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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 5. Band, (Jahrgang 1850)

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Ort  und  Stelle  von  ihm  ermittelt  worden  ist,  dass  in  Terragnuolo
Denen,  welche  nicht  italienisch  zu  beichten  im  Stande  sind,  mit  der
Absolutionsverweigerung  gedroht  werde.  Es  geht  hieraus  und  noch
deutlicher  aus  dem  bereits  im  Flachlande  und  im  Gebirg  Gelungenen ­
  hervor,  dass  in  Trient  eine  planmässig  betriebene  Ausrottung
der  deutschen  Sprache  seit  langer  Zeit  besteht  und  mit  Grund  ist
zu  besorgen,  dass  dieses  beharrlich  verfolgte  Ziel  zuletzt  gewiss
erstrebt  wird,  wenn  nicht  bald  und  kräftig  Abhilfe  geschieht.

Sitzung  vom  13.  November  1850.
Zur  Beantwortung  einer  von  dem  h.  Ministerium  des
Cultus  und  öffentlichen  Unterrichts  an  die  Akademie
gestellten  Anfrage:  ob  dem  Anträge,  bei  Sisek  (dem  alten  Siscium)
Ausgrabungen  nach  Alterthümern  vornehmen  zu  lassen,  Folge  zu
geben,  und  ob  die  Akademie  in  der  Lage  sei,  die  Kosten  der  Nachgrabungen, ­
  etwa  für  sechs  Jahre  jährlich  2000  fl.  C.  M.,  aus  ihren
eigenen  Fonds  zu  bestreiten,  ernennt  die  Classe  eine  Commission.
Herr  Dr.  Carrara  beschliesst  die  Lesung  seines  General-Berichtes
  (in  italienischer  Sprache)  über  die  von  ihm  mit  Unterstützung ­
  der  k.  Akademie  unternommenen  Ausgrabungen  in  Salona.
Er  bespricht  nämlich  die  weiter  vorgenommenen  Arbeiten,  wie
die  Aufsuchung  der  Spuren  von  drei  Begräbnissplätzen,  der  grossen
inneren  Strasse,  welche  zur  Porta  Andertia  führt,  und  zweier  Privathäuser; ­
  ferner  die  Entdeckung  einiger  Kammern  mit  Mosaikböden ­
  ,  eines  Privatbades  und  einer  sehr  wichtigen  Abtheilung  des
Amphitheaters.  Von  den  bei  diesen  fortgesetzten  Arbeiten  gefundenen ­
  und  gesammelten  Gegenständen  findet  er  erwähnenswerth
einige  Sarkophage,  mehrere  Inschriften  auf  Stein,  85  Medaillen
von  Silber,  159  von  Kupfer,  und  viele  andere  Gegenstände  von
Bronce,  Eisen,  Elfenbein,  Krystall  und  terra  cotta.
Fortsetzung  desReiseberichtes  des  Herrn
Regierungsrat  hesChmel.  (S.  Sitzung  am  16.  Oct.  1850).
Einleitung.
Ehe  ich  fortfahre,  über  die  Resultate  meiner  Forschungen  in
den  Bibliotheken  und  Archiven  Süddeutschlands  in  den  Mo-Sit/.b.
  <1.  philos.-hist.  Cl.  Jahrg.  1850.  II.  ßd.  IV.  Heft.  33
            
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