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von Beigaben sind), von der ich gedrungen war, auf germanische
und insbesondere auf longobardische zu schliessen, weil das
Etschland, historisch gewiss, bis in das 9. Jahrhundert von Longobarden
bewohnt war. Ueberzeugung von der Richtigkeit dieses
Schlusses schaffte nach der Hand die Entdeckung von zwei solcher
im Ferdinandeum aufbewahrten, von Mezzo lombardo (Wälsch-Metz)
erworbenen Ziegeln, auf denen die Namen Aresis und Aresoc
eingebrannt sind. Lateinisch konnten diese Namen nicht wohl
sein, und der Anklang des erstem an’s Griechische (”Apr ; s) täuschte
offenbar, weil es keine Griechen in Tirol gab. Aber in der Erinnerung
an die Namen Rachis, Alachis, Gudehoc in der Longobardengeschichte
des Paulus Diaconus, glaubte ich um so mehr einen
festen Anhaltspunct gefunden zu haben, als der Fundort jener Ziegel
(Mezzo lombardo) Longobardensitz war. Weil aber der blosse
Wörtergleichklang leicht irre führt, wenn die sprachwissenschaftliche
Begründung unterlassen wird *), so erwirkte ich diese von
Herrn Dr. Roth in München, der die Namen Aresis und Aresoc
erklärt, wie folgt:
Ares-is,Stamm ares mit der Endung is, kömmt allerdings bei
den Longobarden, sowohl männlich als weiblich, vor, z. B. in marpahis,
d.i. Pferdeknecht, und in alodis, d.i.Eigengut. Dann im
Namen der bairischen Dörfer Aresing, Eresin und Eresried. Ferner
in Eresberg, später Mersberg, jetzt Stadtbergen, wo die Irmensul
stand, und in Eri-tag (Dinstag), wo das s abfiel. Dagegen gehört
Ariseshusen bei Sch an na t, Trad. fuld. 427, nicht hierher,
weil es aus dem Mönche Eberhart, 39. 176. bei Dronke, eingeschmuggelt
ist. Das Original bei Pistorius, II. 183, hat ganz deutlich
Asiseshus, d. i. Haus des Grafen Asis, jetzt Ershausen. Asis
ist Abkürzung für Adalrich.
Die Bedeutung von Ares, später Eres, kann nicht lange zweifelhaft
sein, denn eri-tac wird dies Martis übersetzt, was griechisch
"Apris lautet; es bezeichnet einen Kriegsmann oder Helden. (S.
Schmeller’s Bair. Wörterbuch 1.96 u. Gr im m’s Mythologie, 88.
*) Ein Beispiel von falschen, bloss auf Analogie beruhenden Schlüssen, gibt
der tirolische Ortsname Gossensass mit Gothensitz gedeutet. Will
man diesen grellen Verstoss einsehen, so braucht man bloss die urkundliche
Form aufzusuchen.