unsere  Schätze  ausbeuten
  ?!  —
Dass  übrigens  von  den  Handschriften  der  aufgehobenen  Klöster ­
  Bayerns  so  manche  zurückgeblieben  und  in  Privatbesitz  gekommen ­
  sein  mögen,  ist  wohl  zu  vermuthen.  So  habe  ich  durch
die  Güte  des  Herrn  Custos  Föringer  aus  der  Bibliothek  des
historischen  Vereins  für  Oberbayern,  von  welchem  ich  sogleich
sprechen  werde,  eine  interessante  Handschrift  benutzen  können
welche  aus  Tegernsee  stammt.
Es  ist  ein  Papier-Codex  in  klein  Octav,  aus  dem  ersten  Viertel ­
  des  sechzehnten  Jahrhunderts  und  enthält  interessante  Aufzeichnungen ­
  über  die  Einkünfte  und  die  Wirthschaft  des  Klosters  Tegernsee. ­
  —  Es  sind  auch  sonst  geschichtliche  Notizen  von  Interesse
darin,  und  die  Handschrift  verdient  vollständige  Benützung;  ich
theile  ihren  Inhalt  näher  mit  in  der  Beilage  V.
Wie  ich  erwähnt,  habe  ich  diese  Handschrift  aus  der  Bibliothek
des  historischen  V  e  re  ins  für  Oberbayern  entlehnt.  —  Miin-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.