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Gräbern gleich und inhaltsleer wie sie war. Der Unterschied
bei Entdeckung- solcher Ziegelgräber ist leicht zu machen, da
Leichenbrand und die bekannten Beigaben bestimmte Kennzeichen
von Römergräbern sind und auch denen der untersten Volksclasse
Beigaben nicht abgehen.' Wenn übrigens germanische
Gräber allenthalben seltener als keltische und römische bekannt
werden, so erklärt sich diese Erscheinung durch ihre Inhaltslosfckeit,
zufolge welcher die Landleute sie unbeachtet lassen
und keine Anzeige davon machen. Sie erklärt sich aber
auch noch durch die Anlage der neuesten Friedhöfe auf derselben
Stätte, wo bei Einführung des Christenthums die ältesten
christlich-germanischen angebracht waren. Der Altenhurger Friedhof
in Tirol liefert einen neuen Beleg zu dieser Annahme, denn
die obengedachten germanischen Ziegelgräber, über zwanzig an
der Zahl und darunter ein Doppelgrab (Mann und Frau), befanden
sich theils auf dem jetzigen Friedhof, theils etwas wenig
darüber hinaus. Der Name Altenburg lässt den ursprünglichen
Bestand einer Longobardenburg auf dem Berge vermuthen, wo
jetzt bloss ein Weiler mit der Kirche und dem Friedhof.
Es möffe mir am Schlüsse dieser, Tirols Geschichte und
Alterthumskunde betreffenden Abhandlung vergönnt sein, die k.
Akademie der Wissenschaften auf den gefährdeten Zustand unserer
Muttersprache im Etschlande aufmerksam machen zu dürfen.
Dort hatte schon i. J. 1845 das Vordringen des wälschen Elements
eine Unterdrückung des deutschen herbeigeführt, von welcher,
woferne eine kräftige Abhilfe länger vermisst wird, die
Verwälschung der ganzen Strecke von Trient aufwärts bis Meran
und über Botzen hinaus bis Brixen mit dem weiteren Nachtheil
zu befürchten ist, dass dieser tirolische Landestheil, wenn
er einst ganz italienisirt sein wird, von Tirol und Deutschland
abkömmt und zu Italien geschlagen wird. Dass wir vorläufig,
hinsichtlich der Kreise Trient und Roveredo von dieser Gefahr,
bedroht waren, das erinnert das Jahr 1848. Der Hergang mit
der Verdrängung der deutschen Sprache von der italienischen,
beruht auf der Ansiedelung von Wälsch-Tirolern, die, von den
deutschen Bauern zum Unterrichte in der Seidenzucht berufen,
ihren Vortheil.von Niederlassungen auf den von ihnen trockengelegten
Strecken des Etschlandes ersahen und daselbst, sowie