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Standpuncte aus. Um übrigens diese Zeit gründlich zu verstehen,
muss man die frühere, wenigstens von einem gewissen Zeit- und
VVendepuncte angefangen, auch studieren. — Dieser Zeitpunct ist
die Vernichtung der römisch-deutschen Kaisermacht in der
Mitte des dreizehnten Jahrhunderts. Was an ihre Stelle trat, ist ein
schwaches Bild, es sind mehr Versuche und Bestrebungen,
als bedeutende Erfolge. Ich wollte nun bei meinen Forschungen
ganz vorzüglich diesen Zeitraum von 1415 — 1519 im Auge
haben, ohne jedoch die frühere wie die spätere Zeit ganz zu übergehen,
da ich ja meine Reise im Interesse der deutschen, vorzüglich
der österreichischen Geschichtsforschung unternommen. —
Ich wünsche nichts sehnlicher, als die lebhafte Ueberzeugung
zu wecken, dass man Zeit und Mühe verwenden müsse , um die
allerseits aufgehäuften Schätze der Bibliotheken und
Archive kennen zu lernen und hervorzuziehen. —
Was ieh in der kurzen Zeit erreichen konnte, ist nur eine
Probe; diese hier zu liefern, der Zweck meines Berichtes.
Aus Tegernsee stammen die Handschriften:
Codex bavaricus monacensis Nr. 1585 in fol. (Ms cbart.) —
foll. 449, und
Codex bavaricus monacensis Nr. 1586. in fol. 965 pp.
(Ms. chart.)
Die erstere Handschrift enthält, wie es gleich im Anfänge heisst:
„Vil seltzame Geschieht- Copei- Spruch- Lieder- und annder
„mer in manigerlai weysz” — ; es ist der erste Band einer umfassenderen
Sammlung von geschichtlichen Nachrichten aus dem
fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderte (Codex variarum collectionura),
welche sich die Mönche von Tegernsee anlegten; ich
kann auf den Inhalt dieser Handschrift nur flüchtig aufmerksam
machen (Nr. 7 der Beilage III), da ich dieselbe erst gegen
Ende meiner Arbeit in die Hände bekam; sie verdient jedoch ohne
Zweifel dieselbe Benützung, welche ich der zweiten, die mir
früher aufstiess, widmen konnte. Diese Tegernseer-Handschrift,
der zweite Baud der oben angeführten Sammlung (Codex variarum
collectionum): „Selzame Historien Geschieht Bullen und Brieff
„von langen Zeiten her zusamen getragen sambt einem Register
„aller Bäbstlichen Bullen und anderer Brieff etc.”, enthält auf 965
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